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Energie & Management > Windkraft - Vattenfall als Regelenergieanbieter aus Offshore-Windpark präqualifiziert
Quelle: Vattenfall
Windkraft

Vattenfall als Regelenergieanbieter aus Offshore-Windpark präqualifiziert

Der Offshore-Windpark Veja Mate in der Nordsee kann künftig bis zu 200 MW Regelenergie bereitstellen. Vattenfall übernimmt die Vermarktung.
Vattenfall vermarktet erstmals Regelenergie aus einem Offshore-Windpark in Deutschland. Dafür wurde der Windpark Veja Mate in der Nordsee für eine Leistung von bis zu 200 MW präqualifiziert, teilte das Unternehmen mit.

Der Offshore-Windpark Veja Mate liegt rund 95 Kilometer nordwestlich von Borkum in der Nordsee. Seine 67 Windenergieanlagen verfügen über eine Gesamtleistung von 416 MW. Der Park gehört einem Konsortium aus Commerz Real, Ingka Group, KGAL Group und WPD Invest. Als Direktvermarkter übernimmt Vattenfall den Verkauf des erzeugten Stroms und bietet nun auch Regelenergie aus dem Windpark an.

Dafür wurde Veja Mate beim Übertragungsnetzbetreiber Tennet für eine Leistung von bis zu 200 MW präqualifiziert. Die Präqualifikation ist Voraussetzung für die Teilnahme am Regelenergiemarkt. Dabei prüfen die Übertragungsnetzbetreiber, ob die Anlagen die technischen und organisatorischen Anforderungen erfüllen. Dazu gehören unter anderem die Steuerbarkeit, die Reaktionsgeschwindigkeit sowie die zuverlässige Kommunikation mit dem Netzbetreiber. 
 

Regelenergie gleicht die Ungleichgewichte zwischen Stromerzeugung und Verbrauch aus, um die Netzfrequenz bei 50 Hertz zu halten. Bei negativer Regelleistung wird die Einspeisung reduziert, bei positiver erhöht. Offshore-Windparks können ihre Leistung durch eine Veränderung der Rotorblattstellung kurzfristig anpassen. Für die vollständige Aktivierung von Sekundärregelleistung stehen maximal fünf Minuten zur Verfügung.

„Diese Präqualifikation beweist nun: Erneuerbare Energien erzeugen nicht nur fossilfrei Strom, sondern können auch darüber hinaus netzsichernde Aufgaben übernehmen“, erklärt Christian Sdralek, verantwortlich für das Erneuerbare-Energien-Portfolio bei Vattenfall.

Orstedt, RWE und Trianel bereits am Markt

Vattenfall ist allerdings nicht der erste Anbieter von Regelenergie aus Offshore-Windparks in Deutschland. Bereits seit 2022 stellt der Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 1 vom dänischen Betreiber Orsted Regelenergie bereit.

Im Februar 2025 erhielt zudem RWE für den Windpark Amrumbank West eine Präqualifikation über 60 MW. Die Anlage verfügt über 302 MW Gesamtleistung. RWE vermarktet daraus negative Sekundärregelleistung.

Auch die Stadtwerke-Kooperation Trianel ist bereits aktiv. Ihr Offshore-Windpark Borkum I stellt seit dem 22. Juli 2026 negative Sekundärregelleistung bereit. Dafür wurden rund 70 MW präqualifiziert. Eine eigens entwickelte Fernwirktechnik gewährleistet die Anforderungen des Netzbetreibers und setzt die Leistungsänderungen automatisch um. (sag)

Montag, 19.10.2026, 10:50 Uhr
Stefan Sagmeister
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Vattenfall als Regelenergieanbieter aus Offshore-Windpark präqualifiziert
Der Offshore-Windpark Veja Mate in der Nordsee kann künftig bis zu 200 MW Regelenergie bereitstellen. Vattenfall übernimmt die Vermarktung.
Vattenfall vermarktet erstmals Regelenergie aus einem Offshore-Windpark in Deutschland. Dafür wurde der Windpark Veja Mate in der Nordsee für eine Leistung von bis zu 200 MW präqualifiziert, teilte das Unternehmen mit.

Der Offshore-Windpark Veja Mate liegt rund 95 Kilometer nordwestlich von Borkum in der Nordsee. Seine 67 Windenergieanlagen verfügen über eine Gesamtleistung von 416 MW. Der Park gehört einem Konsortium aus Commerz Real, Ingka Group, KGAL Group und WPD Invest. Als Direktvermarkter übernimmt Vattenfall den Verkauf des erzeugten Stroms und bietet nun auch Regelenergie aus dem Windpark an.

Dafür wurde Veja Mate beim Übertragungsnetzbetreiber Tennet für eine Leistung von bis zu 200 MW präqualifiziert. Die Präqualifikation ist Voraussetzung für die Teilnahme am Regelenergiemarkt. Dabei prüfen die Übertragungsnetzbetreiber, ob die Anlagen die technischen und organisatorischen Anforderungen erfüllen. Dazu gehören unter anderem die Steuerbarkeit, die Reaktionsgeschwindigkeit sowie die zuverlässige Kommunikation mit dem Netzbetreiber. 
 

Regelenergie gleicht die Ungleichgewichte zwischen Stromerzeugung und Verbrauch aus, um die Netzfrequenz bei 50 Hertz zu halten. Bei negativer Regelleistung wird die Einspeisung reduziert, bei positiver erhöht. Offshore-Windparks können ihre Leistung durch eine Veränderung der Rotorblattstellung kurzfristig anpassen. Für die vollständige Aktivierung von Sekundärregelleistung stehen maximal fünf Minuten zur Verfügung.

„Diese Präqualifikation beweist nun: Erneuerbare Energien erzeugen nicht nur fossilfrei Strom, sondern können auch darüber hinaus netzsichernde Aufgaben übernehmen“, erklärt Christian Sdralek, verantwortlich für das Erneuerbare-Energien-Portfolio bei Vattenfall.

Orstedt, RWE und Trianel bereits am Markt

Vattenfall ist allerdings nicht der erste Anbieter von Regelenergie aus Offshore-Windparks in Deutschland. Bereits seit 2022 stellt der Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 1 vom dänischen Betreiber Orsted Regelenergie bereit.

Im Februar 2025 erhielt zudem RWE für den Windpark Amrumbank West eine Präqualifikation über 60 MW. Die Anlage verfügt über 302 MW Gesamtleistung. RWE vermarktet daraus negative Sekundärregelleistung.

Auch die Stadtwerke-Kooperation Trianel ist bereits aktiv. Ihr Offshore-Windpark Borkum I stellt seit dem 22. Juli 2026 negative Sekundärregelleistung bereit. Dafür wurden rund 70 MW präqualifiziert. Eine eigens entwickelte Fernwirktechnik gewährleistet die Anforderungen des Netzbetreibers und setzt die Leistungsänderungen automatisch um. (sag)

Montag, 19.10.2026, 10:50 Uhr
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