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Energiekosten bleiben das drängendste Thema im Mittelstand. Gleichzeitig planen viele Unternehmen flexiblere Beschaffungsmodelle und investieren in Batteriespeicher.
Energiekosten sind für mittelständische Unternehmen die wichtigste wirtschaftliche Herausforderung. Dynamische Tarife wären dabei für viele eine Option. Das zeigt die Marktstudie „Energie-Monitor Mittelstand 2026“ des Energieversorgers Trawa.
Für die Studie wurden im Februar 2026 insgesamt 304 Entscheider aus mittelständischen Unternehmen mit 50 bis 1.000 Beschäftigten befragt. Berücksichtigt wurden Unternehmen aus energieintensiven Branchen wie Produktion, Logistik, Großhandel, Bauwirtschaft und Hotellerie.
Im Ranking der größten Herausforderungen für den deutschen Mittelstand liegen die Energiekosten mit Abstand auf Platz eins. 34
Prozent der Befragten bewerten sie als wichtigste Herausforderung. Dahinter folgen Fachkräftemangel, steigende Lohnkosten sowie regulatorische Anforderungen. Rund zwei Drittel der Unternehmen gaben darüber hinaus an, eine erneute Energiekrise wie im Jahr 2022 zu befürchten.
Kostenoptimierung wichtigBei der Strombeschaffung steht die Kostenoptimierung im Vordergrund. Für 55
Prozent der Unternehmen ist die Ausschöpfung von Einsparpotenzialen ein sehr wichtiges Kriterium. Ebenfalls relevant sind die Möglichkeit, Preisvorteile wahrnehmen zu können sowie der Bezug von Strom mit Nachhaltigkeitsmerkmalen. Die regionale Herkunft des Stroms spielt dagegen eine geringere Rolle.
Die Studie zeigt zudem einen Trend zu flexibleren Beschaffungsmodellen. Während derzeit noch 75
Prozent der Unternehmen Strom ausschließlich zum Festpreis beziehen, planen viele Befragte künftig dynamischere Modelle. Insgesamt wollen 69
Prozent der energieintensiven Mittelständler künftig ganz oder teilweise auf dynamische Strombeschaffung setzen. Der Anteil rein dynamischer Modelle bleibt allerdings begrenzt. Die meisten Unternehmen bevorzugen hybride Ansätze mit festen und variablen Preisbestandteilen.
Gegen dynamische Tarife spricht bei denjenigen Unternehmen, die bei fixen Preisen bleiben, in erster Linie die mangelnde Planbarkeit und das befürchtete Risiko hoher Kosten (78
Prozent). Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen gab darüber hinaus an, bislang kein Angebot für den Umstieg auf dynamische oder teil-dynamische Modelle mit flexiblen Anteilen bei der Strombeschaffung erhalten zu haben.
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Ein großer Teil der mittelständischen Unternehmen interessiert sich für dynamische Preismodelle bei der Strombeschaffung (zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken) Quelle: Trawa |
Schlechte Noten für staatliche EntlastungsinstrumenteAuch Batteriespeicher gewinnen an Bedeutung. Bereits 25
Prozent der befragten Unternehmen nutzen Batteriespeicher. Weitere 45
Prozent planen deren Einsatz. Damit beschäftigen sich insgesamt 70
Prozent der Unternehmen mit dieser Technologie oder setzen sie bereits ein. Als wichtigste Anwendungsfelder nennt die Studie die Senkung von Lastspitzen, die Nutzung variabler Strompreise und die Optimierung des Eigenverbrauchs.
Skeptischer fällt die Bewertung staatlicher Entlastungsinstrumente aus. Weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen gab an, auf der Liste der besonders energieintensiven Unternehmen nach den Kriterien der Europäischen Union zu stehen und damit grundsätzlich von den geplanten Entlastungen beim Industriestrompreis profitieren zu können. 46
Prozent verneinten dies, weitere 13
Prozent konnten keine Angabe machen. 81
Prozent der befragten Förderberechtigten finden darüber hinaus den bürokratischen Aufwand für die Beantragung von Entlastungen zu hoch, 76
Prozent bewerten die potenzielle wirtschaftliche Entlastung als zu gering.
Mittwoch, 17.06.2026, 10:57 Uhr
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