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Energie & Management > Bilanz - Liefergeschäft stärkt Naturstrom
Der Vorstand der Naturstrom AG stellte den Geschäftsbericht 2025 vor (v.l.): Sophia Eltrop, Oliver Hummel und Kirsten Nölke. Quelle: Naturstrom AG / M. Englert
Bilanz

Liefergeschäft stärkt Naturstrom

Die Naturstrom-Gruppe hat 2025 Umsatz und Gewinn gesteigert. Die neue Tochter HKD trieb den Umsatz, während das Liefergeschäft das Ergebnis stärkte.
Einen großen Teil des Umsatzanstiegs verdankte der Düsseldorfer Ökoenergieanbieter Naturstrom der erstmals in den Konzernabschluss einbezogenen Handelsgesellschaft für Kirche und Diakonie mbH (HKD). Die Kieler Gesellschaft, die kirchliche und soziale Einrichtungen mit Strom und Gas versorgt, steuerte 46,3 Millionen Euro zum Konzernumsatz bei. Im Vorjahr gehörte sie noch nicht zur Gruppe. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz von 481,4 Millionen auf 533,2 Millionen Euro.

Auch die Ergebnisse legten zu, wie der Vorstand bei der Vorstellung der Zahlen am 30. Juli erklärte. So stieg das Betriebsergebnis von 22,3 Millionen auf 27,1 Millionen Euro. Vor Steuern erzielte die Gruppe 23,4 Millionen Euro nach 19,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich um rund 24 Prozent von 10,8 Millionen auf 13,4 Millionen Euro.

Wichtigste Ertragssäule blieb die Energiebelieferung. Die Liefergesellschaften der Gruppe setzten ohne HKD 1,42 Milliarden kWh Strom und Gas ab, nach rund 1,39 Milliarden kWh im Vorjahr. Laut Geschäftsbericht trugen dazu höhere Stromlieferungen an Gewerbekunden und witterungsbedingt gestiegene Gasverbräuche der Haushalte bei. Die Zahl der Belieferungsverträge sank auf knapp 313.000 und lag damit gut 2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Absatzmenge der HKD ist darin nicht enthalten. Sie lieferte 334 Millionen kWh Strom und Gas nach 420 Millionen kWh im Vorjahr. Ihre Energiekunden waren 2025 noch überwiegend an bestehende Bezugsverträge gebunden und sollen perspektivisch in die Naturstrom-Belieferung überführt werden.

Mehr Flexibilität im Portfolio

Für das Liefergeschäft setzt Naturstrom unter anderem auf dynamische Tarife und einen Festpreistarif mit Preisgarantie bis Ende 2030. Im Berichtsjahr gehörte das Unternehmen zu den Gründern des Gemeinschaftsunternehmens „HandelGrün“, das künftig Batteriespeicher und andere flexible Anlagen dynamisch vermarkten soll. Zudem integrierte Naturstrom den Tarif „naturstrom smart“ in das Energiemanagementsystem des Solar-Start-ups „LumenHaus“. Damit will der Anbieter erproben, wie sich ein dynamischer Stromtarif mit der zentralen Steuerung von PV-Anlage, Wallbox und Wärmepumpe verbinden lässt. „Die notwendige Flexibilisierung des Stromsystems ist eine Herausforderung, eröffnet uns aber auch eine Vielzahl neuer Möglichkeiten“, erklärte Vorstandsvorsitzender Oliver Humme.

Zugleich erweiterte die Gruppe ihr Wind- und Solarportfolio. Die Leistung der Anlagen im Konzern stieg von 283,1 auf 324,9 MW. Ihre Stromeinspeisung erhöhte sich trotz eines schwachen Windjahres von 350,9 Millionen auf 378,1 Millionen kWh. „Der eigene Anlagenpool gibt uns die Möglichkeit, kurzfristig auf Chancen im Markt zu reagieren und zugleich abgesichert zu bleiben“, ergänzte Sophia Eltrop, Vorständin für Finanzen, IT und Personal.

Im Geschäftsfeld Urbanes Wohnen gewinnen neben Contracting-Projekten auch Beratungs- und Planungsleistungen an Bedeutung. Naturstrom bindet dafür die Mitte 2025 übernommene „EnergyEffizienz GmbH“ ein, ein bundesweit tätiges Beratungsunternehmen aus Lampertheim (Hessen). „Contracting-Projekte sind nach wie vor wichtig für uns“, erklärte Vorständin Kirsten Nölke. „Zugleich gewinnen in unserem Geschäftsfeld Urbanes Wohnen Machbarkeitsstudien und andere Planungsleistungen, die wir für Wohnungsgesellschaften erbringen, spürbar an Relevanz.“

Die Investitionen gingen von 45,0 Millionen auf 25,4 Millionen Euro zurück. Zugleich erhöhte sich das Eigenkapital von 118,9 Millionen auf 131,0 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote stieg von 27,1 auf 30,9 Prozent. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gruppe 625 Menschen. 2024 waren es noch 542. (ds)
 
Kennzahlen 2025 der Naturstrom -Gruppe
 20252024Veränderung in Prozent
Konzernumsatz (in Mio. Euro)533,2481,4+ 10,8
Betriebsergebnis (in Mio. Euro)27,122,3+ 21,2
Konzernjahresüberschuss (in Mio. Euro)13,410,8+ 24,1
Strom- und Gasabsatz ohne HKD
(in Mrd. kWh)
1,421,39+ 2,3
Wind- und Solarleistung im Konzern
(in MW)
324,9283,1+ 14,8
Investitionen (in Mio. Euro)25,445,0- 43,6
Eigenkapital (in Mio. Euro)131118,9+ 10,2
Quelle: Naturstrom AG

Donnerstag, 30.07.2026, 13:37 Uhr
Davina Spohn
Energie & Management > Bilanz - Liefergeschäft stärkt Naturstrom
Der Vorstand der Naturstrom AG stellte den Geschäftsbericht 2025 vor (v.l.): Sophia Eltrop, Oliver Hummel und Kirsten Nölke. Quelle: Naturstrom AG / M. Englert
Bilanz
Liefergeschäft stärkt Naturstrom
Die Naturstrom-Gruppe hat 2025 Umsatz und Gewinn gesteigert. Die neue Tochter HKD trieb den Umsatz, während das Liefergeschäft das Ergebnis stärkte.
Einen großen Teil des Umsatzanstiegs verdankte der Düsseldorfer Ökoenergieanbieter Naturstrom der erstmals in den Konzernabschluss einbezogenen Handelsgesellschaft für Kirche und Diakonie mbH (HKD). Die Kieler Gesellschaft, die kirchliche und soziale Einrichtungen mit Strom und Gas versorgt, steuerte 46,3 Millionen Euro zum Konzernumsatz bei. Im Vorjahr gehörte sie noch nicht zur Gruppe. Insgesamt erhöhte sich der Umsatz von 481,4 Millionen auf 533,2 Millionen Euro.

Auch die Ergebnisse legten zu, wie der Vorstand bei der Vorstellung der Zahlen am 30. Juli erklärte. So stieg das Betriebsergebnis von 22,3 Millionen auf 27,1 Millionen Euro. Vor Steuern erzielte die Gruppe 23,4 Millionen Euro nach 19,2 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich um rund 24 Prozent von 10,8 Millionen auf 13,4 Millionen Euro.

Wichtigste Ertragssäule blieb die Energiebelieferung. Die Liefergesellschaften der Gruppe setzten ohne HKD 1,42 Milliarden kWh Strom und Gas ab, nach rund 1,39 Milliarden kWh im Vorjahr. Laut Geschäftsbericht trugen dazu höhere Stromlieferungen an Gewerbekunden und witterungsbedingt gestiegene Gasverbräuche der Haushalte bei. Die Zahl der Belieferungsverträge sank auf knapp 313.000 und lag damit gut 2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Absatzmenge der HKD ist darin nicht enthalten. Sie lieferte 334 Millionen kWh Strom und Gas nach 420 Millionen kWh im Vorjahr. Ihre Energiekunden waren 2025 noch überwiegend an bestehende Bezugsverträge gebunden und sollen perspektivisch in die Naturstrom-Belieferung überführt werden.

Mehr Flexibilität im Portfolio

Für das Liefergeschäft setzt Naturstrom unter anderem auf dynamische Tarife und einen Festpreistarif mit Preisgarantie bis Ende 2030. Im Berichtsjahr gehörte das Unternehmen zu den Gründern des Gemeinschaftsunternehmens „HandelGrün“, das künftig Batteriespeicher und andere flexible Anlagen dynamisch vermarkten soll. Zudem integrierte Naturstrom den Tarif „naturstrom smart“ in das Energiemanagementsystem des Solar-Start-ups „LumenHaus“. Damit will der Anbieter erproben, wie sich ein dynamischer Stromtarif mit der zentralen Steuerung von PV-Anlage, Wallbox und Wärmepumpe verbinden lässt. „Die notwendige Flexibilisierung des Stromsystems ist eine Herausforderung, eröffnet uns aber auch eine Vielzahl neuer Möglichkeiten“, erklärte Vorstandsvorsitzender Oliver Humme.

Zugleich erweiterte die Gruppe ihr Wind- und Solarportfolio. Die Leistung der Anlagen im Konzern stieg von 283,1 auf 324,9 MW. Ihre Stromeinspeisung erhöhte sich trotz eines schwachen Windjahres von 350,9 Millionen auf 378,1 Millionen kWh. „Der eigene Anlagenpool gibt uns die Möglichkeit, kurzfristig auf Chancen im Markt zu reagieren und zugleich abgesichert zu bleiben“, ergänzte Sophia Eltrop, Vorständin für Finanzen, IT und Personal.

Im Geschäftsfeld Urbanes Wohnen gewinnen neben Contracting-Projekten auch Beratungs- und Planungsleistungen an Bedeutung. Naturstrom bindet dafür die Mitte 2025 übernommene „EnergyEffizienz GmbH“ ein, ein bundesweit tätiges Beratungsunternehmen aus Lampertheim (Hessen). „Contracting-Projekte sind nach wie vor wichtig für uns“, erklärte Vorständin Kirsten Nölke. „Zugleich gewinnen in unserem Geschäftsfeld Urbanes Wohnen Machbarkeitsstudien und andere Planungsleistungen, die wir für Wohnungsgesellschaften erbringen, spürbar an Relevanz.“

Die Investitionen gingen von 45,0 Millionen auf 25,4 Millionen Euro zurück. Zugleich erhöhte sich das Eigenkapital von 118,9 Millionen auf 131,0 Millionen Euro, die Eigenkapitalquote stieg von 27,1 auf 30,9 Prozent. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gruppe 625 Menschen. 2024 waren es noch 542. (ds)
 
Kennzahlen 2025 der Naturstrom -Gruppe
 20252024Veränderung in Prozent
Konzernumsatz (in Mio. Euro)533,2481,4+ 10,8
Betriebsergebnis (in Mio. Euro)27,122,3+ 21,2
Konzernjahresüberschuss (in Mio. Euro)13,410,8+ 24,1
Strom- und Gasabsatz ohne HKD
(in Mrd. kWh)
1,421,39+ 2,3
Wind- und Solarleistung im Konzern
(in MW)
324,9283,1+ 14,8
Investitionen (in Mio. Euro)25,445,0- 43,6
Eigenkapital (in Mio. Euro)131118,9+ 10,2
Quelle: Naturstrom AG

Donnerstag, 30.07.2026, 13:37 Uhr
Davina Spohn

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