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Die Interessenvertretung norddeutscher Energieversorger richtet sich neu aus und erweitert ihr Einzugsgebiet. Der Verband reagiert damit auf eine veränderte Mitgliederstruktur.
Der bisherige Verband der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft − kurz VSHEW − hat seinen Namen geändert und tritt künftig als „Verband der Norddeutschen Energie- und Wasserwirtschaft (VNEW)“ auf. Mit der Umbenennung trägt die Organisation der veränderten Mitgliederstruktur Rechnung, da inzwischen auch zahlreiche Versorgungsunternehmen aus Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern vertreten sind. Dies gibt der Verband in einer Mitteilung vom 23. März bekannt.
Der Verband hat seinen Sitz in Reinbek (Schleswig-Holstein) und vertritt die Interessen kommunaler Energie- und Wasserversorger. Die Eintragung der Namensänderung erfolgte, wie es weiter in der Mitteilung heißt, am 6. März dieses Jahres beim Amtsgericht Lübeck.
Die Mitgliedsunternehmen versorgen nach Angaben des Verbands mehr als eine Million Menschen in Norddeutschland mit Strom, Gas, Wärme, Wasser und Glasfaser. Insgesamt beschäftigen die rund 60 angeschlossenen Versorger mehr als 3.500 Mitarbeiter und erwirtschaften zusammen etwa 3 Milliarden Euro Umsatz. Jährlich investieren sie über 200 Millionen Euro in Infrastruktur und Projekte der Energieversorgung.
Der Verband versteht sich als Interessenvertretung der kommunalen Versorgungswirtschaft im Norden. Er bündelt die Positionen seiner Mitglieder gegenüber Politik und Regulierungsbehörden und begleitet zentrale Themen der Energiebranche.
Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Andreas Wulff spielen dabei insbesondere die Energie- und Wärmewende sowie die Modernisierung der Netzinfrastruktur eine zentrale Rolle. Diese Aufgaben machten laut Wulff ein abgestimmtes Vorgehen über Landesgrenzen hinweg erforderlich. Ein gemeinsamer organisatorischer Rahmen solle die Handlungsfähigkeit der Mitgliedsunternehmen stärken.
Dienstag, 24.03.2026, 12:29 Uhr
Davina Spohn
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