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Energie & Management > Regenerative - Erlöse von Wind- und Solarstrom driften weiter auseinander
Quelle: Fotolia / vencav
Regenerative

Erlöse von Wind- und Solarstrom driften weiter auseinander

Von der leichten Erholung der Strom-Spotpreise im Mai haben die Betreiber von Windkraftanlagen profitiert. Dagegen ging der PV-Marktwert weiter zurück.
Im Einklang mit einem leicht höheren Preisniveau bei der Day-ahead-Stromauktion der Börse Epex Spot haben sich die tatsächlichen Erlöse geförderten Windstroms im Mai etwas erholt. Aus Zahlen, die die deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) am 10. Juni veröffentlichten, geht hervor, dass die Photovoltaik davon nicht profitiert hat, im Gegenteil: Ihr Marktwert sank weiter.

Den Zahlen zufolge machte Windstrom vom Land im Mai gegenüber April einen Sprung nach oben von 4,8 auf 5,61 Ct/kWh und nahm damit der Offshore-Windkraft die Preisführung unter den gemessenen Technologien ab. Windstrom von der See erholte sich von höherem Niveau aus wesentlich geringer von 5,29 auf 5,58 Ct/kWh.

Der durchschnittliche Graustrom-Spotpreis war zeitgleich von 6,27 auf 6,72 Ct/kWh gestiegen. Geförderter Ökostrom aus Anlagen, die so klein sind, dass ihre Betreiber nicht direktvermarkten müssen, nämlich bis zu 100 kW, wird in der Day-ahead-Auktion der Epex Spot von den deutschen ÜNB pflichtvermarktet.

Die Marktwerte von Windstrom nehmen in diesem Jahr bisher eine uneinheitliche Entwicklung. Dagegen gibt es für Solarstrom zeitgleich nur eine Richtung: steil und annähernd linear nach unten. Erbrachte geförderte PV im Januar noch 7,54 Ct/kWh, waren es im Mai nur noch 3,16 Ct/kWh. Im April war PV-Strom erstmals seit Jahren wieder unter 4 Ct/kWh gerutscht (wir berichteten).

Der Absturz ist mit der Selbstkannibalisierung von PV-Strom im Zuge des Zubaus zu erklären, indem mehr Anlagen gleichzeitig mit einer Spitze am Mittag einspeisen und die entsprechenden Stundenpreise verderben.
 

Auch im Mai hat es − wie im April − mindestens einmal mindestens sechs Stunden in Folge negative Strom-Stundenpreise gegeben. Im Februar und März war bei vier Stunden Schluss.

Die Zeitreihen der Monatsmarktwerte von Januar 2011 bis Mai 2024 stehen auf einer Transparenzseite der ÜNB zur Verfügung.

Dienstag, 11.06.2024, 10:58 Uhr
Georg Eble
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Quelle: Fotolia / vencav
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Erlöse von Wind- und Solarstrom driften weiter auseinander
Von der leichten Erholung der Strom-Spotpreise im Mai haben die Betreiber von Windkraftanlagen profitiert. Dagegen ging der PV-Marktwert weiter zurück.
Im Einklang mit einem leicht höheren Preisniveau bei der Day-ahead-Stromauktion der Börse Epex Spot haben sich die tatsächlichen Erlöse geförderten Windstroms im Mai etwas erholt. Aus Zahlen, die die deutschen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) am 10. Juni veröffentlichten, geht hervor, dass die Photovoltaik davon nicht profitiert hat, im Gegenteil: Ihr Marktwert sank weiter.

Den Zahlen zufolge machte Windstrom vom Land im Mai gegenüber April einen Sprung nach oben von 4,8 auf 5,61 Ct/kWh und nahm damit der Offshore-Windkraft die Preisführung unter den gemessenen Technologien ab. Windstrom von der See erholte sich von höherem Niveau aus wesentlich geringer von 5,29 auf 5,58 Ct/kWh.

Der durchschnittliche Graustrom-Spotpreis war zeitgleich von 6,27 auf 6,72 Ct/kWh gestiegen. Geförderter Ökostrom aus Anlagen, die so klein sind, dass ihre Betreiber nicht direktvermarkten müssen, nämlich bis zu 100 kW, wird in der Day-ahead-Auktion der Epex Spot von den deutschen ÜNB pflichtvermarktet.

Die Marktwerte von Windstrom nehmen in diesem Jahr bisher eine uneinheitliche Entwicklung. Dagegen gibt es für Solarstrom zeitgleich nur eine Richtung: steil und annähernd linear nach unten. Erbrachte geförderte PV im Januar noch 7,54 Ct/kWh, waren es im Mai nur noch 3,16 Ct/kWh. Im April war PV-Strom erstmals seit Jahren wieder unter 4 Ct/kWh gerutscht (wir berichteten).

Der Absturz ist mit der Selbstkannibalisierung von PV-Strom im Zuge des Zubaus zu erklären, indem mehr Anlagen gleichzeitig mit einer Spitze am Mittag einspeisen und die entsprechenden Stundenpreise verderben.
 

Auch im Mai hat es − wie im April − mindestens einmal mindestens sechs Stunden in Folge negative Strom-Stundenpreise gegeben. Im Februar und März war bei vier Stunden Schluss.

Die Zeitreihen der Monatsmarktwerte von Januar 2011 bis Mai 2024 stehen auf einer Transparenzseite der ÜNB zur Verfügung.

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