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Energie & Management > Beteiligung - Versorger gibt 4 Prozent Zinsen für Sonnenstrom vom Acker
Bürger können Geld im Agri-Solarpark Amelsbüren anlegen. Quelle: Stadtwerke Münster
Beteiligung

Versorger gibt 4 Prozent Zinsen für Sonnenstrom vom Acker

Mit dem Versprechen von 4 Prozent Zinsen wollen die Stadtwerke Münster Bevölkerung und Kundschaft zu einer Beteiligung an einem neuen Ökostromprojekt bewegen.
Auf Ackerflächen im westfälischen Münster waren Solarkraftwerke bisher Fehlanzeige. Das ändern nun die dortigen Stadtwerke mit der ersten Agri-PV-Anlage der Stadt. Zugleich öffnen sie das Projekt als Möglichkeit zur Geldanlage für die Bevölkerung.

Ab dem 9. März können Anlagewillige Beträge zwischen 500 und 25.000 Euro an den Versorger überweisen, dazwischen sind Beträge jeweils in 500-Euro-Schritten möglich. Insgesamt wollen die Stadtwerke 1,5 Millionen Euro einsammeln und dieses Festgeld mit jeweils 4 Prozent pro Jahr verzinsen – über Nachrangdarlehen mit einer Laufzeit von zehn Jahren.

Das erste Zugriffsrecht besteht nach Angaben des Unternehmens für Menschen, die im Umfeld der Anlage leben. Das ist der südlichste Münsteraner Stadtteil Amelsbüren. Hinzu kommen Kundinnen und Kunden des Stadtwerke-Tarifs „Ökostrom Pro Klima“. Falls dann noch Anteile übrig sind, erweitert der Versorger das Feld der Teilnehmenden ab dem 12. März auf alle Privatkundinnen und -kunden, die einen Stromvertrag mit den Stadtwerken Münster abgeschlossen haben.

Im Herbst 2025 haben die Stadtwerke begonnen, die Agri-PV-Anlage zu errichten. Im April soll die Stromernte beginnen. Das Unternehmen erwartet von der 13,2 Hektar großen Anlage einen Ertrag von 5,75 Millionen kWh jährlich. Das würde laut Versorger rechnerisch für etwa 1.650 Haushalte ausreichen.

Gedacht ist der Sonnenstrom aus Amelsbüren allerdings für einen einzigen Abnehmer: die Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB), eine Fraunhofer-Einrichtung im benachbarten Business-Park. Dort entstehen Lithium-Ionen-Zellen für eine unabhängigere Batterieproduktion. Solarpark und Batteriefabrik sind durch eine Direktleitung miteinander verbunden. Zwischen den auf Ständern platzierten Solarmodulen ist künftig Platz für einen Traktor und anderes landwirtschaftliches Gerät. Denn das Areal bleibt für den Anbau von Pflanzen für Nahrungs- und Futtermittel nutzbar.

Dienstag, 24.02.2026, 14:22 Uhr
Volker Stephan
Energie & Management > Beteiligung - Versorger gibt 4 Prozent Zinsen für Sonnenstrom vom Acker
Bürger können Geld im Agri-Solarpark Amelsbüren anlegen. Quelle: Stadtwerke Münster
Beteiligung
Versorger gibt 4 Prozent Zinsen für Sonnenstrom vom Acker
Mit dem Versprechen von 4 Prozent Zinsen wollen die Stadtwerke Münster Bevölkerung und Kundschaft zu einer Beteiligung an einem neuen Ökostromprojekt bewegen.
Auf Ackerflächen im westfälischen Münster waren Solarkraftwerke bisher Fehlanzeige. Das ändern nun die dortigen Stadtwerke mit der ersten Agri-PV-Anlage der Stadt. Zugleich öffnen sie das Projekt als Möglichkeit zur Geldanlage für die Bevölkerung.

Ab dem 9. März können Anlagewillige Beträge zwischen 500 und 25.000 Euro an den Versorger überweisen, dazwischen sind Beträge jeweils in 500-Euro-Schritten möglich. Insgesamt wollen die Stadtwerke 1,5 Millionen Euro einsammeln und dieses Festgeld mit jeweils 4 Prozent pro Jahr verzinsen – über Nachrangdarlehen mit einer Laufzeit von zehn Jahren.

Das erste Zugriffsrecht besteht nach Angaben des Unternehmens für Menschen, die im Umfeld der Anlage leben. Das ist der südlichste Münsteraner Stadtteil Amelsbüren. Hinzu kommen Kundinnen und Kunden des Stadtwerke-Tarifs „Ökostrom Pro Klima“. Falls dann noch Anteile übrig sind, erweitert der Versorger das Feld der Teilnehmenden ab dem 12. März auf alle Privatkundinnen und -kunden, die einen Stromvertrag mit den Stadtwerken Münster abgeschlossen haben.

Im Herbst 2025 haben die Stadtwerke begonnen, die Agri-PV-Anlage zu errichten. Im April soll die Stromernte beginnen. Das Unternehmen erwartet von der 13,2 Hektar großen Anlage einen Ertrag von 5,75 Millionen kWh jährlich. Das würde laut Versorger rechnerisch für etwa 1.650 Haushalte ausreichen.

Gedacht ist der Sonnenstrom aus Amelsbüren allerdings für einen einzigen Abnehmer: die Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB), eine Fraunhofer-Einrichtung im benachbarten Business-Park. Dort entstehen Lithium-Ionen-Zellen für eine unabhängigere Batterieproduktion. Solarpark und Batteriefabrik sind durch eine Direktleitung miteinander verbunden. Zwischen den auf Ständern platzierten Solarmodulen ist künftig Platz für einen Traktor und anderes landwirtschaftliches Gerät. Denn das Areal bleibt für den Anbau von Pflanzen für Nahrungs- und Futtermittel nutzbar.

Dienstag, 24.02.2026, 14:22 Uhr
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