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Der Absatz von Wärmepumpen ist im ersten Halbjahr gestiegen. Der BWP sieht die Förderpolitik und die geopolitische Entwicklungen als Treiber und fordert sinkende Strompreise.
Der Absatz von Wärmepumpen in Deutschland hat sich im ersten Halbjahr 2026 deutlich erholt. Nach Angaben des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) und des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) setzten die Hersteller 195.000 Anlagen an Großhändler und Fachhandwerker ab. Das entspricht einem Plus von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
„Die gute Entwicklung ist vor allem auf das steigende Bewusstsein der Verbraucher für die Risiken der Wärmeversorgung mit fossilen Energien und gleichzeitig auch auf den großen Erfolg der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zurückzuführen“, bilanziert BWP-Geschäftsführer Martin Sabel.
Der Verband wertet die Entscheidung der Bundesregierung, die BEG bis 2030 fortzuführen, als wichtigen Beitrag zur Investitionssicherheit. Nach Ansicht des BWP erleichtert die langfristige Förderzusage Verbrauchern die Entscheidung für den Heizungstausch. Zugleich verweist der Verband auf die geopolitischen Risiken fossiler Energieträger. Sabel: „Die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten verdeutlichen, dass Deutschland noch viel zu abhängig von fossilen Energieträgern ist. Die BEG hilft Verbrauchern, sich aus der fossilen Kostenfalle zu befreien und stärkt gleichzeitig die geopolitische Souveränität des Landes.“
Auch die Einigung auf das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) bewertet der Verband grundsätzlich positiv. Die neuen Regelungen sorgten für mehr Klarheit bei Eigentümern, Fachbetrieben und Energieberatern. Der BWP erwartet deshalb eine höhere Investitionsbereitschaft im Gebäudebestand.
BWP sieht Kostenrisiken bei fossilen HeizungenObwohl das GModG den Einbau neuer Gas- und Ölheizungen wieder ermöglicht, rechnet der Verband nicht mit einer Trendwende zulasten der Wärmepumpe. Als Begründung verweist der BWP auf die künftig steigenden Anforderungen an den Einsatz erneuerbarer Gase und Öle. Diese könnten die Betriebskosten fossiler Heizungen deutlich erhöhen.
Zur Untermauerung dieser Einschätzung verweist der Verband auf Untersuchungen des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) sowie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE). Beide sehen nach Darstellung des BWP finanzielle Risiken bei langfristigen Investitionen in fossile Heizsysteme.
Für die weitere Entwicklung des Marktes sieht der Verband jedoch vor allem die Energiepreise als entscheidenden Faktor. Der Wärmepumpenverband fordert deshalb die im Koalitionsvertrag angekündigte Entlastung beim Strompreis, vor allem durch eine Senkung der Stromsteuer.
Gleichzeitig spricht sich der BWP für eine ambitionierte CO2-Bepreisung aus. Nach seiner Auffassung könnten diese Instrumente die Wirtschaftlichkeit elektrisch betriebener Heizsysteme verbessern und die im Ordnungsrecht gelockerten Vorgaben für den Ausbau erneuerbarer Wärme teilweise ausgleichen.
(hr)
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Der Wärmepumpenabsatz im ersten Halbjahr im Zeitverlauf. (Zur Vollansicht bitte auf die Grafik klicken) Quelle: BWP |
Donnerstag, 6.08.2026, 15:25 Uhr
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