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Energie & Management > Wirtschaft - Milliarden für die Netzinfrastruktur
Quelle: E&M / Katia Meyer-Tien
Wirtschaft

Milliarden für die Netzinfrastruktur

Der Stromverbrauch wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Die Netzbetreiber investieren deshalb Milliardenbeträge, so auch in Hamburg und Berlin.
Weil künftig in Hamburg immer mehr Strom verbraucht und durch die Netze geleitet werden muss, will der kommunale Betreiber Stromnetz Hamburg mehrere Milliarden Euro in den Aus- und Umbau der entsprechenden Infrastruktur investieren. Geplant sind Investitionen von rund 5 Milliarden Euro in den kommenden 10 Jahren, wie Andreas Cerbe, Sprecher der Geschäftsführung von Stromnetz Hamburg, der Deutschen Presseagentur sagte. 

„Wir sind mit den ersten erforderlichen Netzmaßnahmen, die auch mehr Intelligenz im Netz bedeuten, schon vor Jahren gestartet und haben in den letzten 10 Jahren 2 Milliarden Euro investiert.“ In den kommenden 10 Jahren sollen es weit mehr als doppelt so viel sein. Man müsse vorausschauend planen und könne nicht abwarten, ob sich die jetzigen Leistungsprognosen vollständig bewahrheiten, so Cerbe.

Eine Studie habe eine Erhöhung der Höchstlast im Netz von jetzt rund 1.600 MW bis zum Jahre 2045 auf etwa 3.600 MW berechnet, sagte Kevin Meyer. Er ist Geschäftsbereichsleiter Assetmanagement bei Stromnetz Hamburg.

​Auch in Berlin wird kräftig investiert

Stromnetz Berlin wiederum erwartet, dass die Netzkapazität in der Hauptstadt in den kommenden 10 Jahren von jetzt 2.200 MW auf 4.100 MW fast verdoppeln muss. Allein in diesem Jahr sind dafür − wie berichtet − Investitionen von fast 340 Millionen Euro vorgesehen, bis 2028 sind 2,2 Milliarden Euro eingeplant. Auch wird darauf verwiesen, dass man verschiedene Möglichkeiten zur Prognose des künftigen Bedarfs habe und entsprechende Tools einsetze.

Die Stromverteilnetze waren im April − wie berichtet − in den Fokus geraten, nachdem die Stadtwerke Oranienburg gemeldet hatten, dass sie keine neuen Verbraucher mehr anschließen können. Mittlerweile hat sich die Situation dort aber wieder entspannt. 

860 Verteilnetzbetreiber gibt es in Deutschland. Die Bundesnetzagentur veranschlagt den Investitionsbedarf in diesem Bereich bis 2045 auf 150 Milliarden Euro. 300 Milliarden Euro dürften zusätzlich für den Ausbau der Übertragungsnetze nötig sein.

Montag, 13.05.2024, 16:58 Uhr
Gnter Drewnitzky
Energie & Management > Wirtschaft - Milliarden für die Netzinfrastruktur
Quelle: E&M / Katia Meyer-Tien
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Milliarden für die Netzinfrastruktur
Der Stromverbrauch wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Die Netzbetreiber investieren deshalb Milliardenbeträge, so auch in Hamburg und Berlin.
Weil künftig in Hamburg immer mehr Strom verbraucht und durch die Netze geleitet werden muss, will der kommunale Betreiber Stromnetz Hamburg mehrere Milliarden Euro in den Aus- und Umbau der entsprechenden Infrastruktur investieren. Geplant sind Investitionen von rund 5 Milliarden Euro in den kommenden 10 Jahren, wie Andreas Cerbe, Sprecher der Geschäftsführung von Stromnetz Hamburg, der Deutschen Presseagentur sagte. 

„Wir sind mit den ersten erforderlichen Netzmaßnahmen, die auch mehr Intelligenz im Netz bedeuten, schon vor Jahren gestartet und haben in den letzten 10 Jahren 2 Milliarden Euro investiert.“ In den kommenden 10 Jahren sollen es weit mehr als doppelt so viel sein. Man müsse vorausschauend planen und könne nicht abwarten, ob sich die jetzigen Leistungsprognosen vollständig bewahrheiten, so Cerbe.

Eine Studie habe eine Erhöhung der Höchstlast im Netz von jetzt rund 1.600 MW bis zum Jahre 2045 auf etwa 3.600 MW berechnet, sagte Kevin Meyer. Er ist Geschäftsbereichsleiter Assetmanagement bei Stromnetz Hamburg.

​Auch in Berlin wird kräftig investiert

Stromnetz Berlin wiederum erwartet, dass die Netzkapazität in der Hauptstadt in den kommenden 10 Jahren von jetzt 2.200 MW auf 4.100 MW fast verdoppeln muss. Allein in diesem Jahr sind dafür − wie berichtet − Investitionen von fast 340 Millionen Euro vorgesehen, bis 2028 sind 2,2 Milliarden Euro eingeplant. Auch wird darauf verwiesen, dass man verschiedene Möglichkeiten zur Prognose des künftigen Bedarfs habe und entsprechende Tools einsetze.

Die Stromverteilnetze waren im April − wie berichtet − in den Fokus geraten, nachdem die Stadtwerke Oranienburg gemeldet hatten, dass sie keine neuen Verbraucher mehr anschließen können. Mittlerweile hat sich die Situation dort aber wieder entspannt. 

860 Verteilnetzbetreiber gibt es in Deutschland. Die Bundesnetzagentur veranschlagt den Investitionsbedarf in diesem Bereich bis 2045 auf 150 Milliarden Euro. 300 Milliarden Euro dürften zusätzlich für den Ausbau der Übertragungsnetze nötig sein.

Montag, 13.05.2024, 16:58 Uhr
Gnter Drewnitzky

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