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Energie & Management > Windkraft - EU-Kommission weitet Verfahren gegen Goldwind aus
Quelle: Shutterstock / jorisvo
Windkraft

EU-Kommission weitet Verfahren gegen Goldwind aus

Die Wettbewerbshüter in Brüssel sehen durch ausländische Subventionen an Goldwind den Wettbewerb auf dem EU-Binnenmarkt verzerrt.  
Die Europäische Kommission hat ihre Untersuchungen gegen den chinesischen Windkraftanlagenhersteller Goldwind ausgeweitet. Anfang Februar leitete die Kommission eine vertiefte Prüfung nach der Verordnung über ausländische Subventionen ein, der Foreign Subsidies Regulation (FSR). Im Fokus stehen die Aktivitäten von Goldwind bei der Herstellung und dem Verkauf von Windenergieanlagen sowie bei damit verbundenen Dienstleistungen innerhalb der Europäischen Union.

Nach Angaben der Kommission bestehen vorläufige Anhaltspunkte dafür, dass Goldwind staatliche Unterstützungen in Form ausländischer Subventionen erhalten haben könnte, die den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt verzerren. Untersucht werden unter anderem mögliche Zuschüsse, steuerliche Vergünstigungen sowie Vorzugsfinanzierungen in Form von Darlehen.

Diese könnten nach Einschätzung der Kommission die Wettbewerbsposition von Goldwind stärken und Auswirkungen auf den Markt für Windenergieanlagen und zugehörige Services in der EU haben. Das Verfahren wurde von der Kommission aus eigener Initiative angestoßen und greift einem abschließenden Ergebnis ausdrücklich nicht vor.

Goldwind Science & Technology ist ein chinesischer Windkraftanlagenhersteller, der weltweit tätig ist. Im Jahr 2024 installierte Goldwind weltweit rund 20.549 MW Windkraftleistung und erzielte laut Geschäftsbericht einen Umsatz von umgerechnet 7,35 Milliarden Euro. Der Großteil der Aktivitäten entfällt auf den chinesischen Heimatmarkt, zugleich ist Goldwind auch in Europa präsent.

Zum Auslandsgeschäft zählt auch die Vensys Energy AG mit Sitz in Neunkirchen im Saarland. Das Unternehmen entwickelt und fertigt getriebelose Windenergieanlagen. Vensys ist seit 2008 mehrheitlich im Besitz von Goldwind, der über eine deutsche Tochtergesellschaft 70 Prozent der Anteile hält.

Die Technologie von Vensys wird sowohl in Europa als auch über Lizenzmodelle in anderen Regionen der Welt eingesetzt. Nach Angabe der Plattform Windenergie in Deutschland sollen in 34.000 Windkraftanlagen Technik von Vensys zum Einsatz kommen.

Die vertiefte Untersuchung der EU-Kommission erfolgt vor dem Hintergrund der seit Juli 2023 geltenden Verordnung über ausländische Subventionen. Ziel ist es, Wettbewerbsverzerrungen durch staatliche Unterstützungen aus Drittstaaten festzustellen und gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Unternehmen im Binnenmarkt sicherzustellen. Am Ende des Verfahrens kann die Kommission Verpflichtungszusagen akzeptieren, Abhilfemaßnahmen verhängen oder das Verfahren ohne Beanstandungen abschließen.

Donnerstag, 5.02.2026, 13:56 Uhr
Stefan Sagmeister
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Windkraft
EU-Kommission weitet Verfahren gegen Goldwind aus
Die Wettbewerbshüter in Brüssel sehen durch ausländische Subventionen an Goldwind den Wettbewerb auf dem EU-Binnenmarkt verzerrt.  
Die Europäische Kommission hat ihre Untersuchungen gegen den chinesischen Windkraftanlagenhersteller Goldwind ausgeweitet. Anfang Februar leitete die Kommission eine vertiefte Prüfung nach der Verordnung über ausländische Subventionen ein, der Foreign Subsidies Regulation (FSR). Im Fokus stehen die Aktivitäten von Goldwind bei der Herstellung und dem Verkauf von Windenergieanlagen sowie bei damit verbundenen Dienstleistungen innerhalb der Europäischen Union.

Nach Angaben der Kommission bestehen vorläufige Anhaltspunkte dafür, dass Goldwind staatliche Unterstützungen in Form ausländischer Subventionen erhalten haben könnte, die den Wettbewerb im europäischen Binnenmarkt verzerren. Untersucht werden unter anderem mögliche Zuschüsse, steuerliche Vergünstigungen sowie Vorzugsfinanzierungen in Form von Darlehen.

Diese könnten nach Einschätzung der Kommission die Wettbewerbsposition von Goldwind stärken und Auswirkungen auf den Markt für Windenergieanlagen und zugehörige Services in der EU haben. Das Verfahren wurde von der Kommission aus eigener Initiative angestoßen und greift einem abschließenden Ergebnis ausdrücklich nicht vor.

Goldwind Science & Technology ist ein chinesischer Windkraftanlagenhersteller, der weltweit tätig ist. Im Jahr 2024 installierte Goldwind weltweit rund 20.549 MW Windkraftleistung und erzielte laut Geschäftsbericht einen Umsatz von umgerechnet 7,35 Milliarden Euro. Der Großteil der Aktivitäten entfällt auf den chinesischen Heimatmarkt, zugleich ist Goldwind auch in Europa präsent.

Zum Auslandsgeschäft zählt auch die Vensys Energy AG mit Sitz in Neunkirchen im Saarland. Das Unternehmen entwickelt und fertigt getriebelose Windenergieanlagen. Vensys ist seit 2008 mehrheitlich im Besitz von Goldwind, der über eine deutsche Tochtergesellschaft 70 Prozent der Anteile hält.

Die Technologie von Vensys wird sowohl in Europa als auch über Lizenzmodelle in anderen Regionen der Welt eingesetzt. Nach Angabe der Plattform Windenergie in Deutschland sollen in 34.000 Windkraftanlagen Technik von Vensys zum Einsatz kommen.

Die vertiefte Untersuchung der EU-Kommission erfolgt vor dem Hintergrund der seit Juli 2023 geltenden Verordnung über ausländische Subventionen. Ziel ist es, Wettbewerbsverzerrungen durch staatliche Unterstützungen aus Drittstaaten festzustellen und gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle Unternehmen im Binnenmarkt sicherzustellen. Am Ende des Verfahrens kann die Kommission Verpflichtungszusagen akzeptieren, Abhilfemaßnahmen verhängen oder das Verfahren ohne Beanstandungen abschließen.

Donnerstag, 5.02.2026, 13:56 Uhr
Stefan Sagmeister

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