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Energie & Management > Photovoltaik - Strom aus Agri-PV-Anlage zur regionalen Nutzung
Quelle: Shutterstock
Photovoltaik

Strom aus Agri-PV-Anlage zur regionalen Nutzung

Die bayerische Gemeinde Burgebrach und das Bayernwerk planen einen Agri-PV-Park mit einer Leistung von 10 MW.
Anfang 2024 will die Bayernwerk Natur GmbH mit dem Bau eines Photovoltaik-Parks in Burgebrach im Landkreis Bamberg beginnen. Entsprechende Verträge haben Vertreter der Gemeinde und des Bayernwerks jetzt unterzeichnet. Der Grundstein für das Vorhaben war bereits in einer Gemeinderatssitzung im Juli 2022 mit einem entsprechenden Bebauungsplan gelegt worden.

Projektierung, technische Planung sowie die Errichtung und Netzanbindung des PV-Parks übernimmt das Bayernwerk, für den Betrieb der Anlage wird die Gesellschaft „Heimatenergie Burgebrach“ gegründet.

Der Solarstrom kann ohne große Umwege über das Umspannwerk Burgebrach ins Verteilnetz eingespeist werden, wie es in einer Mitteilung des Bayernwerks heißt. Darüber hinaus werde man sich um eine professionelle Vermarktung der rund 10 Millionen kWh Ökostrom kümmern, die im Jahr erzeugt werden. Er soll gezielt an regionale Großverbraucher in Burgebrach und Umgebung geliefert und auch den Bürgern vor Ort angeboten werden. Im Rahmen der Dekarbonisierungsbemühungen will Bayernwerk Natur darüber hinaus die sektorenübergreifende Nutzung der Energie in unternehmenseigenen Anlagen prüfen.

„Erzeugung und Verbrauch im Gleichgewicht zu haben und eben nicht die Energie unabhängig vom Verbrauch zu liefern, ist ein enormer Vorteil dieser Vermarktungsstrategie“, erklärte Bürgermeister Johannes Maciejonczyk (CSU). „Energie muss klimafreundlich dort entstehen, wo sie auch verbraucht wird, das ist am effizientesten. Deshalb waren wir gleich dabei, als uns das Bayernwerk dieses Paket zur Errichtung des PV-Parks vorgeschlagen hat.“

​Gemeinde kann sich beteiligen

Hannes Kromer, Bereichsleiter Erneuerbare Energieerzeugung bei Bayernwerk Natur: „Das Neue daran ist: Das Bayernwerk räumt dem Markt Burgebrach die Option ein, sich nach Inbetriebnahme des PV-Parks an der Gesellschaft zu beteiligen. Die Kosten dafür wurden im Vorfeld fixiert. So bleibt die Wertschöpfung in der Region und kommt allen Bürgern der Gemeinde zugute“.

Auf der gemeindeeigenen Fläche südlich des Industriegebietes sollen auf einer Fläche von 14 Fußballfeldern rund 23.000 PV-Module Platz finden. Rechnerisch können damit rund 2.500 Haushalte versorgt werden. Die Modulreihen werden in einer Höhe von rund 80 Zentimeter mit großen Abständen errichtet, um die Vegetation zu begünstigen und gleichzeitige eine landwirtschaftliche Nutzung der Fläche zu ermöglichen: Das Grundstück soll auch als Weideland, beispielsweise für Schafe genutzt werden. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für Ende 2024 geplant.

Die Bayernwerk Natur GmbH entwickelt dezentrale Energielösungen und betreibt nach eigenen Angaben rund 200 energieeffiziente und regenerative Kraftwerksanlagen wie Biomasseheizwerke, Biogas- und Bio-Erdgasanlagen, Blockheizkraftwerke, Wärmepumpenanlagen, Geothermieanlagen, Pelletheizungen, Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerke sowie Wind- und Kleinwasserkraftanlagen. Auch in der Wärmeversorgung bietet das Unternehmen mit Sitz in Unterschleißheim bei München Lösungen an.

Dienstag, 5.12.2023, 11:14 Uhr
Gnter Drewnitzky
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Strom aus Agri-PV-Anlage zur regionalen Nutzung
Die bayerische Gemeinde Burgebrach und das Bayernwerk planen einen Agri-PV-Park mit einer Leistung von 10 MW.
Anfang 2024 will die Bayernwerk Natur GmbH mit dem Bau eines Photovoltaik-Parks in Burgebrach im Landkreis Bamberg beginnen. Entsprechende Verträge haben Vertreter der Gemeinde und des Bayernwerks jetzt unterzeichnet. Der Grundstein für das Vorhaben war bereits in einer Gemeinderatssitzung im Juli 2022 mit einem entsprechenden Bebauungsplan gelegt worden.

Projektierung, technische Planung sowie die Errichtung und Netzanbindung des PV-Parks übernimmt das Bayernwerk, für den Betrieb der Anlage wird die Gesellschaft „Heimatenergie Burgebrach“ gegründet.

Der Solarstrom kann ohne große Umwege über das Umspannwerk Burgebrach ins Verteilnetz eingespeist werden, wie es in einer Mitteilung des Bayernwerks heißt. Darüber hinaus werde man sich um eine professionelle Vermarktung der rund 10 Millionen kWh Ökostrom kümmern, die im Jahr erzeugt werden. Er soll gezielt an regionale Großverbraucher in Burgebrach und Umgebung geliefert und auch den Bürgern vor Ort angeboten werden. Im Rahmen der Dekarbonisierungsbemühungen will Bayernwerk Natur darüber hinaus die sektorenübergreifende Nutzung der Energie in unternehmenseigenen Anlagen prüfen.

„Erzeugung und Verbrauch im Gleichgewicht zu haben und eben nicht die Energie unabhängig vom Verbrauch zu liefern, ist ein enormer Vorteil dieser Vermarktungsstrategie“, erklärte Bürgermeister Johannes Maciejonczyk (CSU). „Energie muss klimafreundlich dort entstehen, wo sie auch verbraucht wird, das ist am effizientesten. Deshalb waren wir gleich dabei, als uns das Bayernwerk dieses Paket zur Errichtung des PV-Parks vorgeschlagen hat.“

​Gemeinde kann sich beteiligen

Hannes Kromer, Bereichsleiter Erneuerbare Energieerzeugung bei Bayernwerk Natur: „Das Neue daran ist: Das Bayernwerk räumt dem Markt Burgebrach die Option ein, sich nach Inbetriebnahme des PV-Parks an der Gesellschaft zu beteiligen. Die Kosten dafür wurden im Vorfeld fixiert. So bleibt die Wertschöpfung in der Region und kommt allen Bürgern der Gemeinde zugute“.

Auf der gemeindeeigenen Fläche südlich des Industriegebietes sollen auf einer Fläche von 14 Fußballfeldern rund 23.000 PV-Module Platz finden. Rechnerisch können damit rund 2.500 Haushalte versorgt werden. Die Modulreihen werden in einer Höhe von rund 80 Zentimeter mit großen Abständen errichtet, um die Vegetation zu begünstigen und gleichzeitige eine landwirtschaftliche Nutzung der Fläche zu ermöglichen: Das Grundstück soll auch als Weideland, beispielsweise für Schafe genutzt werden. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für Ende 2024 geplant.

Die Bayernwerk Natur GmbH entwickelt dezentrale Energielösungen und betreibt nach eigenen Angaben rund 200 energieeffiziente und regenerative Kraftwerksanlagen wie Biomasseheizwerke, Biogas- und Bio-Erdgasanlagen, Blockheizkraftwerke, Wärmepumpenanlagen, Geothermieanlagen, Pelletheizungen, Gas- und Dampfturbinenheizkraftwerke sowie Wind- und Kleinwasserkraftanlagen. Auch in der Wärmeversorgung bietet das Unternehmen mit Sitz in Unterschleißheim bei München Lösungen an.

Dienstag, 5.12.2023, 11:14 Uhr
Gnter Drewnitzky

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