Bürgergeld für Agri-Solarpark in Amelsbüren. Quelle: Stadtwerke Münster
Der Aufruf der Stadtwerke Münster an Kunden und die Bevölkerung, sich an einer großen PV-Anlage zu beteiligen, war überaus erfolgreich.
Im vergangenen Februar hatten die Stadtwerke Münster die Bevölkerung der Region und ihre Kunden eingeladen, sich ab dem 9. März 2026 an einem neuen Ökostromprojekt zu beteiligen. Insgesamt 1,5 Millionen Euro wollten die Stadtwerke einsammeln. Diese Zahl haben sie auch erreicht – und zwar innerhalb eines Tages.
Laut einer Mitteilung des Versorgers war bereits am 9. März die gesamte Summe gezeichnet. Anlagewillige konnten sich mit Beträgen zwischen 500 Euro und 25.000 Euro an Projekt beteiligen. Versprochen ist ihnen eine jährliche Verzinsung in Höhe von 4 Prozent über Nachrangdarlehen mit einer zehnjährigen Laufzeit.
Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster, sieht darin ein „starkes Signal“ und wertet es als Zeichen, dass die Menschen in der Universitätsstadt hinter dem Ausbau der erneuerbaren Energien stehen und ihn aktiv mitgestalten wollen. „Gerade in Zeiten unsicherer fossiler Märkte und globaler Krisen zeigt dieser Rückenwind, dass Projekte wie der Agri-Solarpark in Amelsbüren der richtige Weg sind“, so Jurczyk.
Ab April soll die Agri-PV-Anlage Strom liefern. Die jährliche Ernte ist mit 5,75 Millionen kWh veranschlagt. Im vergangenen Herbst hatten die Stadtwerke damit begonnen, die 13,2 Hektar große Anlage zu errichten. Ein Abnehmer der elektrischen Energie ist bereits gefunden. Es handelt sich um die im Hansa-Business-Park gelegene Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB. Diese wird den Stadtwerken zufolge über eine Direktleitung beliefert.
Da es sich um ein Agri-PV-Konzept handelt, ist auch eine landwirtschaftliche Nutzung des Geländes vorgesehen. Zwischen den Fundamenten und Montagegestellen und um sie herum sollen Nahrungs- und Futtermittelpflanzen angebaut werden.
Dienstag, 10.03.2026, 18:20 Uhr
Fritz Wilhelm
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