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Energie & Management > Gas - Deutschland schließt LNG-Liefervertrag mit Argentinien
Das offizielle Pressefoto der Vertragsunterzeichnung. Quelle: Sefe
Gas

Deutschland schließt LNG-Liefervertrag mit Argentinien

Die staatliche Energiegesellschaft Sefe hat mit einem argentinischen Unternehmen einen langjährigen Liefervertrag für LNG unterzeichnet. 
Im Dezember wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, nun folgen die handfesten Lieferverträge. Die bundeseigene Energiegesellschaft Securing Energy for Europe (Sefe), die frühere Gazprom Germania, hat mit dem argentinischen Unternehmen Southern Energy (Sesa) einen langfristigen Liefervertrag über Flüssigerdgas unterzeichnet.

Die Vereinbarung sieht vor, dass Sefe über einen Zeitraum von acht Jahren jährlich zwei Millionen Tonnen LNG auf FOB-Basis (free on board) abnimmt. Das entspricht rund 30 Milliarden kWh Erdgas pro Jahr. „Die ersten Lieferungen sind für Ende 2027 geplant“, heißt es in einer Mitteilung von Sefe. 

Mit der Vereinbarung wird Sefe zugleich der erste langfristige Abnehmer von LNG aus Argentinien. Nach Unternehmensangaben entspricht das vereinbarte Liefervolumen etwa einem Drittel der geplanten jährlichen LNG-Produktion von Southern Energy.

„Dank der engen und fokussierten Zusammenarbeit beider Unternehmen ist es uns gelungen, die Absichtserklärung in etwas mehr als drei Monaten in einen vollumfänglichen Liefervertrag zu überführen“ teilt Frederic Barnaud mit, Chief Commercial Officer von Sefe. Ab 2027 wird das Unternehmen nicht nur das erste deutsche Energieunternehmen sein, das LNG aus Argentinien bezieht, sondern zugleich der erste langfristige LNG-Kunde des Landes weltweit.

Southern Energy ist ein Konsortium aus fünf Unternehmen, zu denen auch die staatliche argentinische Ölgesellschaft YPF gehört. Ziel des Zusammenschlusses ist der Aufbau eines groß angelegten argentinischen LNG-Exportprojekts. Grundlage dafür sind zwei schwimmende LNG-Terminals, die zusammen eine Verflüssigungskapazität von rund sechs Millionen Tonnen pro Jahr erreichen sollen.

Das Erdgas soll aus dem Schiefergasfeld „Vaca Muerta“ im Neuquen-Becken in Patagonien stammen. Das Gebiet zählt zu den größten bekannten Ölschiefervorkommen weltweit.

Sefe ist generell auf der Suche nach internationalen Lieferquellen für LNG, um weiter den Ausfall von russischem Pipelinegas zu kompensieren und auch um das LNG-Bezugsportfolio zu diversifizieren. Das Unternehmen setzt dabei auf langfristige Liefervereinbarungen mit Produzenten in verschiedenen Weltregionen.

So hat Sefe bereits einen LNG-Liefervertrag mit Adnoc Gas aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgehandelt. Die im Juli 2025 geschlossene Vereinbarung hat eine Laufzeit von drei Jahren und umfasst insgesamt 0,7 Millionen Tonnen LNG. Der Auftragswert liegt laut Sefe bei rund 400 Millionen US-Dollar. 

Sefe ist die verstaatlichte Gazprom Germania mit Sitz in Berlin. Nach eigenen Angaben beliefert der Konzern mit einem jährlichen Absatz von rund 200 Milliarden kWh mehr als 50.000 Kunden in Europa, darunter Stadtwerke und Industrieunternehmen. 

Mittwoch, 4.03.2026, 16:30 Uhr
Stefan Sagmeister
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Das offizielle Pressefoto der Vertragsunterzeichnung. Quelle: Sefe
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Deutschland schließt LNG-Liefervertrag mit Argentinien
Die staatliche Energiegesellschaft Sefe hat mit einem argentinischen Unternehmen einen langjährigen Liefervertrag für LNG unterzeichnet. 
Im Dezember wurde eine Absichtserklärung unterzeichnet, nun folgen die handfesten Lieferverträge. Die bundeseigene Energiegesellschaft Securing Energy for Europe (Sefe), die frühere Gazprom Germania, hat mit dem argentinischen Unternehmen Southern Energy (Sesa) einen langfristigen Liefervertrag über Flüssigerdgas unterzeichnet.

Die Vereinbarung sieht vor, dass Sefe über einen Zeitraum von acht Jahren jährlich zwei Millionen Tonnen LNG auf FOB-Basis (free on board) abnimmt. Das entspricht rund 30 Milliarden kWh Erdgas pro Jahr. „Die ersten Lieferungen sind für Ende 2027 geplant“, heißt es in einer Mitteilung von Sefe. 

Mit der Vereinbarung wird Sefe zugleich der erste langfristige Abnehmer von LNG aus Argentinien. Nach Unternehmensangaben entspricht das vereinbarte Liefervolumen etwa einem Drittel der geplanten jährlichen LNG-Produktion von Southern Energy.

„Dank der engen und fokussierten Zusammenarbeit beider Unternehmen ist es uns gelungen, die Absichtserklärung in etwas mehr als drei Monaten in einen vollumfänglichen Liefervertrag zu überführen“ teilt Frederic Barnaud mit, Chief Commercial Officer von Sefe. Ab 2027 wird das Unternehmen nicht nur das erste deutsche Energieunternehmen sein, das LNG aus Argentinien bezieht, sondern zugleich der erste langfristige LNG-Kunde des Landes weltweit.

Southern Energy ist ein Konsortium aus fünf Unternehmen, zu denen auch die staatliche argentinische Ölgesellschaft YPF gehört. Ziel des Zusammenschlusses ist der Aufbau eines groß angelegten argentinischen LNG-Exportprojekts. Grundlage dafür sind zwei schwimmende LNG-Terminals, die zusammen eine Verflüssigungskapazität von rund sechs Millionen Tonnen pro Jahr erreichen sollen.

Das Erdgas soll aus dem Schiefergasfeld „Vaca Muerta“ im Neuquen-Becken in Patagonien stammen. Das Gebiet zählt zu den größten bekannten Ölschiefervorkommen weltweit.

Sefe ist generell auf der Suche nach internationalen Lieferquellen für LNG, um weiter den Ausfall von russischem Pipelinegas zu kompensieren und auch um das LNG-Bezugsportfolio zu diversifizieren. Das Unternehmen setzt dabei auf langfristige Liefervereinbarungen mit Produzenten in verschiedenen Weltregionen.

So hat Sefe bereits einen LNG-Liefervertrag mit Adnoc Gas aus den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgehandelt. Die im Juli 2025 geschlossene Vereinbarung hat eine Laufzeit von drei Jahren und umfasst insgesamt 0,7 Millionen Tonnen LNG. Der Auftragswert liegt laut Sefe bei rund 400 Millionen US-Dollar. 

Sefe ist die verstaatlichte Gazprom Germania mit Sitz in Berlin. Nach eigenen Angaben beliefert der Konzern mit einem jährlichen Absatz von rund 200 Milliarden kWh mehr als 50.000 Kunden in Europa, darunter Stadtwerke und Industrieunternehmen. 

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Stefan Sagmeister

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