Dieser Satz steht für sich: „Wer das Glück hat, mit Michael Teigeler zusammenzuarbeiten, lernt einen besonderen Menschen kennen.“ Das sagt Jury-Mitglieder Christian Held über den Energie-Manager-Preisträger des Jahres 2026.
Michael Teigeler ist langjähriger Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie.
Es stimmt schon, nicht nur der Mensch Teigeler ist besonders, auch der Manager Teigeler hat einiges vorzuweisen. In den Augen der Jury gilt er als Vorzeige-Stadtwerkemanager. Er ist sich seiner Aufgabe als Hüter einer sicheren Energieversorgung immer bewusst und neue Projekte wie die städtische Wärmewende packt er konsequent an.
 |
Michael Teigeler Quelle: Stadtwerke Heidelberg |
Michael Teigeler sagt über sich selbst: „Ich bin dankbar dafür, meine berufliche Tätigkeit mit einem so sinnhaften Wirken ausfüllen zu können. Und die Freude über die schon erreichten Schritte motiviert mich und unser ganzes Team für die weiteren anstehenden Projekte und Aufgaben.“
Von einer „Herzensangelegenheit“ spricht der Energiemanager 2026, wenn er auf die Wärmewende in Heidelberg zu sprechen kommt. Der unter seiner Regie errichtete Wärmespeicher hat überregional Aufmerksamkeit erlangt und gilt aufgrund seiner Architektur als neues Wahrzeichen der Stadt. Zugleich erfüllt er eine klare energiewirtschaftliche Funktion. Er federt Lastspitzen ab und reduziert die fossile Erzeugung.
 |
Ein neues Wahrzeichen für Heidelberg. Der Wärmespeicher der Stadtwerke Quelle: Dittmer Fotografie |
Teigeler versteht Infrastruktur nicht nur als technische Anlage, sondern auch als Teil des öffentlichen Raums. Die Einbindung der Öffentlichkeit ist für ihn ein zentraler Baustein der Wärmewende. Die Energiewende erlebbar zu machen, gehört zu seinen Leitlinien. Noch vor dem Bau des Energiespeichers ließ er dessen geplante Silhouette in den nächtlichen Himmel projizieren und lud die Heidelbergerinnen und Heidelberger zu einem Lichterfest ein.
Bei der ersten Befüllung des Speichers mit Fernwärmewasser wurde der Raum für einen Abend mit Klang- und Lichtinszenierung geöffnet. Auf diese Weise verbindet Teigeler Technik mit kulturellen Elementen und schafft Identifikation mit energiepolitischen Projekten.
„Entscheidend ist eine solide Finanzierung“Gleichzeitig betont er die wirtschaftliche Dimension der Transformation. „Akzeptanz allein reicht nicht aus, entscheidend ist eine solide Finanzierung.“ In den vergangenen zehn Jahren wurde die Fernwärme in Heidelberg zu 50 Prozent grün. Bis 2030 soll sie weitestgehend, bis 2035 vollständig klimaneutral sein.
Dafür wird die Energieinfrastruktur schrittweise erweitert. Neben dem Energie- und Zukunftsspeicher entstanden ein Holz-Heizkraftwerk, eine Kraft-Wärmekopplungsanlage mit großen Luft-Wasser-Wärmepumpen sowie eine Power-to-Heat-Anlage. Als nächstes Projekt ist eine Fluss- und Abwasserwärmepumpe vorgesehen.
Zur Finanzierung dieser Vorhaben setzt das kommunale Unternehmen auch auf Bürgerbeteiligung. Über das Angebot „heidelberg KLIMA-INVEST“ konnten mehrere Millionen Euro eingeworben werden. Die Mittel fließen gezielt in Projekte der lokalen Wärme- und Energiewende.
Über Heidelberg hinaus engagiert sich Teigeler als Vorstandsvorsitzender von Geode Deutschland, einem europäischen Interessenverband für kommunale, mittelständische und genossenschaftliche Verteilnetzbetreiber. Dort verantwortet er die inhaltliche und organisatorische Ausrichtung, unter anderem bei Stellungnahmen, Positionspapieren und im Dialog mit politischen Entscheidungsträgern.
Seine VitaMichael Teigeler wurde 1967 in Beckum geboren. Nach einer Lehre absolvierte er ein Studium der Elektrotechnik sowie der Betriebswirtschaftslehre. Seine berufliche Laufbahn begann mit Stationen in der Industrie und im Großhandel. 1998 wechselte er als Key Account Manager zur Stadtwerke Düsseldorf AG, wo er bis 2001 tätig war. Anschließend übernahm er bei der Trianel Energie GmbH in Aachen die Leitung des Key Account Managements und erhielt Prokura. Seit 2008 ist Teigeler Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie GmbH. Seit 2018 engagiert er sich zudem beim Verband Geode Deutschland. 2022 hat er dort den Vorstandsvorsitz übernommen.
Der vom Medienhaus Energie & Management initiierte und von der Kanzlei Becker Büttner Held sowie der Unternehmensberatung m3 management consulting GmbH mitgetragene Preis wird in diesem Jahr zum 25. Mal vergeben. Der Preis „Energiemanager des Jahres“ wurde vom früheren E&M-Herausgeber Helmut Sendner ins Leben gerufen.
Das Medienhaus Energie & Management zeichnet damit herausragende Leistungen im Bereich nachhaltiges Energiemanagement aus. Eine Jury mit Experten und Expertinnen aus Energiewirtschaft, Wissenschaft und Medien bestimmt den jährlichen Preisträger beziehungsweise die jährliche Preisträgerin.
Die Preisübergabe an Michael Teigeler findet im Rahmen der Abendveranstaltung der E&M-Tagung „Energiemanager“ Anfang Oktober in Berlin statt. Die Laudatio hält Ralf Klöpfer, ehemaliger Vertriebsvorstand der MVV Energie AG. Inhaltlich stehen bei der Konferenz Fragen der Finanzierung der Energiewende, des künftigen Regulierungsregimes sowie der Versorgungssicherheit im Mittelpunkt. Fachreferenten aus der Branche diskutieren diese Themen. Die Tagung ist öffentlich zugänglich.
Statements der JuryFür
Stefan Sagmeister, Chefredakteur von Energie & Management, ist das Votum für Teigeler nur konsequent: „Bei den Stadtwerken Heidelberg prägt er seit Jahren die Transformation des Fernwärmesystems, unter anderem mit dem „Energie- und Zukunftsspeicher“ als zentralem Wärmespeicher und mit Projekten, die technische Infrastruktur bewusst in den Stadtraum integrieren. Auch seine Ideen für die Finanzierung der Energiewende vor Ort fallen bei Bürgern und Kunden der Stadtwerke auf fruchtbaren Boden. Viele andere Energieversorger schauen aufmerksam nach Heidelberg.“
Dr. Christof Spangenberg, Geschäftsführer der m3 management consulting GmbH und ebenfalls Jurymitglied, äußert sich folgendermaßen über den Preisträger: „Heute verlangt der Zeitgeist nach schnellen Antworten und großen Gesten. In unserer Branche gilt jedoch: Die Transformation gelingt nicht mit Lautstärke, sondern mit Intelligenz, Verlässlichkeit und Konsequenz. Dafür steht Michael Teigeler. Er verbindet Innovationskraft mit Beharrlichkeit und Genauigkeit im Denken und Handeln und er wirkt ruhig und stetig – darin liegt seine besondere Stärke. Herzlichen Glückwunsch.
Prof. Christian Held, Partner der Kanzlei Becker Büttner Held und Jurymitglied, teilt mit: „Wer das Glück hat, mit Michael Teigeler zusammenzuarbeiten, lernt einen besonderen Menschen kennen: Er strahlt heitere Gelassenheit aus und liebt den hierarchiefreien Diskurs. Doch die antiautoritäre Attitüde bedeutet nicht Laissez-faire, sondern zeigt subtile Führungskunst: Teigeler verfolgt beharrlich und sehr erfolgreich ambitionierte Ziele. Nicht zuletzt durch Michael Teigeler sind die Stadtwerke Heidelberg in vielem Vorbild für Stadtwerke in Deutschland und in Europa, und er hat viel für den Erhalt und die Entwicklung der pluralistischen Energiewirtschaft geleistet.“
Kerstin Andreae − Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW
Michael Bauchmüller − Korrespondent der Süddeutschen Zeitung
Martin Brückner − Herausgeber Energie & Management
Robert Busch − Geschäftsführer Bundesverband Neue Energiewirtschaft
Prof. Dr. Manfred Fischedick − Präsident und wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie
Michael Hegel – Coach and Experte für Corporate Finance
Prof. Christian Held − Partner Becker Büttner Held BBH
Prof. Dr. Claudia Kemfert − Abteilungsleiterin Energie beim DIW
Ingbert Liebing − Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen
Prof. Dr. Sabine Löbbe – Präsidentin Hochschule Reutlingen
Stefan Sagmeister − Chefredakteur Energie & Management
Dr. Christof Spangenberg − Geschäftsführer der m3 management consulting
Christina Sternitzke − Geschäftsführerin der Gesellschaft zur Förderung des EWI
Mittwoch, 4.03.2026, 08:45 Uhr
© 2026 Energie & Management GmbH