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Energie & Management > Windkraft Onshore - Tierischer Kurzschluss macht Windpark zur Schnecke
Weil Tiere nicht lesen können, sind Kurzschlüsse nicht ausgeschlossen. Quelle: Netze BW
Windkraft Onshore

Tierischer Kurzschluss macht Windpark zur Schnecke

Aus die Maus: Ein Nagetier hat es erfolgreich mit einem Windpark aufgenommen, dafür aber mit dem Leben bezahlt. Der Biss in ein Kabel des Umspannwerks legt Teile des Parks weiter lahm.
Fünf auf einen Streich: Ein kleines Nagetier hat das Turbinen-Quintett eines Windparks in Süd-Westfalen komplett außer Betrieb gesetzt. Dies gelang dem Winzling durch den Biss in ein Kabel des Umspannwerks. Er löste einen Kurzschluss aus, der den Hilchenbacher Windpark „Rothaarwind 1“ bis heute beeinträchtigt.

Während der Windpark im Kreis Siegen-Wittgenstein nach dem Vorfall vom 10. Januar insgesamt auf eine Ausfallzeit von einigen Wochen kommt, sind die Folgen für das Nagetier dramatischer. Es biss sich ins Verderben. Die sterblichen Überreste am Kabel ließen laut Netzbetreiber Westnetz nicht genau erkennen, ob es sich bei dem Tier um eine Maus gehandelt hat.

Insgesamt spricht Westnetz von einem ungewöhnlichen Ereignis. Auch für Parkbetreiber „Rothaarwind Planungs- und Geschäftsführungs GmbH“ sei es die erste Erfahrung dieser Art, wie Geschäftsführer Günter Pulte auf Anfrage dieser Redaktion erklärt. Nagetiere haben für gewöhnlich selten Zugang zu den Räumlichkeiten von Umspannanlagen und mogeln sich eher zufällig durch die Türen.

Parkbetreiber rechnet mit mehr als 100.000 Euro Schaden

In diesem Fall hat der kleine Biss von Mitte Januar einen großen Schaden ausgelöst. Günter Pulte schätzt die Ausfälle an Einnahmen und Reparaturkosten auf über 100.000 Euro. Von den fünf Anlagen, die jeweils 2 MW Leistung erbringen und in einem Waldgebiet stehen, waren laut Pulte am 2. Februar drei noch immer nicht am Netz.

Dies liegt laut Betreiber an Folgeschäden durch den Kurzschluss. Spannungsschwankungen seien vermutlich dafür verantwortlich, dass elektronische Bauteile zur Steuerung der Blattwinkelverstellung unbrauchbar wurden. Der Defekt soll allerdings bis Ende der ersten Februar-Woche behoben sein.

Zu klären ist die Frage, wer für die Schäden aufkommt. Der Parkbetreiber erklärt, dazu in Gesprächen mit Westnetz zu sein, um eine Lösung zu finden. Der normale Weg wäre, den Schaden vom Netzbetreiber ausgleichen zu lassen.

Im Gespräch mit dieser Redaktion erklärt ein Sprecher von Westnetz, die Haftungsfragen nun gemeinsam mit Rothaarwind beantworten zu wollen. Es handele sich dabei um einen Einzelfall, bei dem die Verantwortung zu klären sei.

Erfreulich sei aus Westnetz-Sicht, so der Sprecher, dass die Reparaturarbeiten in den Räumlichkeiten des Umspannwerks binnen kürzester Zeit erfolgt seien. Der Windpark sei also – vorbehaltlich der noch nicht funktionsfähigen Anlagen – seit dem 30. Januar wieder angeschlossen. Fünf Tage habe das Team insgesamt benötigt. Ausgegangen war Westnetz von bis zu drei Wochen Arbeit.

Montag, 2.02.2026, 16:46 Uhr
Volker Stephan
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Weil Tiere nicht lesen können, sind Kurzschlüsse nicht ausgeschlossen. Quelle: Netze BW
Windkraft Onshore
Tierischer Kurzschluss macht Windpark zur Schnecke
Aus die Maus: Ein Nagetier hat es erfolgreich mit einem Windpark aufgenommen, dafür aber mit dem Leben bezahlt. Der Biss in ein Kabel des Umspannwerks legt Teile des Parks weiter lahm.
Fünf auf einen Streich: Ein kleines Nagetier hat das Turbinen-Quintett eines Windparks in Süd-Westfalen komplett außer Betrieb gesetzt. Dies gelang dem Winzling durch den Biss in ein Kabel des Umspannwerks. Er löste einen Kurzschluss aus, der den Hilchenbacher Windpark „Rothaarwind 1“ bis heute beeinträchtigt.

Während der Windpark im Kreis Siegen-Wittgenstein nach dem Vorfall vom 10. Januar insgesamt auf eine Ausfallzeit von einigen Wochen kommt, sind die Folgen für das Nagetier dramatischer. Es biss sich ins Verderben. Die sterblichen Überreste am Kabel ließen laut Netzbetreiber Westnetz nicht genau erkennen, ob es sich bei dem Tier um eine Maus gehandelt hat.

Insgesamt spricht Westnetz von einem ungewöhnlichen Ereignis. Auch für Parkbetreiber „Rothaarwind Planungs- und Geschäftsführungs GmbH“ sei es die erste Erfahrung dieser Art, wie Geschäftsführer Günter Pulte auf Anfrage dieser Redaktion erklärt. Nagetiere haben für gewöhnlich selten Zugang zu den Räumlichkeiten von Umspannanlagen und mogeln sich eher zufällig durch die Türen.

Parkbetreiber rechnet mit mehr als 100.000 Euro Schaden

In diesem Fall hat der kleine Biss von Mitte Januar einen großen Schaden ausgelöst. Günter Pulte schätzt die Ausfälle an Einnahmen und Reparaturkosten auf über 100.000 Euro. Von den fünf Anlagen, die jeweils 2 MW Leistung erbringen und in einem Waldgebiet stehen, waren laut Pulte am 2. Februar drei noch immer nicht am Netz.

Dies liegt laut Betreiber an Folgeschäden durch den Kurzschluss. Spannungsschwankungen seien vermutlich dafür verantwortlich, dass elektronische Bauteile zur Steuerung der Blattwinkelverstellung unbrauchbar wurden. Der Defekt soll allerdings bis Ende der ersten Februar-Woche behoben sein.

Zu klären ist die Frage, wer für die Schäden aufkommt. Der Parkbetreiber erklärt, dazu in Gesprächen mit Westnetz zu sein, um eine Lösung zu finden. Der normale Weg wäre, den Schaden vom Netzbetreiber ausgleichen zu lassen.

Im Gespräch mit dieser Redaktion erklärt ein Sprecher von Westnetz, die Haftungsfragen nun gemeinsam mit Rothaarwind beantworten zu wollen. Es handele sich dabei um einen Einzelfall, bei dem die Verantwortung zu klären sei.

Erfreulich sei aus Westnetz-Sicht, so der Sprecher, dass die Reparaturarbeiten in den Räumlichkeiten des Umspannwerks binnen kürzester Zeit erfolgt seien. Der Windpark sei also – vorbehaltlich der noch nicht funktionsfähigen Anlagen – seit dem 30. Januar wieder angeschlossen. Fünf Tage habe das Team insgesamt benötigt. Ausgegangen war Westnetz von bis zu drei Wochen Arbeit.

Montag, 2.02.2026, 16:46 Uhr
Volker Stephan

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