Batteriegroßspeicher. Quelle: Intilion
Die Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG (KMW) und die ESWE Bio Energie GmbH setzen gemeinsam mit Intilion zwei Batteriegroßspeicherprojekte um.
Die Speicher mit einer Gesamtkapazität von 100 MWh sollen auf der Ingelheimer Aue in Mainz sowie in Wiesbaden entstehen und zur Stabilisierung des Stromnetzes und zur Integration erneuerbarer Energien beitragen, wie es in einer Unternehmensmitteilung von Intilion heißt.
Die KMW, eine Tochter der Mainzer Stadtwerke AG und der ESWE Versorgungs AG, hat den Speicherspezialisten aus Paderborn mit der Lieferung und Umsetzung des Batteriegroßspeichers auf der Ingelheimer Aue in Mainz beauftragt. Das Projekt hat eine Kapazität von 67,7 MWh und eine Leistung von 22,7 MW. Parallel dazu soll Intilion für die ESWE Bio Energie GmbH in Wiesbaden eine weitere Anlage mit 33,8 MWh und 11,3 MW aufbauen. Die Speicher sind als modulare Systeme in Batteriecontainer untergebracht.
Intilion übernimmt nach eigenen Angaben bei beiden Projekten als Systemintegrator die Gesamtverantwortung für Planung und Realisierung. Für den langfristigen Anlagenbetrieb wurde ein 15-jähriges Servicepaket mit einer Verfügbarkeitsgarantie von 97 Prozent vereinbart.
Beide Projekte sind im Januar 2026 gestartet, die Inbetriebnahme in Wiesbaden ist für Februar 2027 und in Mainz für März 2027 vorgesehen.
Mit den Batteriespeicherprojekten erweitern KMW und ESWE ihre Infrastruktur auf der Ingelheimer Aue, die mehrere Kraftwerke umfasst. Auch ein Rechenzentrum befindet sich dort im Aufbau, das mit den Anlagen vor Ort mit Strom versorgt und abgesichert werden soll. „Mit dieser Investition gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer flexiblen und nachhaltigen Energiezukunft. Große Batteriespeicher ermöglichen es uns, erneuerbare Energien bedarfsgerecht in das Stromsystem zu integrieren“, erklärte Oliver Malerius, Vorstand der KMW, zum Projektauftakt.
Beide Anlagen sollen für den Energiehandel eingesetzt werden und können darüber hinaus Primärregelleistung zur kurzfristigen Stabilisierung der Netzfrequenz sowie Sekundärregelleistung zum weiteren Ausgleich von Netzschwankungen bereitstellen.
Dienstag, 24.03.2026, 11:40 Uhr
Günter Drewnitzky
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