Quelle: DKV Mobility
Kunden von DKV Mobility können ab sofort Ladebordsteine des Herstellers Rheinmetall in ihre Ladelösung integrieren.
Der DKV Mobility hat mit Rheinmetall eine Partnerschaft geschlossen, um Unternehmenskunden des Mobilitätsdienstleisters den Zugang zu Ladebordsteinen zu ermöglichen. Durch die Kooperation werde die Technologie „erstmals breiter nutzbar“, heißt es in einer Mitteilung. Sofern die baulichen Voraussetzungen gegeben seien, könnten Unternehmen die Ladebordsteine, etwa auf ihren Parkflächen, einsetzen und „vollständig in das bestehende Ladeökosystem von DKV Mobility einbinden“, heißt es weiter.
„Gerade für Unternehmensstandorte, an denen klassische Ladesäulen nur eingeschränkt einsetzbar sind, eröffnet der Ladebordstein zusätzliche Möglichkeiten“, sagt Sven Mehringer, Managing Director bei DKV Mobility. Laut Berthold Franz, CEO der Division Power Systems bei Rheinmetall, hat der Hersteller an seinen eigenen Standorten die Ladebordsteine bereits erfolgreich an das Backend von DKV Mobility angebunden. Von dieser Erfahrung können nun andere Unternehmen profitieren.
DKV Mobility sieht sich als Full-Service-Dienstleister, der seinen Kunden Komplettpakete von der Hardware, über die Installation eines Ladepunkts bis zur Abrechnung anbietet. Gleichzeitig verspricht er eine europaweite Versorgung an mehr als 1 Million öffentlich zugänglichen Ladepunkten und die Möglichkeit, jederzeit auf jeden Punkt im DKV-Mobility-Netzwerk zugreifen zu können.
Nach gut einem Jahr hatten im Mai 2025 die Stadt Köln, der Ladeinfrastrukturbetreiber Tank E und Rheinmetall die gemeinsame Felderprobung von insgesamt vier Ladebordsteinen im öffentlichen Straßenraum abgeschlossen. Eine begleitende Fallstudie zog damals eine den Beteiligten zufolge positive Bilanz.
Mit mehr als 2.800 Ladevorgängen – durchschnittlich mehr als zwei pro Tag und Ladepunkt – und einer technischen Verfügbarkeit von über 99 Prozent habe sich der Ladebordstein bei jeder Witterung nicht nur als zuverlässig erwiesen, sondern sei auch regelmäßig nachgefragt worden. Mit dem Abschluss des Pilotprojekts wurden die vier Ladepunkte, die mittlerweile als Serienprodukt erhältlich waren, in den Regelbetrieb überführt.
Ladebordsteine bereits in Köln, Düsseldorf und Bad Homburg im Einsatz
Auch die Stadtwerke Düsseldorf testeten die Ladetechnik. Deren Fazit im August 2025, nach 60 Tagen Erprobung: „klein, aber oho“. Die Erfahrungen mit den neuen öffentlichen Ladepunkten seien so positiv, dass zu den bislang zwei Standorten weitere Standorte mit der neuen Technik hinzukommen sollen, hieß es damals. Die für die Öffentlichkeit verfügbare Gesamtzahl an Ladepunkten dieser Art solle in den nächsten Monaten auf 23 steigen.
Als großes Plus der neuen Technik, dies hatte auch Stadtwerkevorständin Charlotte Beissel im vergangenen Juni bereits betont, wird allgemein der geringe Platzbedarf angesehen. „Mit den neuen Ladebordsteinen lässt sich eines der größten Probleme im urbanen Raum lösen: der oft fehlende Platz“, sagte Beissel damals.
Daher seien die neuen Ladepunkte ein perfektes Mittel zur Nachverdichtung der vorhandenen Infrastruktur. Denn aufgrund des begrenzten Platzangebots sei es nicht immer möglich gewesen, Ladesäulen am bevorzugten Wunschstandort zu genehmigen, auch wenn vielleicht dort gerade die Nachfrage beziehungsweise Akzeptanz bei den E-Autofahrern hoch wäre, fügte Mobilitäts- und Umweltdezernent Jochen Kral hinzu.
Als Anhänger der neuen Technik haben sich auch die Verantwortlichen der Stadtwerke im hessischen Bad Homburg gezeigt. Dort wurde im vergangenen Herbst ein Pilotprojekt zum Testen von Ladebordsteinen gestartet. Laut einer Mitteilung der Kommune soll es Aufschluss über Ladeleistung, Verfügbarkeit und Robustheit der Ladepunkte geben. Die ersten Ladebordsteine, die eine Ladeleistung bis zu 22 kW bereitstellen, waren auf dem Betriebsgelände des kommunalen Versorgers installiert worden.
Freitag, 13.03.2026, 16:34 Uhr
Fritz Wilhelm
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