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Energie & Management > Wirtschaft - Schottische Prozesswärmetechnik für München
Quelle: Pixabay / Photo Mix
Wirtschaft

Schottische Prozesswärmetechnik für München

Die schottische „Exergy3“ will von Edinburgh nach München expandieren und ihre Technologie für industrielle Prozesswärme vermarkten. 
Noch im zweiten Quartal will die schottische Exergy 3 in München ihren europäischen Hauptsitz eröffnen. Für diese Expansion und um die Kommerzialisierung der unternehmenseigenen Technologie zur Dekarbonisierung industrieller Prozesswärme voranzutreiben, hat sei eine Seed-Finanzierung in Höhe von 11,5 Millionen Euro eingeworben worden, teilt das Unternehmen mit.

Der Technologieanbieter mit Sitz in Edinburgh entwickelt ein modulares thermisches Energiespeichersystem, das überschüssigen erneuerbaren Strom in Prozesswärme umwandelt. Laut Exergy 3 kann das System Temperaturen von 50 bis 1.200 Grad Celsius bereitstellen und Anwendungen in Branchen wie Lebensmittel und Getränke, Chemie, Pharma, Düngemittel und Zement abdecken.

So vermeldete Exergy 3 unlängst die Inbetriebnahme des „weltweit ersten CO2-armen Destillerieprojektes“: In der Annandale Distillery in Edinburgh wird überschüssige Windenergie genutzt, um Temperaturen von bis zu 530 Grad zu erzeugen. Diese werden in einem Cochran-Kessel in Dampf umgewandelt und für die Destillation von Whiskey genutzt.

Im Zusammenhang mit der Expansion verweist das Unternehmen auf die hohen Kosten für Maßnahmen zur Netzengpassbewirtschaftung in Deutschland. Die Exergy 3-Technologie könne diese überschüssige Energie gezielt für industrielle Prozesse verfügbar machen und gleichzeitig zur Dekarbonisierung industrieller Wärme beitragen. Die Schotten verbinden ihren Markteintritt mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten und der geplanten Umsetzung erster großindustrieller Projekte mit Industriepartnern. 

Auch ein Investor aus Bayern dabei

Angeführt wurde die Seed-Runde von der französischen Axeleo Capital. Weitere Investoren sind der öffentliche Venture-Capital-Investor Bayern Kapital sowie die in Singapur ansässige Kibo Invest. Auch die bisherigen Geldgeber Scottish Enterprise, Zero Carbon Capital und Old College Capital beteiligten sich nach Angaben des Unternehmens erneut. 

Der geplante Standort in München soll Exergy 3 näher an industrielle Kunden und Partner in Europa bringen. Bis Ende 2027 will das Unternehmen dort nach eigenen Angaben ein Team von rund 15 Mitarbeitenden aufbauen und mit Hochschulen in der Region zusammenarbeiten. „Bayern bietet für uns ein ideales Umfeld: eine starke industrielle Basis, eine hohe Dichte energieintensiver Unternehmen und Zugang zu exzellenten Fachkräften“, lässt sich CEO Markus Ronde zitieren. „Das ermöglicht es uns, nah an unseren Kunden zu arbeiten und lokale Lieferketten aufzubauen.“

Parallel dazu will Exergy 3 auch seine Aktivitäten im Vereinigten Königreich ausbauen und die Zahl der Beschäftigten bis Ende dieses Jahres verdoppeln.

Dienstag, 21.04.2026, 14:16 Uhr
Katia Meyer-Tien
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Schottische Prozesswärmetechnik für München
Die schottische „Exergy3“ will von Edinburgh nach München expandieren und ihre Technologie für industrielle Prozesswärme vermarkten. 
Noch im zweiten Quartal will die schottische Exergy 3 in München ihren europäischen Hauptsitz eröffnen. Für diese Expansion und um die Kommerzialisierung der unternehmenseigenen Technologie zur Dekarbonisierung industrieller Prozesswärme voranzutreiben, hat sei eine Seed-Finanzierung in Höhe von 11,5 Millionen Euro eingeworben worden, teilt das Unternehmen mit.

Der Technologieanbieter mit Sitz in Edinburgh entwickelt ein modulares thermisches Energiespeichersystem, das überschüssigen erneuerbaren Strom in Prozesswärme umwandelt. Laut Exergy 3 kann das System Temperaturen von 50 bis 1.200 Grad Celsius bereitstellen und Anwendungen in Branchen wie Lebensmittel und Getränke, Chemie, Pharma, Düngemittel und Zement abdecken.

So vermeldete Exergy 3 unlängst die Inbetriebnahme des „weltweit ersten CO2-armen Destillerieprojektes“: In der Annandale Distillery in Edinburgh wird überschüssige Windenergie genutzt, um Temperaturen von bis zu 530 Grad zu erzeugen. Diese werden in einem Cochran-Kessel in Dampf umgewandelt und für die Destillation von Whiskey genutzt.

Im Zusammenhang mit der Expansion verweist das Unternehmen auf die hohen Kosten für Maßnahmen zur Netzengpassbewirtschaftung in Deutschland. Die Exergy 3-Technologie könne diese überschüssige Energie gezielt für industrielle Prozesse verfügbar machen und gleichzeitig zur Dekarbonisierung industrieller Wärme beitragen. Die Schotten verbinden ihren Markteintritt mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten und der geplanten Umsetzung erster großindustrieller Projekte mit Industriepartnern. 

Auch ein Investor aus Bayern dabei

Angeführt wurde die Seed-Runde von der französischen Axeleo Capital. Weitere Investoren sind der öffentliche Venture-Capital-Investor Bayern Kapital sowie die in Singapur ansässige Kibo Invest. Auch die bisherigen Geldgeber Scottish Enterprise, Zero Carbon Capital und Old College Capital beteiligten sich nach Angaben des Unternehmens erneut. 

Der geplante Standort in München soll Exergy 3 näher an industrielle Kunden und Partner in Europa bringen. Bis Ende 2027 will das Unternehmen dort nach eigenen Angaben ein Team von rund 15 Mitarbeitenden aufbauen und mit Hochschulen in der Region zusammenarbeiten. „Bayern bietet für uns ein ideales Umfeld: eine starke industrielle Basis, eine hohe Dichte energieintensiver Unternehmen und Zugang zu exzellenten Fachkräften“, lässt sich CEO Markus Ronde zitieren. „Das ermöglicht es uns, nah an unseren Kunden zu arbeiten und lokale Lieferketten aufzubauen.“

Parallel dazu will Exergy 3 auch seine Aktivitäten im Vereinigten Königreich ausbauen und die Zahl der Beschäftigten bis Ende dieses Jahres verdoppeln.

Dienstag, 21.04.2026, 14:16 Uhr
Katia Meyer-Tien

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