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Energie & Management > Wasserstoff - MB Energy darf Ammoniak-Importterminal  bauen
Tanklager "Blumensand" in Hamburg. Quelle: MB Energy
Wasserstoff

MB Energy darf Ammoniak-Importterminal  bauen

In Hamburg soll einer großer Import-Hub für Ammoniak entstehen. Der angelandete Rohstoff soll für die Industrie verwendet und als Speichermedium für Wasserstoff dienen.
Der Betreiber MB Energy hat von der Hamburger Umweltbehörde die Genehmigung für den Bau und Betrieb eines Ammoniak-Importterminals erhalten. Die Anlage soll auf dem Gelände des Tanklagers „Blumensand“ im Hamburger Hafen entstehen, wie das Unternehmen mitteilt. Die geplante Umschlagsmenge liegt bei rund 600.000 Tonnen Ammoniak pro Jahr.

Nach Angaben von MB Energy ist das Terminal als großskaliger Importknoten ausgelegt. Es soll eine zentrale Rolle für die künftige Energieversorgung in Deutschland einnehmen. Eine finale Investitionsentscheidung steht jedoch noch aus.

Der Standort Blumensand ist das größte Tanklager im Hamburger Hafen und befindet sich im Besitz der MB Energy-Gruppe. Das geplante Terminal ist für den Import und die Weiterverteilung von Ammoniak konzipiert. Vorgesehen sind unter anderem der Bau eines neuen Tanks zur Zwischenlagerung sowie die Ertüchtigung der bestehenden Anlegestelle für Binnen- und Seeschiffe. Zudem sind Verlademöglichkeiten für Eisenbahnkesselwagen geplant.

Perspektivisch ist auch eine Einspeiselösung in eine noch zu entwickelnde Cracker-Anlage vorgesehen. In einer solchen Anlage kann Ammoniak in Wasserstoff und Stickstoff aufgespalten werden, um den Wasserstoff anschließend in ein künftiges Wasserstoffnetz einzuspeisen.

Ammoniak als Speichermedium für Wasserstoff

Ammoniak gilt als vielseitig einsetzbarer Energieträger und Rohstoff. In der Industrie wird er seit langem als Grundstoff, etwa für die Düngemittelproduktion, genutzt. Darüber hinaus kann Ammoniak als Speichermedium für Wasserstoff dienen. Dabei wird Wasserstoff chemisch an Stickstoff gebunden und in Form von Ammoniak transportiert. Am Zielort lässt sich das Ammoniak wieder in Wasserstoff und Stickstoff zerlegen.

Auch im Energiesystem gewinnt Ammoniak an Bedeutung. Diskutiert wird unter anderem der Einsatz als alternativer Kraftstoff in der Schifffahrt. Zudem ist es aus technologischer Sicht möglich, Ammoniak in Gaskraftwerken einzusetzen, etwa durch Beimischung oder perspektivisch auch in reiner Form.

Nach Angaben des Unternehmens ist das Terminal so ausgelegt, dass neben konventionellem auch kohlenstoffärmeres und erneuerbares Ammoniak umgeschlagen werden kann, heißt es abschließend.

MB Energy wurde 1947 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Hamburg. Das Unternehmen ist als unabhängiger und integrierter Energieanbieter tätig und verfügt über Aktivitäten in Europa, den Vereinigten Staaten und Singapur. Zum Geschäft gehören Import, Lagerung, Vertrieb und Vermarktung von Erdölprodukten, Flüssiggas, Chemikalien und Biokraftstoffen.

Mittwoch, 15.04.2026, 14:52 Uhr
Stefan Sagmeister
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Tanklager "Blumensand" in Hamburg. Quelle: MB Energy
Wasserstoff
MB Energy darf Ammoniak-Importterminal  bauen
In Hamburg soll einer großer Import-Hub für Ammoniak entstehen. Der angelandete Rohstoff soll für die Industrie verwendet und als Speichermedium für Wasserstoff dienen.
Der Betreiber MB Energy hat von der Hamburger Umweltbehörde die Genehmigung für den Bau und Betrieb eines Ammoniak-Importterminals erhalten. Die Anlage soll auf dem Gelände des Tanklagers „Blumensand“ im Hamburger Hafen entstehen, wie das Unternehmen mitteilt. Die geplante Umschlagsmenge liegt bei rund 600.000 Tonnen Ammoniak pro Jahr.

Nach Angaben von MB Energy ist das Terminal als großskaliger Importknoten ausgelegt. Es soll eine zentrale Rolle für die künftige Energieversorgung in Deutschland einnehmen. Eine finale Investitionsentscheidung steht jedoch noch aus.

Der Standort Blumensand ist das größte Tanklager im Hamburger Hafen und befindet sich im Besitz der MB Energy-Gruppe. Das geplante Terminal ist für den Import und die Weiterverteilung von Ammoniak konzipiert. Vorgesehen sind unter anderem der Bau eines neuen Tanks zur Zwischenlagerung sowie die Ertüchtigung der bestehenden Anlegestelle für Binnen- und Seeschiffe. Zudem sind Verlademöglichkeiten für Eisenbahnkesselwagen geplant.

Perspektivisch ist auch eine Einspeiselösung in eine noch zu entwickelnde Cracker-Anlage vorgesehen. In einer solchen Anlage kann Ammoniak in Wasserstoff und Stickstoff aufgespalten werden, um den Wasserstoff anschließend in ein künftiges Wasserstoffnetz einzuspeisen.

Ammoniak als Speichermedium für Wasserstoff

Ammoniak gilt als vielseitig einsetzbarer Energieträger und Rohstoff. In der Industrie wird er seit langem als Grundstoff, etwa für die Düngemittelproduktion, genutzt. Darüber hinaus kann Ammoniak als Speichermedium für Wasserstoff dienen. Dabei wird Wasserstoff chemisch an Stickstoff gebunden und in Form von Ammoniak transportiert. Am Zielort lässt sich das Ammoniak wieder in Wasserstoff und Stickstoff zerlegen.

Auch im Energiesystem gewinnt Ammoniak an Bedeutung. Diskutiert wird unter anderem der Einsatz als alternativer Kraftstoff in der Schifffahrt. Zudem ist es aus technologischer Sicht möglich, Ammoniak in Gaskraftwerken einzusetzen, etwa durch Beimischung oder perspektivisch auch in reiner Form.

Nach Angaben des Unternehmens ist das Terminal so ausgelegt, dass neben konventionellem auch kohlenstoffärmeres und erneuerbares Ammoniak umgeschlagen werden kann, heißt es abschließend.

MB Energy wurde 1947 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Hamburg. Das Unternehmen ist als unabhängiger und integrierter Energieanbieter tätig und verfügt über Aktivitäten in Europa, den Vereinigten Staaten und Singapur. Zum Geschäft gehören Import, Lagerung, Vertrieb und Vermarktung von Erdölprodukten, Flüssiggas, Chemikalien und Biokraftstoffen.

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Stefan Sagmeister

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