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Energie & Management > Stromnetz - Neue grüne Finanzierung für 50-Hertz-Netz
Quelle: Shutterstock / BELL KA PANG
Stromnetz

Neue grüne Finanzierung für 50-Hertz-Netz

Eurogrid hat eine grüne Kreditlinie über bis zu 5,25 Milliarden Euro unterzeichnet, um die Liquidität zu sichern für Investitionen in den Netzausbau für die Energiewende.
Der Berliner Übertragungsnetzbetreiber Eurogrid GmbH hat eine neue Revolving Credit Facility (RCF) mit einem Volumen von bis zu 5,25 Milliarden Euro abgeschlossen. Laut Unternehmen ersetzt und erweitert die Kreditlinie bestehende Finanzierungszusagen über insgesamt 3,75 Milliarden Euro und stärkt damit den finanziellen Spielraum für anstehende Investitionen.

Eurogrid ist die Holdinggesellschaft der 50 Hertz Transmission GmbH, die das Höchstspannungsnetz im Norden und Osten Deutschlands betreibt und ausbaut. Die neue Kreditlinie dient dem Unternehmen als Liquiditätsreserve, die bei Bedarf flexibel abgerufen, zurückgeführt und erneut genutzt werden kann. Sie ist nach Angaben von Eurogrid ein zentrales Instrument zur Sicherung des Investmentgrade-Ratings. Die Ausgestaltung der Finanzierung orientiert sich eng am Green Financing Framework, das Eurogrid im Herbst 2025 veröffentlicht hat. Dieses Rahmenwerk definiert die Kriterien für nachhaltige Finanzierungen und bildet die Grundlage für die Finanzierung von Netzausbauprojekten sowie weiteren Investitionen der 50 Hertz-Gruppe. Bereits im Oktober 2025 hatte Eurogrid nach eigenen Angaben den ersten deutschen EU-Green-Bond emittiert.

Christine Janssen, Finanzvorständin von 50 Hertz, erklärte laut Unternehmensmitteilung, die neue Kreditlinie erweitere den finanziellen Handlungsspielraum und stärke zugleich die langfristige nachhaltige Finanzierungsausrichtung. Die erweiterte grüne RCF sei ein weiterer strategischer Baustein für die Finanzierung der Energiewende.

Nach Unternehmensangaben erfüllten bereits im Jahr 2024 nahezu 100 Prozent der Investitionen von Eurogrid die Kriterien der EU-Taxonomie. Damit sieht sich das Unternehmen für eine mögliche Umstellung auf eine sogenannte Green-Pure-Play-Finanzierung geeignet. Dieses Modell richtet sich an Unternehmen, deren Geschäft nahezu vollständig aus klimafreundlichen Aktivitäten besteht. Eine entsprechende Umstellungsmöglichkeit ist laut Eurogrid bereits vertraglich vorgesehen.

Verlängerung optional

Die neue Kreditlinie hat eine Laufzeit von fünf Jahren und enthält zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. An der Finanzierung beteiligen sich insgesamt 16 Banken. Die Transaktion wurde von mehreren Instituten koordiniert, darunter ABN AMRO, Commerzbank AG, Crédit Agricole CIB und ING Group. Die rechtliche Beratung auf Seiten von Eurogrid übernahm Greenberg Traurig.

50 Hertz betreibt ein Höchstspannungsnetz mit einer Stromkreislänge von mehr als 10.000 Kilometern. Das Netzgebiet umfasst Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Berlin und Hamburg mit etwa 18 Millionen Einwohnern.

Freitag, 20.02.2026, 08:53 Uhr
Susanne Harmsen
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Neue grüne Finanzierung für 50-Hertz-Netz
Eurogrid hat eine grüne Kreditlinie über bis zu 5,25 Milliarden Euro unterzeichnet, um die Liquidität zu sichern für Investitionen in den Netzausbau für die Energiewende.
Der Berliner Übertragungsnetzbetreiber Eurogrid GmbH hat eine neue Revolving Credit Facility (RCF) mit einem Volumen von bis zu 5,25 Milliarden Euro abgeschlossen. Laut Unternehmen ersetzt und erweitert die Kreditlinie bestehende Finanzierungszusagen über insgesamt 3,75 Milliarden Euro und stärkt damit den finanziellen Spielraum für anstehende Investitionen.

Eurogrid ist die Holdinggesellschaft der 50 Hertz Transmission GmbH, die das Höchstspannungsnetz im Norden und Osten Deutschlands betreibt und ausbaut. Die neue Kreditlinie dient dem Unternehmen als Liquiditätsreserve, die bei Bedarf flexibel abgerufen, zurückgeführt und erneut genutzt werden kann. Sie ist nach Angaben von Eurogrid ein zentrales Instrument zur Sicherung des Investmentgrade-Ratings. Die Ausgestaltung der Finanzierung orientiert sich eng am Green Financing Framework, das Eurogrid im Herbst 2025 veröffentlicht hat. Dieses Rahmenwerk definiert die Kriterien für nachhaltige Finanzierungen und bildet die Grundlage für die Finanzierung von Netzausbauprojekten sowie weiteren Investitionen der 50 Hertz-Gruppe. Bereits im Oktober 2025 hatte Eurogrid nach eigenen Angaben den ersten deutschen EU-Green-Bond emittiert.

Christine Janssen, Finanzvorständin von 50 Hertz, erklärte laut Unternehmensmitteilung, die neue Kreditlinie erweitere den finanziellen Handlungsspielraum und stärke zugleich die langfristige nachhaltige Finanzierungsausrichtung. Die erweiterte grüne RCF sei ein weiterer strategischer Baustein für die Finanzierung der Energiewende.

Nach Unternehmensangaben erfüllten bereits im Jahr 2024 nahezu 100 Prozent der Investitionen von Eurogrid die Kriterien der EU-Taxonomie. Damit sieht sich das Unternehmen für eine mögliche Umstellung auf eine sogenannte Green-Pure-Play-Finanzierung geeignet. Dieses Modell richtet sich an Unternehmen, deren Geschäft nahezu vollständig aus klimafreundlichen Aktivitäten besteht. Eine entsprechende Umstellungsmöglichkeit ist laut Eurogrid bereits vertraglich vorgesehen.

Verlängerung optional

Die neue Kreditlinie hat eine Laufzeit von fünf Jahren und enthält zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein Jahr. An der Finanzierung beteiligen sich insgesamt 16 Banken. Die Transaktion wurde von mehreren Instituten koordiniert, darunter ABN AMRO, Commerzbank AG, Crédit Agricole CIB und ING Group. Die rechtliche Beratung auf Seiten von Eurogrid übernahm Greenberg Traurig.

50 Hertz betreibt ein Höchstspannungsnetz mit einer Stromkreislänge von mehr als 10.000 Kilometern. Das Netzgebiet umfasst Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Berlin und Hamburg mit etwa 18 Millionen Einwohnern.

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Susanne Harmsen

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