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Energie & Management > Stromnetze - Siemens Energy stärkt digitales Netzportfolio
Symbolbild einer Netzleitwarte. Quelle: DLR
Stromnetze

Siemens Energy stärkt digitales Netzportfolio

Intelligente Stromnetze stehen im Mittelpunkt einer neuen Übernahme. Siemens Energy kauft die nordirische Camlin Group und erweitert damit sein Digitalgeschäft.
Siemens Energy übernimmt die Camlin Group aus Lisburn nahe Belfast in Nordirland. Mit der Akquisition erweitert der Münchner Energietechnikkonzern sein Portfolio und will seine Kompetenzen in den Bereichen Netzüberwachung, Datenanalyse und Anlagenmonitoring stärken. Das geht aus einer Mitteilung von Siemens Energy vom 2. Juni hervor. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Siemens Energy rechnet damit, die Übernahme nach den erforderlichen behördlichen Genehmigungen noch in diesem Jahr abzuschließen.

Die Camlin Group entwickelt Technologien zur Überwachung von Stromnetzen, zur Analyse von Betriebsdaten und zur Digitalisierung technischer Anlagen. Das Unternehmen beschäftigt rund 650 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 104 Millionen Euro. Gegründet wurde Camlin 2010 von Ingenieuren in Nordirland. Heute ist das Unternehmen neben Großbritannien auch auf dem europäischen Festland, in Nordamerika, Australien und Asien aktiv. Trotz der vollständigen Übernahme soll Camlin weiterhin eigenständig geführt werden, heißt es in der Mitteilung.

Siemens Energy mit Hauptsitz in München entwickelt Technologien für die Stromerzeugung, Energieübertragung und Energiespeicherung. Mit dem Zukauf reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf die steigende Bedeutung digitaler Netzlösungen. Laut Siemens Energy erhöhen mehrere Entwicklungen den Druck auf die Stromnetze weltweit. Dazu zählen alternde Infrastruktur, die fortschreitende Elektrifizierung von Industrie, Verkehr und Wärmeversorgung, stärkere Lastschwankungen sowie der zunehmende Ausbau erneuerbarer Energien.

Für Netzbetreiber wächst damit der Bedarf an Systemen, die den Zustand ihrer Infrastruktur in Echtzeit erfassen und auswerten können. Solche Anwendungen sollen Störungen früher erkennen, Wartungsarbeiten besser planen und den Betrieb effizienter gestalten. Siemens Energy sieht in diesem Marktsegment nach eigenen Angaben erhebliches Wachstumspotenzial.

Netzbetreiber setzen auf Datenanalyse

Mit der Übernahme baut Siemens Energy insbesondere sein Angebot für sensorbasierte Überwachungssysteme, datengetriebene Analysen und softwaregestützte Netzintelligenz aus. Die Technologie von Camlin soll dabei helfen, den Zustand von Anlagen kontinuierlich zu erfassen und Betriebsentscheidungen auf Basis aktueller Daten zu treffen.

Tim Holt, Vorstandsmitglied von Siemens Energy, bezeichnete den Ausbau und die Digitalisierung der Stromnetze als zentrale Voraussetzung für Energiesicherheit, wirtschaftliches Wachstum und die Energiewende. Das Unternehmen erweitere sein Portfolio gezielt, um auf die dynamische Marktentwicklung zu reagieren. Nach Holts Angaben soll die Kombination der Angebote beider Unternehmen Netzbetreiber dabei unterstützen, von reaktiven Wartungskonzepten zu datenbasierten und zustandsorientierten Betriebsmodellen überzugehen.

Dienstag, 2.06.2026, 12:02 Uhr
Davina Spohn
Energie & Management > Stromnetze - Siemens Energy stärkt digitales Netzportfolio
Symbolbild einer Netzleitwarte. Quelle: DLR
Stromnetze
Siemens Energy stärkt digitales Netzportfolio
Intelligente Stromnetze stehen im Mittelpunkt einer neuen Übernahme. Siemens Energy kauft die nordirische Camlin Group und erweitert damit sein Digitalgeschäft.
Siemens Energy übernimmt die Camlin Group aus Lisburn nahe Belfast in Nordirland. Mit der Akquisition erweitert der Münchner Energietechnikkonzern sein Portfolio und will seine Kompetenzen in den Bereichen Netzüberwachung, Datenanalyse und Anlagenmonitoring stärken. Das geht aus einer Mitteilung von Siemens Energy vom 2. Juni hervor. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Siemens Energy rechnet damit, die Übernahme nach den erforderlichen behördlichen Genehmigungen noch in diesem Jahr abzuschließen.

Die Camlin Group entwickelt Technologien zur Überwachung von Stromnetzen, zur Analyse von Betriebsdaten und zur Digitalisierung technischer Anlagen. Das Unternehmen beschäftigt rund 650 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von etwa 104 Millionen Euro. Gegründet wurde Camlin 2010 von Ingenieuren in Nordirland. Heute ist das Unternehmen neben Großbritannien auch auf dem europäischen Festland, in Nordamerika, Australien und Asien aktiv. Trotz der vollständigen Übernahme soll Camlin weiterhin eigenständig geführt werden, heißt es in der Mitteilung.

Siemens Energy mit Hauptsitz in München entwickelt Technologien für die Stromerzeugung, Energieübertragung und Energiespeicherung. Mit dem Zukauf reagiert das Unternehmen nach eigenen Angaben auf die steigende Bedeutung digitaler Netzlösungen. Laut Siemens Energy erhöhen mehrere Entwicklungen den Druck auf die Stromnetze weltweit. Dazu zählen alternde Infrastruktur, die fortschreitende Elektrifizierung von Industrie, Verkehr und Wärmeversorgung, stärkere Lastschwankungen sowie der zunehmende Ausbau erneuerbarer Energien.

Für Netzbetreiber wächst damit der Bedarf an Systemen, die den Zustand ihrer Infrastruktur in Echtzeit erfassen und auswerten können. Solche Anwendungen sollen Störungen früher erkennen, Wartungsarbeiten besser planen und den Betrieb effizienter gestalten. Siemens Energy sieht in diesem Marktsegment nach eigenen Angaben erhebliches Wachstumspotenzial.

Netzbetreiber setzen auf Datenanalyse

Mit der Übernahme baut Siemens Energy insbesondere sein Angebot für sensorbasierte Überwachungssysteme, datengetriebene Analysen und softwaregestützte Netzintelligenz aus. Die Technologie von Camlin soll dabei helfen, den Zustand von Anlagen kontinuierlich zu erfassen und Betriebsentscheidungen auf Basis aktueller Daten zu treffen.

Tim Holt, Vorstandsmitglied von Siemens Energy, bezeichnete den Ausbau und die Digitalisierung der Stromnetze als zentrale Voraussetzung für Energiesicherheit, wirtschaftliches Wachstum und die Energiewende. Das Unternehmen erweitere sein Portfolio gezielt, um auf die dynamische Marktentwicklung zu reagieren. Nach Holts Angaben soll die Kombination der Angebote beider Unternehmen Netzbetreiber dabei unterstützen, von reaktiven Wartungskonzepten zu datenbasierten und zustandsorientierten Betriebsmodellen überzugehen.

Dienstag, 2.06.2026, 12:02 Uhr
Davina Spohn

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