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Energie & Management > Gaskraftwerke - Engie sichert Fläche für H2-fähiges Gaskraftwerk
Quelle: Fotolia / Ralf Urner
Gaskraftwerke

Engie sichert Fläche für H2-fähiges Gaskraftwerk

Engie Deutschland treibt die Planung eines wasserstofffähigen Gaskraftwerks im Saarland voran. Der Versorger will damit an der Kapazitätsauktion teilnehmen.
Engie Deutschland hat sich auf einem Gelände im saarländischen Ensdorf eine Industriefläche gesichert und treibt die Planungen für ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk voran. Das Unternehmen bereitet nach eigenen Angaben derzeit die erforderlichen Genehmigungsunterlagen vor und richtet das Projekt auf die geplanten Ausschreibungen im Rahmen der Kraftwerksstrategie der Bundesregierung aus.

Im Mittelpunkt der aktuellen Arbeiten stehen die Erstellung der immissionsschutzrechtlichen Unterlagen, die Abstimmung mit den zuständigen Unternehmen zu Gas- und Netzanschlüssen sowie die Vorbereitung der Teilnahme an einer Kapazitätsauktion der Bundesnetzagentur. Diese soll auf Grundlage des Stromversorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetzes (StromVKG) erfolgen, dessen Entwurf derzeit im Bundestag ist.

Die Kraftwerksstrategie des Bundes sieht den Aufbau von rund 10.000 MW neuer wasserstofffähiger Gaskraftwerke vor. Die Anlagen sollen zunächst mit Erdgas betrieben werden können und perspektivisch auf Wasserstoff umgestellt werden.

Eric Stab, CEO von Engie Deutschland, bezeichnete die Möglichkeit zur Entwicklung des Projekts in Ensdorf als wichtiges Signal für die Energiewende. Das Vorhaben könne zur Versorgungssicherheit beitragen und zugleich den Übergang zu einem klimaneutralen Energiesystem unterstützen.

Unternehmerische Entscheidung noch offen

Ob das Kraftwerk tatsächlich gebaut wird, ist allerdings noch offen. Die endgültige Investitionsentscheidung hängt nach Angaben des Unternehmens von mehreren Voraussetzungen ab. Dazu zählen ein Zuschlag in der Kapazitätsauktion der Bundesnetzagentur, positive Ergebnisse der laufenden Machbarkeitsstudien sowie der erfolgreiche Abschluss des Genehmigungsverfahrens.

Technische Eckdaten zum geplanten Kraftwerk hat Engie bislang nicht veröffentlicht. Weder zur vorgesehenen Leistung noch zum Investitionsvolumen liegen derzeit Angaben vor. Auch ein möglicher Zeitplan für den Bau wurde bislang nicht genannt.

Mit dem Projekt setzt Engie seine Strategie fort, erneuerbare Energien mit flexiblen Erzeugungskapazitäten zu kombinieren. Nach Unternehmensangaben gehören dazu neben Gaskraftwerken Batteriespeicher und Pumpspeicherkraftwerke. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, seine Aktivitäten bis 2045 klimaneutral zu gestalten.

Im Saarland ist Engie seit mehr als 20 Jahren aktiv. Über die Mehrheitsbeteiligung an Energie „SaarLorLux“ arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit den Stadtwerken Saarbrücken an der Energieversorgung der Region und an Projekten zur Transformation des Energiesystems.

Engie Deutschland mit Hauptsitz in Berlin gehört zur französischen Engie-Gruppe und entwickelt, errichtet sowie betreibt Energieanlagen. Das Kraftwerk Ensdorf war ein deutsches Steinkohlekraftwerk mit einer installierten Leistung von 430 MW, das heißt, entsprechend leistungsstarke Netzanschlüsse sind bereits vorhanden. Es lieferte ab 1961 Strom, der letzte Block ging 2017 vom Netz.

Freitag, 19.06.2026, 15:11 Uhr
Fritz Wilhelm und Susanne Harmsen
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Engie sichert Fläche für H2-fähiges Gaskraftwerk
Engie Deutschland treibt die Planung eines wasserstofffähigen Gaskraftwerks im Saarland voran. Der Versorger will damit an der Kapazitätsauktion teilnehmen.
Engie Deutschland hat sich auf einem Gelände im saarländischen Ensdorf eine Industriefläche gesichert und treibt die Planungen für ein wasserstofffähiges Gaskraftwerk voran. Das Unternehmen bereitet nach eigenen Angaben derzeit die erforderlichen Genehmigungsunterlagen vor und richtet das Projekt auf die geplanten Ausschreibungen im Rahmen der Kraftwerksstrategie der Bundesregierung aus.

Im Mittelpunkt der aktuellen Arbeiten stehen die Erstellung der immissionsschutzrechtlichen Unterlagen, die Abstimmung mit den zuständigen Unternehmen zu Gas- und Netzanschlüssen sowie die Vorbereitung der Teilnahme an einer Kapazitätsauktion der Bundesnetzagentur. Diese soll auf Grundlage des Stromversorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetzes (StromVKG) erfolgen, dessen Entwurf derzeit im Bundestag ist.

Die Kraftwerksstrategie des Bundes sieht den Aufbau von rund 10.000 MW neuer wasserstofffähiger Gaskraftwerke vor. Die Anlagen sollen zunächst mit Erdgas betrieben werden können und perspektivisch auf Wasserstoff umgestellt werden.

Eric Stab, CEO von Engie Deutschland, bezeichnete die Möglichkeit zur Entwicklung des Projekts in Ensdorf als wichtiges Signal für die Energiewende. Das Vorhaben könne zur Versorgungssicherheit beitragen und zugleich den Übergang zu einem klimaneutralen Energiesystem unterstützen.

Unternehmerische Entscheidung noch offen

Ob das Kraftwerk tatsächlich gebaut wird, ist allerdings noch offen. Die endgültige Investitionsentscheidung hängt nach Angaben des Unternehmens von mehreren Voraussetzungen ab. Dazu zählen ein Zuschlag in der Kapazitätsauktion der Bundesnetzagentur, positive Ergebnisse der laufenden Machbarkeitsstudien sowie der erfolgreiche Abschluss des Genehmigungsverfahrens.

Technische Eckdaten zum geplanten Kraftwerk hat Engie bislang nicht veröffentlicht. Weder zur vorgesehenen Leistung noch zum Investitionsvolumen liegen derzeit Angaben vor. Auch ein möglicher Zeitplan für den Bau wurde bislang nicht genannt.

Mit dem Projekt setzt Engie seine Strategie fort, erneuerbare Energien mit flexiblen Erzeugungskapazitäten zu kombinieren. Nach Unternehmensangaben gehören dazu neben Gaskraftwerken Batteriespeicher und Pumpspeicherkraftwerke. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, seine Aktivitäten bis 2045 klimaneutral zu gestalten.

Im Saarland ist Engie seit mehr als 20 Jahren aktiv. Über die Mehrheitsbeteiligung an Energie „SaarLorLux“ arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit den Stadtwerken Saarbrücken an der Energieversorgung der Region und an Projekten zur Transformation des Energiesystems.

Engie Deutschland mit Hauptsitz in Berlin gehört zur französischen Engie-Gruppe und entwickelt, errichtet sowie betreibt Energieanlagen. Das Kraftwerk Ensdorf war ein deutsches Steinkohlekraftwerk mit einer installierten Leistung von 430 MW, das heißt, entsprechend leistungsstarke Netzanschlüsse sind bereits vorhanden. Es lieferte ab 1961 Strom, der letzte Block ging 2017 vom Netz.

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Fritz Wilhelm und Susanne Harmsen

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