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Energie & Management > Wasserstoff - Grenzleitung für Wasserstoff geplant
Deutsch-niederländisches Konsortium für Wasserstoffinfrastruktur in Twente. Quelle: Thyssengas
Wasserstoff

Grenzleitung für Wasserstoff geplant

Thyssengas und Cogas vereinbaren in Nordhorn ein T-Stück zur Anbindung der Region Twente an das deutsche Wasserstoff-Kernnetz, um Industriekunden frühzeitig zu versorgen.
Der Dortmunder Fernleitungsnetzbetreiber Thyssengas und der niederländische Verteilnetzbetreiber Cogas haben eine grenzüberschreitende Kooperation zum Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur vereinbart. Laut Thyssengas unterzeichnete Cogas einen Vertrag für ein T-Stück, das an die geplante Wasserstoffleitung zwischen Vlieghuis und Ochtrup angeschlossen werden soll. Damit entsteht erstmals eine Verbindungsoption zwischen einem deutschen Fernleitungsnetzbetreiber und einem niederländischen Verteilnetzbetreiber.

Das T-Stück soll ab 2027 nahe Nordhorn errichtet werden und als Verbindung zu einer bestehenden Erdgasleitung von Cogas dienen. Diese Leitung verläuft von der deutsch-niederländischen Grenze bis in die niederländische Provinz Overijssel und soll künftig für den Transport von Wasserstoff umgestellt werden. Über diese Infrastruktur soll die Region Twente Zugang zum Wasserstoffnetz erhalten, um insbesondere Industrieunternehmen in Enschede, Hengelo und Almelo zu versorgen.

13 Partner in Kooperation

Über die konkrete Infrastruktur hinaus haben insgesamt 13 Partner aus Deutschland und den Niederlanden eine weitergehende Vereinbarung unterzeichnet. Dazu zählen Kommunen aus der Region Twente, Wirtschaftsfördergesellschaften sowie Institutionen wie die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen. Ziel ist laut den Beteiligten der Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft sowie eine stärkere länderübergreifende Zusammenarbeit.

Die Unterzeichnung fand im Twente Safety Campus in Enschede statt. Dort entsteht derzeit unter dem Namen „HyField“ ein Test- und Ausbildungsstandort für Wasserstofftechnologien, der im Sommer 2026 den Betrieb aufnehmen soll. Nach Angaben der Projektpartner soll die Einrichtung Unternehmen und Fachkräfte bei der Einführung von Wasserstoffanwendungen unterstützen.
 
 
Die Wasserstoffverbindung

Nach Angaben von Thyssengas ist die Leitung Vlieghuis–Ochtrup Teil des geplanten deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Die rund 53 Kilometer lange Verbindung soll bis Ende 2027 in Betrieb gehen. Derzeit laufen Bauarbeiten zur Umstellung einer bestehenden Erdgasleitung auf den Transport von Wasserstoff. Gleichzeitig ist die Leitung Bestandteil der Initiative GET H2, die den Aufbau einer überregionalen Wasserstoffinfrastruktur verfolgt.

Thyssengas-CEO Stefanie Kesting erklärte laut Unternehmen, dass grenzüberschreitende Partnerschaften entscheidend für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft seien. Cogas-CEO Gerald de Haan betonte, Wasserstoff werde neben erneuerbarem Strom eine wichtige Rolle im Energiesystem übernehmen und zur Versorgungssicherheit beitragen.

Die Nähe der geplanten Leitung zur Grenze ermöglicht nach Unternehmensangaben eine vergleichsweise kurze Anbindung. So soll die Verbindung zwischen dem T-Stück und der bestehenden Cogas-Leitung über eine rund 300 Meter lange Strecke realisiert werden. Dies könne dazu beitragen, den erwarteten Wasserstoffbedarf in der Region Twente frühzeitig zu decken.

Thyssengas mit Hauptsitz in Dortmund betreibt ein rund 4.400 Kilometer langes Gasnetz in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen und gehört zu den deutschen Fernleitungsnetzbetreibern. Das Unternehmen treibt laut eigenen Angaben den Umbau seiner Infrastruktur für den Transport von Wasserstoff voran. Cogas ist ein regionaler Verteilnetzbetreiber in den Niederlanden, der vor allem in der Region Twente tätig ist.

Freitag, 27.03.2026, 11:10 Uhr
Susanne Harmsen
Energie & Management > Wasserstoff - Grenzleitung für Wasserstoff geplant
Deutsch-niederländisches Konsortium für Wasserstoffinfrastruktur in Twente. Quelle: Thyssengas
Wasserstoff
Grenzleitung für Wasserstoff geplant
Thyssengas und Cogas vereinbaren in Nordhorn ein T-Stück zur Anbindung der Region Twente an das deutsche Wasserstoff-Kernnetz, um Industriekunden frühzeitig zu versorgen.
Der Dortmunder Fernleitungsnetzbetreiber Thyssengas und der niederländische Verteilnetzbetreiber Cogas haben eine grenzüberschreitende Kooperation zum Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur vereinbart. Laut Thyssengas unterzeichnete Cogas einen Vertrag für ein T-Stück, das an die geplante Wasserstoffleitung zwischen Vlieghuis und Ochtrup angeschlossen werden soll. Damit entsteht erstmals eine Verbindungsoption zwischen einem deutschen Fernleitungsnetzbetreiber und einem niederländischen Verteilnetzbetreiber.

Das T-Stück soll ab 2027 nahe Nordhorn errichtet werden und als Verbindung zu einer bestehenden Erdgasleitung von Cogas dienen. Diese Leitung verläuft von der deutsch-niederländischen Grenze bis in die niederländische Provinz Overijssel und soll künftig für den Transport von Wasserstoff umgestellt werden. Über diese Infrastruktur soll die Region Twente Zugang zum Wasserstoffnetz erhalten, um insbesondere Industrieunternehmen in Enschede, Hengelo und Almelo zu versorgen.

13 Partner in Kooperation

Über die konkrete Infrastruktur hinaus haben insgesamt 13 Partner aus Deutschland und den Niederlanden eine weitergehende Vereinbarung unterzeichnet. Dazu zählen Kommunen aus der Region Twente, Wirtschaftsfördergesellschaften sowie Institutionen wie die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen. Ziel ist laut den Beteiligten der Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft sowie eine stärkere länderübergreifende Zusammenarbeit.

Die Unterzeichnung fand im Twente Safety Campus in Enschede statt. Dort entsteht derzeit unter dem Namen „HyField“ ein Test- und Ausbildungsstandort für Wasserstofftechnologien, der im Sommer 2026 den Betrieb aufnehmen soll. Nach Angaben der Projektpartner soll die Einrichtung Unternehmen und Fachkräfte bei der Einführung von Wasserstoffanwendungen unterstützen.
 
 
Die Wasserstoffverbindung

Nach Angaben von Thyssengas ist die Leitung Vlieghuis–Ochtrup Teil des geplanten deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Die rund 53 Kilometer lange Verbindung soll bis Ende 2027 in Betrieb gehen. Derzeit laufen Bauarbeiten zur Umstellung einer bestehenden Erdgasleitung auf den Transport von Wasserstoff. Gleichzeitig ist die Leitung Bestandteil der Initiative GET H2, die den Aufbau einer überregionalen Wasserstoffinfrastruktur verfolgt.

Thyssengas-CEO Stefanie Kesting erklärte laut Unternehmen, dass grenzüberschreitende Partnerschaften entscheidend für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft seien. Cogas-CEO Gerald de Haan betonte, Wasserstoff werde neben erneuerbarem Strom eine wichtige Rolle im Energiesystem übernehmen und zur Versorgungssicherheit beitragen.

Die Nähe der geplanten Leitung zur Grenze ermöglicht nach Unternehmensangaben eine vergleichsweise kurze Anbindung. So soll die Verbindung zwischen dem T-Stück und der bestehenden Cogas-Leitung über eine rund 300 Meter lange Strecke realisiert werden. Dies könne dazu beitragen, den erwarteten Wasserstoffbedarf in der Region Twente frühzeitig zu decken.

Thyssengas mit Hauptsitz in Dortmund betreibt ein rund 4.400 Kilometer langes Gasnetz in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen und gehört zu den deutschen Fernleitungsnetzbetreibern. Das Unternehmen treibt laut eigenen Angaben den Umbau seiner Infrastruktur für den Transport von Wasserstoff voran. Cogas ist ein regionaler Verteilnetzbetreiber in den Niederlanden, der vor allem in der Region Twente tätig ist.

Freitag, 27.03.2026, 11:10 Uhr
Susanne Harmsen

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