Feiern die Ladenetz-Übernahme (v.l.): Maximilian Wille, Albrecht Kindler (beide Cubos), Dejan Grgic-Groß (Scapo), Marc Wille (Cubos), Oskar Klaes (Cubos), Nils Kleinschmidt (Cubos). Quelle: Cubos
Der Ladenetzbetreiber Cubos hat nun in seiner seit Dezember 2025 laufenden Einkaufstour 16.000 Ladepunkte beisammen. Diese tauchen alle nicht im Ladesäulenregister der Netzagentur auf.
Der integrierte Infrastrukturbetreiber Cubos aus Wolfsburg hat den Mainzer Ladenetzbetreiber Scapo übernommen. Scapo betreibt bundesweit ein nicht öffentliches Netz von E-Fahrzeug-Ladestationen für Flottenkunden mit Schwerpunkt auf Hessen und Rheinland-Pfalz. Dies geht aus einer Pressemitteilung der neuen Partner hervor.
Die Übernahme reiht sich in eine Einkaufstour ein, auf der sich Cubos seit Dezember 2025 befindet. Das Unternehmen sammelte bis September 2026 vier B2B-Ladenetze ein: Zuerst war Swarco dran, dann die in der ganzen D-A-CH-Region vertretene Charge One aus Unterföhring bei München, mit Ladestationen unter anderem für Sixt, Aldi, Rewe, Netto und Tegut, für die B&B-Hotels und für Gewerbeparks.
Im Juli schließlich übernahm Cubos das B2B-Geschäft von Total Energies mit circa 6.000 Ladepunkten. Von Total Energies deutschem Ladegeschäft bleiben 1.187 öffentliche Ladepunkte übrig, die meisten davon von Total Energies Charging auf der grünen Wiese und knapp 90 von Total Energies Marketing, die in Tankstellen integriert sind. Mit der Teilübernahme hatte Cubos mehr als 1.000 Unternehmenskunden.
Mit der neuen Erwerbung Scapo kommt Cubos auf mehr als 16.000 Ladepunkte – und Fortsetzungen folgen, kündigt CEO Marc Wille an. Das sind wesentlich mehr Ladepunkte, als der größte öffentliche Betreiber EnBW Mobility hierzulande hat, nämlich 11.300 laut Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur mit Stand 1.
September.
Die 16.000 Ladepunkte von Cubos wird man in dem Register vergeblich suchen, denn sie sind nicht öffentlich, für Flotten- und Immobilienkunden. Cubos bezeichnet sich denn auch vorsichtig als „einen der“ größten Ladenetzbetreiber Deutschlands, denn die anderen B2B-Netze sind genauso nicht öffentlich. Umfangreiche B2B-Portfolien könnten auch Eon Drive, EnBW, Siemens E-Mobility, Schneider Electric, Spie, Vinci, DKV Mobility, Virta und Shell haben. Cubos-Chef Wille erklärt aber zur Netzgröße: „Die nächste Entwicklungsstufe des Marktes wird nicht über den einzelnen Ladepunkt entschieden. Entscheidend ist, wer Infrastruktur zuverlässig betreiben und gleichzeitig Energie, Technologie und Services aus einer Hand verbinden kann.“
Als seinen Wettbewerbsvorteil bezeichnet Cubos die Verknüpfung des Ladesäulenbetriebs mit eigener Hard- und Software, Lösungen für Photovoltaik, Batteriespeicher und Energiemanagement. Das Kundenversprechen ist es, gewerbliche Ladeinfrastruktur stärker mit der gesamten Energieversorgung von Unternehmen zu verzahnen.
Cubos übernimmt sowohl die Kundenverträge von Scapo als auch deren Beschäftigte. Der Betrieb werde nahtlos weitergeführt und schrittweise in die eigenen Strukturen integriert, heißt es.
(geo)
Montag, 21.09.2026, 09:12 Uhr
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