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Energie & Management > Biogas - Verbände: Biomethan-Potenzial zehnmal größer als heutiger Einsatz
Biogasanlage. Quelle: Katia Meyer-Tien
Biogas

Verbände: Biomethan-Potenzial zehnmal größer als heutiger Einsatz

Der DVGW und Fachverband Biogas beziffern das heimische Biomethanpotenzial auf 110 bis 150 Milliarden kWh jährlich und fordern langfristige Regeln für Investitionen und Netze.
An Luft nach oben mangelt es aus Sicht der Branche nicht. Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und der Fachverband Biogas taxieren das langristig nutzbare heimische Potenzial an Biomethan auf 110 bis 150 Milliarden kWh pro Jahr. Nur ein Bruchteil davon machte im Jahr 2025 der Verbrauch aus, er betrug 16,3 Milliarden kWh, das waren nach Rechnung der Verbände rund zwei Prozent des deutschen Gasverbrauchs.

Dass der Biogas-Einsatz um einen Faktor 10 geringer als das tatsächlich Potenzial aus „inländischen Einsatzstoffen“, liegt den Verbänden zufolge in erster Linie am regulatorischen Rahmen. Um die „Bandbreite tatsächlich voll ausschöpfen zu können, braucht es dringend eine Verbesserung der politischen Bedingungen für Biomethan“, betont Claudius da Costa Gomez, Hauptgeschäftsführer des Fachverbands Biogas, in einer Pressemitteilung. 

Wo sie Handlungsbedarf sehen, haben die Verbände in einem gemeinsamen Positionspapier dargelegt. In dem Papiere fordern sie einen Rechtsrahmen, der Investitionen in die Einspeisung von Biomethan ermöglicht und zugleich Planungssicherheit für den Neu- und Ausbau der Gasinfrastruktur sowie deren mögliche Umstellung auf Wasserstoff schafft.

Eine zentrale Forderung betrifft die Abschaffung der Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) zum 1. Januar 2026. Die Regelungen zu Netzzugang, Kapazität und Gasqualität wurden durch die Festlegung „ZuBio“ der Bundesnetzagentur und den europäischen Rechtsrahmen der Verordnung (EU) 2024/1789 abgelöst, für den physischen Netzanschluss gelten frühere GasNZV-Regelungen nur noch übergangsweise, heißt es in dem Positionspapier. Für neue beziehungsweise nicht fristgerecht qualifizierte Projekte sehen DVGW und Fachverband Biogas eine Regelungslücke. Insbesondere bei Anschlussbedingungen, Kostenverteilung und der Frage, wann ein Anschluss wirtschaftlich zumutbar ist, bestehe Rechtsunsicherheit.

In dem Positionspapier finden sich sechs zentrale Punkte:
  • Dauerhafte Anschlussregelung für Biomethananlagen und Investitionsschutz für bestehende Anlagen
  • Förderung von Biomethanclustern, Umrüstungen und einer Optimierung von Netzanschlüssen
  • Ermöglichung grenzüberschreitenden Biomethanhandels und von Importen
  • Klare Wirtschaftlichkeitskriterien und Regeln für die Anschlusskosten
  • Anerkennung von Biomethan und Biogas als Bausteine eines klimaneutralen Energiesystems
  • Weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungen.
Das Positionspapier von DGVW und Fachverband Biogas steht im Internet bereit: „Biomethan ist ein strategischer Baustein der Energiewende“ (mf)

Mittwoch, 16.09.2026, 15:50 Uhr
Manfred Fischer
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Biogasanlage. Quelle: Katia Meyer-Tien
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Verbände: Biomethan-Potenzial zehnmal größer als heutiger Einsatz
Der DVGW und Fachverband Biogas beziffern das heimische Biomethanpotenzial auf 110 bis 150 Milliarden kWh jährlich und fordern langfristige Regeln für Investitionen und Netze.
An Luft nach oben mangelt es aus Sicht der Branche nicht. Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und der Fachverband Biogas taxieren das langristig nutzbare heimische Potenzial an Biomethan auf 110 bis 150 Milliarden kWh pro Jahr. Nur ein Bruchteil davon machte im Jahr 2025 der Verbrauch aus, er betrug 16,3 Milliarden kWh, das waren nach Rechnung der Verbände rund zwei Prozent des deutschen Gasverbrauchs.

Dass der Biogas-Einsatz um einen Faktor 10 geringer als das tatsächlich Potenzial aus „inländischen Einsatzstoffen“, liegt den Verbänden zufolge in erster Linie am regulatorischen Rahmen. Um die „Bandbreite tatsächlich voll ausschöpfen zu können, braucht es dringend eine Verbesserung der politischen Bedingungen für Biomethan“, betont Claudius da Costa Gomez, Hauptgeschäftsführer des Fachverbands Biogas, in einer Pressemitteilung. 

Wo sie Handlungsbedarf sehen, haben die Verbände in einem gemeinsamen Positionspapier dargelegt. In dem Papiere fordern sie einen Rechtsrahmen, der Investitionen in die Einspeisung von Biomethan ermöglicht und zugleich Planungssicherheit für den Neu- und Ausbau der Gasinfrastruktur sowie deren mögliche Umstellung auf Wasserstoff schafft.

Eine zentrale Forderung betrifft die Abschaffung der Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) zum 1. Januar 2026. Die Regelungen zu Netzzugang, Kapazität und Gasqualität wurden durch die Festlegung „ZuBio“ der Bundesnetzagentur und den europäischen Rechtsrahmen der Verordnung (EU) 2024/1789 abgelöst, für den physischen Netzanschluss gelten frühere GasNZV-Regelungen nur noch übergangsweise, heißt es in dem Positionspapier. Für neue beziehungsweise nicht fristgerecht qualifizierte Projekte sehen DVGW und Fachverband Biogas eine Regelungslücke. Insbesondere bei Anschlussbedingungen, Kostenverteilung und der Frage, wann ein Anschluss wirtschaftlich zumutbar ist, bestehe Rechtsunsicherheit.

In dem Positionspapier finden sich sechs zentrale Punkte:
  • Dauerhafte Anschlussregelung für Biomethananlagen und Investitionsschutz für bestehende Anlagen
  • Förderung von Biomethanclustern, Umrüstungen und einer Optimierung von Netzanschlüssen
  • Ermöglichung grenzüberschreitenden Biomethanhandels und von Importen
  • Klare Wirtschaftlichkeitskriterien und Regeln für die Anschlusskosten
  • Anerkennung von Biomethan und Biogas als Bausteine eines klimaneutralen Energiesystems
  • Weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungen.
Das Positionspapier von DGVW und Fachverband Biogas steht im Internet bereit: „Biomethan ist ein strategischer Baustein der Energiewende“ (mf)

Mittwoch, 16.09.2026, 15:50 Uhr
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