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Quadra Energy hat zentrale Systeme für Energiedaten- und Portfoliomanagement in die Kisterscloud verlagert. Die Migration erfolgte innerhalb weniger Stunden bei laufendem Betrieb.
Die Quadra Energy GmbH hat ihre Lösungen für Energiedatenmanagement (EDM) und Portfoliomanagement (PFM) in die Kisterscloud überführt. Damit vollzieht das Unternehmen den Wechsel von einer bislang genutzten, extern betriebenen On-Premise-Umgebung hin zu einem Software-as-a-Service-Modell. Nach Angaben des Unternehmens sei die Umstellung innerhalb weniger Stunden erfolgt, ohne die operativen Prozesse wesentlich zu beeinträchtigen.
Als Hintergrund für den Schritt nennt Quadra Energy ein starkes Wachstum in der Direktvermarktung sowie steigende Anforderungen an Integration, Performance und Flexibilität. Zuvor seien die Systeme als Mandantenlösung in einem Rechenzentrum betrieben worden. Mit der neuen Cloud-Umgebung solle die technologische Basis weiterentwickelt werden.
Der Head of IT von Quadra Energy, Dennis Honke, erklärt, die Migration habe zu mehr Stabilität, Skalierbarkeit und Sicherheit geführt. Die Anwendungen seien ein zentraler Bestandteil der Prozesskette innerhalb der KI-gestützten Plattform „Q.nect“.
Auch Kisters bewertet das Projekt als Paradebeispiel für eine schnelle Transformation kritischer Systeme. Der Leiter des Geschäftsbereichs Energie, Markus Probst, wird mit der Aussage zitiert, die Migration zeige, dass sich energiewirtschaftliche Kernsysteme in kurzer Zeit in moderne Cloud-Architekturen überführen ließen, ohne Einbußen bei Stabilität oder Prozesssicherheit.
Vom Projektstart bis zum Go-live seien weniger als drei Monate vergangen. Der eigentliche Systemwechsel habe innerhalb eines halben Tages stattgefunden. Währenddessen seien zentrale Prozesse wie Fahrplanmanagement, Bilanzkreisabrechnung und Energiedatenmanagement durchgehend verfügbar geblieben. Auch komplexe Schnittstellen und große Datenmengen der Marktkommunikation (MaKo) seien laut Unternehmen mit minimalen Unterbrechungen übertragen worden. Der Betrieb der Systeme, einschließlich Wartung und Updates, werde nun vollständig durch Kisters im Rahmen eines Managed-Service-Modells übernommen.
Technisch basiert die neue Umgebung auf einer Kubernetes-Architektur. Neben EDM- und PFM-Lösungen kommen Anwendungen für Fahrplanmanagement und Bilanzkreisabrechnung sowie eine zentrale Datendrehscheibe zum Einsatz.
Perspektivisch plant Quadra Energy weitere Ausbauschritte, darunter die Anbindung zusätzlicher Module wie das MaKo-Adressbuch sowie erweiterte Funktionen im Portfoliomanagement.
Donnerstag, 23.04.2026, 15:15 Uhr
Fritz Wilhelm
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