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2G Energy hat im zweiten Quartal Aufträge mit mehr als 422 Millionen Euro verbucht. Neben dem Geschäft mit Rechenzentren legten auch Biogasprojekte deutlich zu.
Der KWK- und Wärmepumpenhersteller 2G Energy mit Sitz in Heek im westlichen Münsterland hat im zweiten Quartal 2026 einen Auftragseingang von 422,4 Millionen Euro erzielt. Verglichen zum Vorjahresquartal entspricht das einer Steigerung von knapp dem Siebenfachen. Im ersten Halbjahr summierte sich der Auftragseingang damit auf 479,4 Millionen Euro, nach 110,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen meldet Zuwächse in allen Vertriebsregionen und bestätigt seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für 2026 und 2027.
Den größten Beitrag zum Auftragseingang leistete das Geschäft in den USA. Dort entfielen 350,3 Millionen Euro auf Projekte für Rechenzentren, nachdem im Vorjahresquartal lediglich 8,3 Millionen Euro verbucht worden waren. Wie bereits Ende Juni vom Unternehmen angekündigt, wandelte das Unternehmen im zweiten Quartal zuvor reservierte Projekte in feste Aufträge um. Nach Angaben von 2G bestehen weitere Reservierungen in vergleichbarer Größenordnung. Die Auslieferung der Anlagen soll im vierten Quartal beginnen. Ein Teil der Umsätze wird deshalb bereits im laufenden Geschäftsjahr realisiert.
Prognosen bestätigt und Ausbau der Produktion geplant
Auch außerhalb Nordamerikas legte der Auftragseingang zu. Dort stiegen die Bestellungen um 57 Prozent auf 72,1 Millionen Euro nach 45,9 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Nach Unternehmensangaben tragen mehrere Markttrends zu dieser Entwicklung bei. Besonders „dynamisch“ entwickelte sich laut 2G Energy das Biogassegment in Deutschland. Der Auftragseingang stieg dort um 74 Prozent auf 37,9 Millionen Euro. Damit zeigt sich nach Angaben des Unternehmens, dass sich das Wachstum nicht allein auf das Geschäft mit Rechenzentren stützt.
Vor dem Hintergrund des hohen Auftragseingangs hält der Vorstand an seinen Prognosen fest. Für 2026 erwartet 2G weiterhin einen Umsatz am oberen Ende der bisherigen Spanne von bis zu 490 Millionen Euro. Für 2027 rechnet man unverändert mit einem Umsatz zwischen 570 und 620 Millionen Euro.
Zur Vorbereitung auf weiteres Wachstum plant 2G den Bau einer neuen Montagehalle am Stammsitz in Heek. Dort sollen ab Anfang 2028 containerisierte Kraftwerke in Fließfertigung montiert werden. Das Unternehmen beziffert die zusätzlichen Produktionskapazitäten auf mindestens 300 Millionen Euro Jahresumsatz. Für standardisierte Anlagen im Rechenzentrumssegment hält 2G nach eigenen Angaben eine noch höhere Jahreskapazität für möglich. (hr)
Donnerstag, 30.07.2026, 12:47 Uhr
Heidi Roider
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