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Schleupen setzt beim Kundenportal „CS.IT“ neu entwickelte KI-unterstützte Serviceprozesse ein, die konkrete Aufgaben im Kundenservice bearbeiten. Dazu wurde ein KI-Hub integriert.
Die Schleupen SE weitet den Einsatz künstlicher Intelligenz aus und macht entsprechende Funktionen erstmals direkt für Anwender ihrer Softwareplattform „Schleupen.CS“ verfügbar. Im Mittelpunkt steht das Kundenportal CS.IT, das KI-unterstützte Serviceprozesse erhält. Die Anwendungen bearbeiten konkrete Aufgaben im Kundenservice von Versorgungsunternehmen.
Dazu wurde in das Portal ein KI-Hub integriert, der die datenschutzkonforme Anbindung verschiedener Sprachmodelle ermöglicht, etwa Open AI, Google Gemini, Mistral AI, Perplexity oder auch lokale Large Language Models (LLMs), teilte Schleupen mit.
Bisher sind laut dem IT-Anbieter entsprechende Technologien im eigenen Kundenservice des Unternehmens eingesetzt worden. Studien zum Einsatz von KI in der Qualitätssicherung der Softwareentwicklung seien ebenfalls kürzlich erfolgreich abgeschlossen worden.
Web-Assistent für das Schleupens Kundenportal
Als erste Anwendung stellt Schleupen einen Web-Assistenten für das Online-Kundenportal CS.IT vor, das gemeinsam mit dem Partner ITC AG entwickelt wurde. Der KI-basierte Chatbot unterstützt die Bearbeitung typischer Kundenanliegen und arbeitet vollständig mehrsprachig. Versorgungsunternehmen können damit auch fremdsprachige Kundengruppen automatisiert ansprechen.
Der Assistent steht rund um die Uhr zur Verfügung und lässt sich ohne Anmeldung im Kundenportal nutzen. Für die Unternehmen reduziert sich der Implementierungsaufwand durch vorgefertigte KI-Templates. Schleupen sieht Einsparpotenziale vor allem bei standardisierten Serviceprozessen. Der Assistent ist in die Plattform Schleupen.CS integriert und kann so beispielsweise auf Kunden-, Vertrags- und Zählerdaten zugreifen. Das System wird als SaaS-Lösung angeboten.
Nach Angaben des Unternehmens gewährleistet die Architektur eine datenschutzkonforme Verarbeitung personenbezogener Daten, unabhängig vom eingesetzten Sprachmodell. Der KI-Hub fungiert dabei als zentrale Schnittstelle zwischen Portal und Modellen. Weitere KI-gestützte Prozesse für zusätzliche Anwendungsfälle sollen folgen. Parallel nutzt Schleupen KI bereits im eigenen Kundenservice.
KI in der Softwareentwicklung
Auch in der Softwareentwicklung baut Schleupen den KI-Einsatz aus. Kürzlich schloss das Unternehmen Studien zur Qualitätssicherung in der Softwareanalyse ab. Dabei prüft KI neue Funktionsbeschreibungen gegen bestehende Beschreibungen und identifiziert mögliche Inkonsistenzen.
Nach den abgeschlossenen Tests arbeitet Schleupen daran, diese Prüfmechanismen in den regulären Entwicklungsprozess zu integrieren. Ziel ist es, neue Funktionen frühzeitig in den Gesamtkontext der Software einzuordnen und den Abstimmungsaufwand in der Entwicklung zu reduzieren.
Mittwoch, 28.01.2026, 14:21 Uhr
Heidi Roider
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