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Energie & Management > Bilanz - Energiebörse EEX wächst weiter
Quelle: Shutterstock
Bilanz

Energiebörse EEX wächst weiter

Die EEX Group steigerte im vergangenen Jahr weiter Erlöse und Ebit. Treiber waren höhere Handelsvolumina bei Strom und Erdgas sowie wachsende Aktivitäten in internationalen Märkten.
Die EEX Group hat im vergangenen Jahr erneut ein Rekordergebnis bei ihren Finanzkennzahlen erzielt. Die Gesamterlöse wuchsen laut Unternehmensangaben gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent auf 737 Millionen Euro (2024: 670 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) der Börsengruppe wurde um 17 Prozent auf 394 Millionen Euro (2024: 337 Millionen Euro) gesteigert.

Diese Entwicklung sei insbesondere auf die stark gestiegenen Handelsvolumina in den umsatzstärksten Geschäftsbereichen Strom und Erdgas zurückzuführen, heißt es von der EEX bei der Vorlage der Geschäftszahlen 2025. CEO Peter Reitz: „Wir konnten unser Volumen in bereits etablierten Märkten steigern und gleichzeitig die Liquidität in neuen und sich entwickelnden Märkten ausbauen, wie etwa im Stromhandel in Japan und in Nordeuropa.“

Die Volumina an den Stromhandelsmärkten der Gruppe stiegen 2025 um insgesamt neun Prozent auf über 13.000 Terawattstunden (TWh), wobei an allen Handelsmärkten in Europa, Nordamerika und Japan deutliche Zuwächse erzielt wurden. Die EEX Group festigte damit ihre Position als weltweit größte Stromhandelsplattform.

Die Zuwächse resultierten in einer deutlichen Erlössteigerung an den europäischen Strom-Spotmärkten der Epex Spot (106 Millionen Euro, +4 Prozent) und den europäischen Strom-Terminmärkten (211 Millionen Euro, +9 Prozent). Der Handel an der Nodal Exchange trug 46 Millionen Euro zu den Gesamterlösen bei (+11 Prozent).

Auch im Geschäftsfeld Erdgas konnten die Handelsvolumen deutlich ausgebaut werden, insbesondere an den europäischen Spot- (+18 Prozent) und Terminmärkten (+30 Prozent). Die Erlöse aus den europäischen Gas-Spotmärkten stiegen um 26 Prozent auf 89 Millionen Euro, während die Erlöse aus den Gas-Terminmärkten 38 Millionen Euro (+24 Prozent) beisteuerten. 

Reitz wies darauf hin, dass die EEX-Gruppe über die Jahre hinweg ihr Geschäft immer stärker diversifiziert und damit ihre Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselmärkten reduziert habe. Das Börsengeschäft sei überdies sehr gut skalierbar, da einmal getätigte Investitionen auf eine wachsende Zahl von Börsenteilnehmern entfielen. Dadurch wachse mit zunehmender Teilnehmerzahl die Profitabilität.

Positives kann der CEO auch dem aktuell verstärkten Auftreten negativer Preise im Zusammenhang mit dem Ausbau der Solarenergie abgewinnen. Das Preissignal biete einen Anreiz für Stromverbraucher, in Flexibilität zu investieren. Solche Flexibilitäten nutzen etwa Batteriespeicher für ihr Geschäftsmodell, die derzeit einen Boom erleben.

Die Speicherbetreiber seien eine neue Teilnehmergruppe an der Börse mit spezifischen Bedürfnissen. Durch die Speicher könne die Anzahl negativer Preise vermindert werden. Allerdings hänge dies auch davon ab, wie schnell der Ausbau der Solarenergie voranschreite.

Zu den Auswirkungen des Irankriegs auf das Börsengeschäft sagte Reitz, dies beträfen vor allem das Öl und das Gasgeschäft, während die Strompreise relativ stabil geblieben seien. Man sei als Börse in der glücklichen Lage, keine Prognosen abgeben zu müssen, sondern könne auf die Einschätzungen der Marktteilnehmer verweisen. 

Überlegungen einer Aufspaltung der deutschen Strompreiszone erteilte Reitz erneut eine Absage. An der Börse seien Absicherungsgeschäfte mit zehn Jahren Laufzeit möglich. Dieses Geschäft würde einbrechen, wenn die Marktteilnehmer nicht darauf vertrauen könnten, dass die Preiszonen Bestand hätten.
 

Mittwoch, 29.04.2026, 15:06 Uhr
Claus-Detlef Grossmann
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Energiebörse EEX wächst weiter
Die EEX Group steigerte im vergangenen Jahr weiter Erlöse und Ebit. Treiber waren höhere Handelsvolumina bei Strom und Erdgas sowie wachsende Aktivitäten in internationalen Märkten.
Die EEX Group hat im vergangenen Jahr erneut ein Rekordergebnis bei ihren Finanzkennzahlen erzielt. Die Gesamterlöse wuchsen laut Unternehmensangaben gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent auf 737 Millionen Euro (2024: 670 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) der Börsengruppe wurde um 17 Prozent auf 394 Millionen Euro (2024: 337 Millionen Euro) gesteigert.

Diese Entwicklung sei insbesondere auf die stark gestiegenen Handelsvolumina in den umsatzstärksten Geschäftsbereichen Strom und Erdgas zurückzuführen, heißt es von der EEX bei der Vorlage der Geschäftszahlen 2025. CEO Peter Reitz: „Wir konnten unser Volumen in bereits etablierten Märkten steigern und gleichzeitig die Liquidität in neuen und sich entwickelnden Märkten ausbauen, wie etwa im Stromhandel in Japan und in Nordeuropa.“

Die Volumina an den Stromhandelsmärkten der Gruppe stiegen 2025 um insgesamt neun Prozent auf über 13.000 Terawattstunden (TWh), wobei an allen Handelsmärkten in Europa, Nordamerika und Japan deutliche Zuwächse erzielt wurden. Die EEX Group festigte damit ihre Position als weltweit größte Stromhandelsplattform.

Die Zuwächse resultierten in einer deutlichen Erlössteigerung an den europäischen Strom-Spotmärkten der Epex Spot (106 Millionen Euro, +4 Prozent) und den europäischen Strom-Terminmärkten (211 Millionen Euro, +9 Prozent). Der Handel an der Nodal Exchange trug 46 Millionen Euro zu den Gesamterlösen bei (+11 Prozent).

Auch im Geschäftsfeld Erdgas konnten die Handelsvolumen deutlich ausgebaut werden, insbesondere an den europäischen Spot- (+18 Prozent) und Terminmärkten (+30 Prozent). Die Erlöse aus den europäischen Gas-Spotmärkten stiegen um 26 Prozent auf 89 Millionen Euro, während die Erlöse aus den Gas-Terminmärkten 38 Millionen Euro (+24 Prozent) beisteuerten. 

Reitz wies darauf hin, dass die EEX-Gruppe über die Jahre hinweg ihr Geschäft immer stärker diversifiziert und damit ihre Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselmärkten reduziert habe. Das Börsengeschäft sei überdies sehr gut skalierbar, da einmal getätigte Investitionen auf eine wachsende Zahl von Börsenteilnehmern entfielen. Dadurch wachse mit zunehmender Teilnehmerzahl die Profitabilität.

Positives kann der CEO auch dem aktuell verstärkten Auftreten negativer Preise im Zusammenhang mit dem Ausbau der Solarenergie abgewinnen. Das Preissignal biete einen Anreiz für Stromverbraucher, in Flexibilität zu investieren. Solche Flexibilitäten nutzen etwa Batteriespeicher für ihr Geschäftsmodell, die derzeit einen Boom erleben.

Die Speicherbetreiber seien eine neue Teilnehmergruppe an der Börse mit spezifischen Bedürfnissen. Durch die Speicher könne die Anzahl negativer Preise vermindert werden. Allerdings hänge dies auch davon ab, wie schnell der Ausbau der Solarenergie voranschreite.

Zu den Auswirkungen des Irankriegs auf das Börsengeschäft sagte Reitz, dies beträfen vor allem das Öl und das Gasgeschäft, während die Strompreise relativ stabil geblieben seien. Man sei als Börse in der glücklichen Lage, keine Prognosen abgeben zu müssen, sondern könne auf die Einschätzungen der Marktteilnehmer verweisen. 

Überlegungen einer Aufspaltung der deutschen Strompreiszone erteilte Reitz erneut eine Absage. An der Börse seien Absicherungsgeschäfte mit zehn Jahren Laufzeit möglich. Dieses Geschäft würde einbrechen, wenn die Marktteilnehmer nicht darauf vertrauen könnten, dass die Preiszonen Bestand hätten.
 

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Claus-Detlef Grossmann

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