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Energie & Management > Smart Meter - Smart Meter Light könnte Messkosten senken
Quelle: Shutterstock / Monkey Business Images
Smart Meter

Smart Meter Light könnte Messkosten senken

Eine Machbarkeitsstudie von Octopus Energy sieht Potenzial für Smart Meter Light bei vielen Haushalten. Die dafür notwendigen technischen Bausteine seien weitgehend vorhanden.
Eine Machbarkeitsstudie von Octopus Energy kommt zu dem Ergebnis, dass ein Smart Meter Light (SML) für viele Haushalte außerhalb des verpflichtenden Smart-Meter-Rollouts technisch und prozessual realisierbar ist. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass die vereinfachte Lösung im untersuchten Kostenmodell günstiger sein könnte als ein vollwertiges intelligentes Messsystem, teilte Octopus Energy am 8. Oktober mit.

Das sogenannte Smart Meter Light (SML) soll Viertelstundenwerte aus der Ferne übertragen, ohne die vollständige Infrastruktur eines intelligenten Messsystems zu benötigen. Eine vom Unternehmen initiierte Machbarkeitsstudie beziffert die möglichen Kostenvorteile auf bis zu 54 Euro pro Zählpunkt und Jahr. Bis zur Marktreife veranschlagen die Autoren rund zwei Jahre.

Das Konzept richtet sich vor allem an Haushalte, die nicht unter die gesetzliche Einbaupflicht für intelligente Messsysteme (iMSys) fallen. Anders als bei einem iMSys soll das Smart Meter Light ohne Smart-Meter-Gateway und die damit verbundene Gateway-Administration auskommen. Stattdessen soll ein digitaler Stromzähler den Verbrauch im Viertelstundentakt erfassen und die Messwerte über eine Fernkommunikationsverbindung übertragen.

Potenzial von 36 Millionen Zählpunkten

Die Daten könnten unter anderem für die Abrechnung dynamischer Stromtarife dienen. Steuerungsfunktionen, wie sie ein vollständiges intelligentes Messsystem ermöglicht, sieht das Konzept zunächst nicht vor. Eine spätere Aufrüstung zum iMSys soll jedoch möglich bleiben.

Nach den Prognosen, auf die sich die Studie stützt, könnte es hierzulande im Jahr 2032 rund 63 Millionen Strom-Messlokationen geben. Davon würden etwa 36 Millionen nicht unter die verpflichtenden Einbauvorgaben für intelligente Messsysteme fallen. Für diese Messlokationen sieht Octopus Energy ein mögliches Einsatzfeld des Smart Meter Light. 

Die Studie untersuchte außerdem, inwieweit Messstellenbetreiber ihre vorhandenen technischen Systeme und Marktprozesse für die vereinfachte Lösung nutzen könnten. Nach Einschätzung der Autoren lassen sich wesentliche Teile der bestehenden IT-Infrastruktur weiterverwenden. Anpassungsbedarf besteht insbesondere bei der Datenübertragung, dem Geräte- und Kommunikationsmanagement sowie bei der Verarbeitung der Messwerte. Durch den Verzicht auf das Smart-Meter-Gateway würde zudem die Gateway-Administration entfallen.

Messkosten könnten um bis zu 54 Euro sinken

Die wirtschaftlichen Auswirkungen haben die Studienautoren anhand verschiedener Kostenmodelle untersucht. Für einen grundzuständigen Messstellenbetreiber mit 100.000 Zählpunkten errechnen sie annualisierte Gesamtkosten von 51 bis 73 Euro je Zählpunkt für das Smart Meter Light. Bei einem vollständigen intelligenten Messsystem liegen die modellierten Kosten je nach technischer Konfiguration zwischen 88 und 105 Euro pro Jahr. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Kostenvorteil von 15 bis 54 Euro je Zählpunkt und Jahr.

Auch für wettbewerbliche Messstellenbetreiber weist die Untersuchung geringere Kosten aus. Hier kalkulieren die Autoren für das Smart Meter Light mit jährlichen Kosten zwischen 43 und 63 Euro je Zählpunkt. Für ein intelligentes Messsystem setzen sie 78 bis 93 Euro an. Die Ergebnisse beruhen laut den Autoren auf Modellannahmen. Inwieweit sich die Kostenvorteile realisieren lassen, hänge von der technischen Ausgestaltung, den Sicherheitsanforderungen und den Stückzahlen ab.

Bis zu einer möglichen Markteinführung müssen nach Einschätzung der Studienautoren mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu zählen ein verbindliches Produkt- und Schnittstellenprofil sowie Anforderungen an die Messwertqualität und die Cybersicherheit. Außerdem sind Praxistests für die Kommunikationstechnik und die Einbindung in bestehende IT- und Marktprozesse erforderlich. Insbesondere die sichere Übertragung und Verarbeitung der Viertelstundenwerte spielt dabei eine Rolle.

Die Machbarkeitsstudie Smart Meter Light ist auf der Internetseite von Octopus Energy verfügbar. (hr)

Donnerstag, 8.10.2026, 11:35 Uhr
Heidi Roider
Energie & Management > Smart Meter - Smart Meter Light könnte Messkosten senken
Quelle: Shutterstock / Monkey Business Images
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Smart Meter Light könnte Messkosten senken
Eine Machbarkeitsstudie von Octopus Energy sieht Potenzial für Smart Meter Light bei vielen Haushalten. Die dafür notwendigen technischen Bausteine seien weitgehend vorhanden.
Eine Machbarkeitsstudie von Octopus Energy kommt zu dem Ergebnis, dass ein Smart Meter Light (SML) für viele Haushalte außerhalb des verpflichtenden Smart-Meter-Rollouts technisch und prozessual realisierbar ist. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass die vereinfachte Lösung im untersuchten Kostenmodell günstiger sein könnte als ein vollwertiges intelligentes Messsystem, teilte Octopus Energy am 8. Oktober mit.

Das sogenannte Smart Meter Light (SML) soll Viertelstundenwerte aus der Ferne übertragen, ohne die vollständige Infrastruktur eines intelligenten Messsystems zu benötigen. Eine vom Unternehmen initiierte Machbarkeitsstudie beziffert die möglichen Kostenvorteile auf bis zu 54 Euro pro Zählpunkt und Jahr. Bis zur Marktreife veranschlagen die Autoren rund zwei Jahre.

Das Konzept richtet sich vor allem an Haushalte, die nicht unter die gesetzliche Einbaupflicht für intelligente Messsysteme (iMSys) fallen. Anders als bei einem iMSys soll das Smart Meter Light ohne Smart-Meter-Gateway und die damit verbundene Gateway-Administration auskommen. Stattdessen soll ein digitaler Stromzähler den Verbrauch im Viertelstundentakt erfassen und die Messwerte über eine Fernkommunikationsverbindung übertragen.

Potenzial von 36 Millionen Zählpunkten

Die Daten könnten unter anderem für die Abrechnung dynamischer Stromtarife dienen. Steuerungsfunktionen, wie sie ein vollständiges intelligentes Messsystem ermöglicht, sieht das Konzept zunächst nicht vor. Eine spätere Aufrüstung zum iMSys soll jedoch möglich bleiben.

Nach den Prognosen, auf die sich die Studie stützt, könnte es hierzulande im Jahr 2032 rund 63 Millionen Strom-Messlokationen geben. Davon würden etwa 36 Millionen nicht unter die verpflichtenden Einbauvorgaben für intelligente Messsysteme fallen. Für diese Messlokationen sieht Octopus Energy ein mögliches Einsatzfeld des Smart Meter Light. 

Die Studie untersuchte außerdem, inwieweit Messstellenbetreiber ihre vorhandenen technischen Systeme und Marktprozesse für die vereinfachte Lösung nutzen könnten. Nach Einschätzung der Autoren lassen sich wesentliche Teile der bestehenden IT-Infrastruktur weiterverwenden. Anpassungsbedarf besteht insbesondere bei der Datenübertragung, dem Geräte- und Kommunikationsmanagement sowie bei der Verarbeitung der Messwerte. Durch den Verzicht auf das Smart-Meter-Gateway würde zudem die Gateway-Administration entfallen.

Messkosten könnten um bis zu 54 Euro sinken

Die wirtschaftlichen Auswirkungen haben die Studienautoren anhand verschiedener Kostenmodelle untersucht. Für einen grundzuständigen Messstellenbetreiber mit 100.000 Zählpunkten errechnen sie annualisierte Gesamtkosten von 51 bis 73 Euro je Zählpunkt für das Smart Meter Light. Bei einem vollständigen intelligenten Messsystem liegen die modellierten Kosten je nach technischer Konfiguration zwischen 88 und 105 Euro pro Jahr. Daraus ergibt sich ein rechnerischer Kostenvorteil von 15 bis 54 Euro je Zählpunkt und Jahr.

Auch für wettbewerbliche Messstellenbetreiber weist die Untersuchung geringere Kosten aus. Hier kalkulieren die Autoren für das Smart Meter Light mit jährlichen Kosten zwischen 43 und 63 Euro je Zählpunkt. Für ein intelligentes Messsystem setzen sie 78 bis 93 Euro an. Die Ergebnisse beruhen laut den Autoren auf Modellannahmen. Inwieweit sich die Kostenvorteile realisieren lassen, hänge von der technischen Ausgestaltung, den Sicherheitsanforderungen und den Stückzahlen ab.

Bis zu einer möglichen Markteinführung müssen nach Einschätzung der Studienautoren mehrere Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu zählen ein verbindliches Produkt- und Schnittstellenprofil sowie Anforderungen an die Messwertqualität und die Cybersicherheit. Außerdem sind Praxistests für die Kommunikationstechnik und die Einbindung in bestehende IT- und Marktprozesse erforderlich. Insbesondere die sichere Übertragung und Verarbeitung der Viertelstundenwerte spielt dabei eine Rolle.

Die Machbarkeitsstudie Smart Meter Light ist auf der Internetseite von Octopus Energy verfügbar. (hr)

Donnerstag, 8.10.2026, 11:35 Uhr
Heidi Roider

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