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Energie & Management > Ppa-Preisindex - Deutsche PPA-Preise sinken im November weiter
Quelle: E&M
Ppa-Preisindex

Deutsche PPA-Preise sinken im November weiter

Die Preiskorridore für typische Power Purchase Agreements haben im November nachgegeben. Das ergibt der PPA-Preisindex von E&M und Enervis.
Die erzielbaren Preiskorridore für typische Strom-Direktlieferverträge aus Erneuerbare-Energien-Anlagen (Power Purchase Agreements) haben sich in Deutschland im November gegenüber dem Oktober nach unten entwickelt. Das geschah in Abhängigkeit vom Strom-Terminmarkt der Börse EEX, ergeben aktuelle Berechnungen des Analysehauses Enervis für den gemeinsamen PPA-Preisindex mit Energie & Management.

Demnach sind die Preise im Terminmarkt im November, die die Referenzpreise für PPA bilden, gegenüber dem Oktober erneut zurückgegangen. Das Frontjahr 2024 notierte bei rund 113 Euro/MWh. Längerfristig hat sich das Preisniveau wieder bei in etwa 78 Euro/MWh für die Base-Lieferung (Grundlast) eingependelt.
 
Neue Photovoltaik-Großanlagen konnten in den vergangenen zwölf Monaten in zehnjährigen PPA diese Preis-Bandbreiten erzielen − dies hat das Analysehaus Enervis für E&M ermittelt 
(zur Vollansicht bitte auf die Grafik klicken) 
Quelle: Enervis

Für PPA auf neue Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit zehnjähriger Stromlieferung von Dezember 2023 an liegt der Preiskorridor im November zwischen 54 Euro/MWh und 66 Euro/MWh. Im Oktober waren es entsprechend 56 Euro/MWh bis 68 Euro/MWh gewesen. 

Der dazu korrespondierende Terminmarkt-Mischpreis im November für die betreffende PPA-Laufzeit beträgt rund 87 Euro/MWh. Im Oktober hatte er sich noch auf 92 Euro/MWh belaufen.

Über 20 Jahre alte Windräder an Land konnten in den vergangenen zwölf Monaten in zweijährigen PPA diese Preis-Bandbreiten erzielen − dies hat das Analysehaus Enervis für E&M ermittelt
(zur Vollansicht bitte auf die Grafik klicken)
Quelle: Enervis

Für PPA auf bestehende, über 20 Jahre alte, ausgeförderte Windenergieanlagen an Land (Ü20-Anlagen) mit zweijähriger Stromlieferung vom Dezember an ermittelten die Analysten von Enervis eine realistische Schwankungsbreite im November von 62 Euro/MWh bis 89 Euro/MWh. Diese hängt neben dem Terminmarkt-Mischpreis von Standort, Anlagentyp und weiteren PPA-Parametern ab. Im Oktober hatte die PPA-Preisrange Enervis zufolge zwischen 69 Euro/MWh und 98 Euro/MWh gelegen.

Der Terminmarkt-Mischpreis, der die Referenz für diesen PPA-Preis darstellt, ist im November auf rund 111 Euro/MWh gesunken. Im Oktober hatte er bei 123 Euro/MWh gelegen. 
 

Die Methodik des PPA-Preisindex

Auf die Marktpreis-Bandbreiten von PPA kommen die Analysten von Enervis so: Sie nehmen vom ermittelten durchschnittlichen Preis der jeweils einschlägigen Terminmarkt-Lieferprodukte auf dem Graustrom-Terminmarkt der Börse EEX − dem Dreh- und Angelpunkt für die Bepreisung dieser langfristigen Direktlieferverträge − verschiedene Ab- und Zuschläge vor: 
  • für das technologie- und standortspezifische Einspeiseprofil 
  • sowie für energiewirtschaftliche Abwicklung und Risikoprämie 
Anschließend schlagen sie aktuelle Preis-Bandbreiten für Herkunftsnachweise (HKN) auf (Näheres zur Methodik sowie Nutzungshinweise). Denn Strom aus grünen PPA erhält in der Regel im Gegensatz zur geförderten Direktvermarktung HKN und darf auch als Ökostrom verkauft werden.
 

Dienstag, 5.12.2023, 09:41 Uhr
Georg Eble
Energie & Management > Ppa-Preisindex - Deutsche PPA-Preise sinken im November weiter
Quelle: E&M
Ppa-Preisindex
Deutsche PPA-Preise sinken im November weiter
Die Preiskorridore für typische Power Purchase Agreements haben im November nachgegeben. Das ergibt der PPA-Preisindex von E&M und Enervis.
Die erzielbaren Preiskorridore für typische Strom-Direktlieferverträge aus Erneuerbare-Energien-Anlagen (Power Purchase Agreements) haben sich in Deutschland im November gegenüber dem Oktober nach unten entwickelt. Das geschah in Abhängigkeit vom Strom-Terminmarkt der Börse EEX, ergeben aktuelle Berechnungen des Analysehauses Enervis für den gemeinsamen PPA-Preisindex mit Energie & Management.

Demnach sind die Preise im Terminmarkt im November, die die Referenzpreise für PPA bilden, gegenüber dem Oktober erneut zurückgegangen. Das Frontjahr 2024 notierte bei rund 113 Euro/MWh. Längerfristig hat sich das Preisniveau wieder bei in etwa 78 Euro/MWh für die Base-Lieferung (Grundlast) eingependelt.
 
Neue Photovoltaik-Großanlagen konnten in den vergangenen zwölf Monaten in zehnjährigen PPA diese Preis-Bandbreiten erzielen − dies hat das Analysehaus Enervis für E&M ermittelt 
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Quelle: Enervis

Für PPA auf neue Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit zehnjähriger Stromlieferung von Dezember 2023 an liegt der Preiskorridor im November zwischen 54 Euro/MWh und 66 Euro/MWh. Im Oktober waren es entsprechend 56 Euro/MWh bis 68 Euro/MWh gewesen. 

Der dazu korrespondierende Terminmarkt-Mischpreis im November für die betreffende PPA-Laufzeit beträgt rund 87 Euro/MWh. Im Oktober hatte er sich noch auf 92 Euro/MWh belaufen.

Über 20 Jahre alte Windräder an Land konnten in den vergangenen zwölf Monaten in zweijährigen PPA diese Preis-Bandbreiten erzielen − dies hat das Analysehaus Enervis für E&M ermittelt
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Für PPA auf bestehende, über 20 Jahre alte, ausgeförderte Windenergieanlagen an Land (Ü20-Anlagen) mit zweijähriger Stromlieferung vom Dezember an ermittelten die Analysten von Enervis eine realistische Schwankungsbreite im November von 62 Euro/MWh bis 89 Euro/MWh. Diese hängt neben dem Terminmarkt-Mischpreis von Standort, Anlagentyp und weiteren PPA-Parametern ab. Im Oktober hatte die PPA-Preisrange Enervis zufolge zwischen 69 Euro/MWh und 98 Euro/MWh gelegen.

Der Terminmarkt-Mischpreis, der die Referenz für diesen PPA-Preis darstellt, ist im November auf rund 111 Euro/MWh gesunken. Im Oktober hatte er bei 123 Euro/MWh gelegen. 
 

Die Methodik des PPA-Preisindex

Auf die Marktpreis-Bandbreiten von PPA kommen die Analysten von Enervis so: Sie nehmen vom ermittelten durchschnittlichen Preis der jeweils einschlägigen Terminmarkt-Lieferprodukte auf dem Graustrom-Terminmarkt der Börse EEX − dem Dreh- und Angelpunkt für die Bepreisung dieser langfristigen Direktlieferverträge − verschiedene Ab- und Zuschläge vor: 
  • für das technologie- und standortspezifische Einspeiseprofil 
  • sowie für energiewirtschaftliche Abwicklung und Risikoprämie 
Anschließend schlagen sie aktuelle Preis-Bandbreiten für Herkunftsnachweise (HKN) auf (Näheres zur Methodik sowie Nutzungshinweise). Denn Strom aus grünen PPA erhält in der Regel im Gegensatz zur geförderten Direktvermarktung HKN und darf auch als Ökostrom verkauft werden.
 

Dienstag, 5.12.2023, 09:41 Uhr
Georg Eble

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