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Energie & Management > Windkraft Offshore - In Cuxhaven kommen die Dinge ins Rollen
Verladung von Monopile-Fundamenten, die derzeit in der Nordsee vor Borkum installiert werden. Quelle: Orsted
Windkraft Offshore

In Cuxhaven kommen die Dinge ins Rollen

Die Bundesregierung hat zugesagt, sich am Hafenausbau in Cuxhaven zu beteiligen. Jetzt kommt Bewegung in die Sache. Auch die Windenergie-Branche begrüßt die Entwicklung.
Nachdem das Bundeskabinett Mitte vergangener Woche die Nationale Hafenstrategie beschlossen hatte, kam jetzt auch die Zusage an die Stadt Cuxhaven, Mittel für die Hafenerweiterung bereitzustellen. Damit könne die Sache ins Rollen kommen und könnten die Ausschreibungen gestartet werden, erklärte ein Sprecher der Kommune am 25. März.

Für die Erweiterung der Hafenkapazitäten, vor allem auch mit dem Ziel, die nötigen Flächen für den Umschlag von Windenergiekomponenten zu schaffen, gibt es bereits einen Planfeststellungsbeschluss. Dieser verfällt aber, wenn nicht bis Mai mit dem Bau begonnen wird.

Der Bund hatte seine Nationale Hafenstrategie beschlossen, um die deutschen Häfen fit für die Zukunft zu machen. Für Cuxhaven will er ein Drittel der Kosten von der 300 Millionen Euro für die Schaffung von drei neuen Liegeplätzen übernehmen.

Die Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven wertete die Zusage als „bedeutendes Signal“ für die Energiewende in Deutschland. Der dringend benötigte Hafenausbau könne nun in die Umsetzung gehen, sagte dessen Vorsitzender Michael de Reese der Deutschen Presse-Agentur. Das Land Niedersachsen und die Hafenwirtschaft haben ebenfalls je 100 Millionen Euro für die rund 30 Hektar große Fläche eingeplant.

Windkraft-Branche: Weitere Projekte vorantreiben

Auch die Interessenverbände der Windenergie-Branche zeigten sich zufrieden. Von einer sehr guten Nachricht sprach der Geschäftsführer des Bundesverbandes Windenergie Offshore (BWO), Stefan Thimm. „Nun gilt es, neben Cuxhaven weitere konkrete Ausbauprojekte deutscher Seehäfen für die Energiewende voranzutreiben und ebenfalls finanziell abzusichern. Es ist dabei sinnvoll, die Offshore-Wind-Ausbauziele in der Nord- und Ostsee mit einer europäischen Hafenstrategie zu unterlegen“, erklärte Thimm.

Die Kapazitäten der Seehäfen für Offshore-Windprojekte würden in wenigen Jahren knapp. Sie an den Zielen der Energiewende auszurichten, senke das Umsetzungsrisiko für Offshore-Wind-Entwickler und sei eine große Chance für die Küstenregionen. „Das zeigen die Beispiele Esbjerg und Eemshaven. Diese Häfen haben in den letzten Jahren den Ausbau der Offshore-Windenergie in der deutschen Nordsee maßgeblich vorangetrieben und dabei von zahlreichen Ansiedlungen profitiert“, so der BWO-Geschäftsführer mit Blick auf den dänischen und den niederländischen Nordsee-Hafen.

Auch bei anderen Standorten ins Handeln kommen

Der Ausbau der schwerlastfähigen Infrastruktur in den Seehäfen sei von „elementarer Bedeutung für das Erreichen der Ausbauziele für die Windenergie auf See“, die andernfalls zu scheitern drohe, hieß es dazu von der Stiftung Offshore-Windenergie. „Über die heutige Einigung darf nicht vergessen werden, dass dies allenfalls als ein – wenngleich bedeutender – erster Schritt gesehen werden kann“, sagte Stiftungs-Geschäftsführerin Karina Würtz. Die 30 Hektar schwerlastfähige Fläche, die nun entstehen, würden nicht im Ansatz ausreichen, den energiewendebedingten zusätzlichen Flächenbedarf in den deutschen Seehäfen zu befriedigen.

Die Stiftung kommt in einer aktuellen Analyse auf bis zu 200 Hektar an zusätzlich erforderlicher schwerlastfähiger Fläche allein für den Neubau von Offshore-Windparks. Würtz: „Angesichts der langen Genehmigungsdauern und Bauzeiten für den Hafenausbau müssen wir auch für andere relevante Hafenstandorte sofort vom Reden ins Handeln kommen.“

Montag, 25.03.2024, 16:19 Uhr
Gnter Drewnitzky
Energie & Management > Windkraft Offshore - In Cuxhaven kommen die Dinge ins Rollen
Verladung von Monopile-Fundamenten, die derzeit in der Nordsee vor Borkum installiert werden. Quelle: Orsted
Windkraft Offshore
In Cuxhaven kommen die Dinge ins Rollen
Die Bundesregierung hat zugesagt, sich am Hafenausbau in Cuxhaven zu beteiligen. Jetzt kommt Bewegung in die Sache. Auch die Windenergie-Branche begrüßt die Entwicklung.
Nachdem das Bundeskabinett Mitte vergangener Woche die Nationale Hafenstrategie beschlossen hatte, kam jetzt auch die Zusage an die Stadt Cuxhaven, Mittel für die Hafenerweiterung bereitzustellen. Damit könne die Sache ins Rollen kommen und könnten die Ausschreibungen gestartet werden, erklärte ein Sprecher der Kommune am 25. März.

Für die Erweiterung der Hafenkapazitäten, vor allem auch mit dem Ziel, die nötigen Flächen für den Umschlag von Windenergiekomponenten zu schaffen, gibt es bereits einen Planfeststellungsbeschluss. Dieser verfällt aber, wenn nicht bis Mai mit dem Bau begonnen wird.

Der Bund hatte seine Nationale Hafenstrategie beschlossen, um die deutschen Häfen fit für die Zukunft zu machen. Für Cuxhaven will er ein Drittel der Kosten von der 300 Millionen Euro für die Schaffung von drei neuen Liegeplätzen übernehmen.

Die Hafenwirtschaftsgemeinschaft Cuxhaven wertete die Zusage als „bedeutendes Signal“ für die Energiewende in Deutschland. Der dringend benötigte Hafenausbau könne nun in die Umsetzung gehen, sagte dessen Vorsitzender Michael de Reese der Deutschen Presse-Agentur. Das Land Niedersachsen und die Hafenwirtschaft haben ebenfalls je 100 Millionen Euro für die rund 30 Hektar große Fläche eingeplant.

Windkraft-Branche: Weitere Projekte vorantreiben

Auch die Interessenverbände der Windenergie-Branche zeigten sich zufrieden. Von einer sehr guten Nachricht sprach der Geschäftsführer des Bundesverbandes Windenergie Offshore (BWO), Stefan Thimm. „Nun gilt es, neben Cuxhaven weitere konkrete Ausbauprojekte deutscher Seehäfen für die Energiewende voranzutreiben und ebenfalls finanziell abzusichern. Es ist dabei sinnvoll, die Offshore-Wind-Ausbauziele in der Nord- und Ostsee mit einer europäischen Hafenstrategie zu unterlegen“, erklärte Thimm.

Die Kapazitäten der Seehäfen für Offshore-Windprojekte würden in wenigen Jahren knapp. Sie an den Zielen der Energiewende auszurichten, senke das Umsetzungsrisiko für Offshore-Wind-Entwickler und sei eine große Chance für die Küstenregionen. „Das zeigen die Beispiele Esbjerg und Eemshaven. Diese Häfen haben in den letzten Jahren den Ausbau der Offshore-Windenergie in der deutschen Nordsee maßgeblich vorangetrieben und dabei von zahlreichen Ansiedlungen profitiert“, so der BWO-Geschäftsführer mit Blick auf den dänischen und den niederländischen Nordsee-Hafen.

Auch bei anderen Standorten ins Handeln kommen

Der Ausbau der schwerlastfähigen Infrastruktur in den Seehäfen sei von „elementarer Bedeutung für das Erreichen der Ausbauziele für die Windenergie auf See“, die andernfalls zu scheitern drohe, hieß es dazu von der Stiftung Offshore-Windenergie. „Über die heutige Einigung darf nicht vergessen werden, dass dies allenfalls als ein – wenngleich bedeutender – erster Schritt gesehen werden kann“, sagte Stiftungs-Geschäftsführerin Karina Würtz. Die 30 Hektar schwerlastfähige Fläche, die nun entstehen, würden nicht im Ansatz ausreichen, den energiewendebedingten zusätzlichen Flächenbedarf in den deutschen Seehäfen zu befriedigen.

Die Stiftung kommt in einer aktuellen Analyse auf bis zu 200 Hektar an zusätzlich erforderlicher schwerlastfähiger Fläche allein für den Neubau von Offshore-Windparks. Würtz: „Angesichts der langen Genehmigungsdauern und Bauzeiten für den Hafenausbau müssen wir auch für andere relevante Hafenstandorte sofort vom Reden ins Handeln kommen.“

Montag, 25.03.2024, 16:19 Uhr
Gnter Drewnitzky

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