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Energie & Management > IT - Nächstes Stadtwerk das Ziel einer Cyberattacke
Quelle: Pixabay / Elchinator
IT

Nächstes Stadtwerk das Ziel einer Cyberattacke

Aufregung beim nächsten Versorger. Auch die digitale Welt der Stadtwerke Heinsberg ist in Unordnung geraten, weil Hacker einen Angriff auf sie gestartet haben.
Neues Jahr, neuer Cyberangriff auf kommunale Einrichtungen: Diesmal ist die Stadt Heinsberg in der Städteregion Aachen betroffen. Auch das Angebot des örtlichen Versorgers litt unter der digitalen Attacke. Wie im jüngsten Falle der Stadtwerke Detmold (wir berichteten) liegt das Ziel wieder in Nordrhein-Westfalen.

Die Stadtwerke Heinsberg waren ebenso wie das Rathaus nicht auf dem üblichen Weg zu erreichen. Die Hacker haben Telefonverbindungen und Mailadressen lahmgelegt, vermutlich bereits am 16. Januar. Unterdessen hatte die Verwaltung der Öffentlichkeit ersatzweise einige Handytelefonnummern und eine Mailadresse zur Verfügung gestellt. Diese finden sich auf den Webseiten von Stadt und Versorger.

Die Stadtwerke sind eine Eigengesellschaft der Kommune und vorrangig für die Wasserversorgung und ein Hallenbad im Ort verantwortlich. Zum Aufgabengebiet zählt allerdings auch der Betrieb von ursprünglich drei Blockheizkraftwerken zur Versorgung des Bades. Von ihnen sei eins noch am Netz, so Geschäftsführer Jens Holthausen auf Anfrage.

Die Arbeit in diesen Bereichen ist offenbar nicht durch die Cyberattacke beeinträchtigt. Gleichwohl könne die Verwaltung vereinbarte Dienstleistungen vor Ort derzeit nicht erbringen, heißt es auf der Website der Kommune.

Offiziell sprach Heinsberg anfangs von „einer technischen Störung vermutlich auf Grund eines Cyber-Angriffes“. Analog zu den Stadtwerken Detmold hat die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) in der Zwischenzeit auch hier ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, bestätigte ein Sprecher der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft Köln auf Anfrage dieser Redaktion.

Kommune und ZAC NRW würden sich eng austauschen, so der Sprecher weiter. Das Verfahren befinde sich gleichwohl noch in einem frühen Stadium. Aus ermittlungstaktischen Gründen seien keine weiteren Angaben möglich.

Auch die Pressestelle der Stadt konnte auf Anfrage nicht ins Detail gehen. Die Wasserversorgung jedenfalls sei nicht betroffen. Zum jetzigen Zeitpunkt sei zudem unklar, wann Verwaltung und Stadtwerke wieder in gewohntem Maße erreichbar seien.

Die Cybercrime-Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft spricht von „durchgängigen“ Angriffen auf Einrichtungen des privaten und öffentlich-rechtlichen Sektors. Einen Schwerpunkt bei den Zielen könne die Behörde nicht ausmachen. Sie gehe davon aus, dass die Attacken „weniger bestimmten Institutionen, sondern vielmehr Sicherheitslücken in IT-Infrastrukturen“ gelten. Eine Statistik über betroffene Stadtwerke führt die ZAC NRW nicht.

Dienstag, 20.01.2026, 16:24 Uhr
Volker Stephan
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Nächstes Stadtwerk das Ziel einer Cyberattacke
Aufregung beim nächsten Versorger. Auch die digitale Welt der Stadtwerke Heinsberg ist in Unordnung geraten, weil Hacker einen Angriff auf sie gestartet haben.
Neues Jahr, neuer Cyberangriff auf kommunale Einrichtungen: Diesmal ist die Stadt Heinsberg in der Städteregion Aachen betroffen. Auch das Angebot des örtlichen Versorgers litt unter der digitalen Attacke. Wie im jüngsten Falle der Stadtwerke Detmold (wir berichteten) liegt das Ziel wieder in Nordrhein-Westfalen.

Die Stadtwerke Heinsberg waren ebenso wie das Rathaus nicht auf dem üblichen Weg zu erreichen. Die Hacker haben Telefonverbindungen und Mailadressen lahmgelegt, vermutlich bereits am 16. Januar. Unterdessen hatte die Verwaltung der Öffentlichkeit ersatzweise einige Handytelefonnummern und eine Mailadresse zur Verfügung gestellt. Diese finden sich auf den Webseiten von Stadt und Versorger.

Die Stadtwerke sind eine Eigengesellschaft der Kommune und vorrangig für die Wasserversorgung und ein Hallenbad im Ort verantwortlich. Zum Aufgabengebiet zählt allerdings auch der Betrieb von ursprünglich drei Blockheizkraftwerken zur Versorgung des Bades. Von ihnen sei eins noch am Netz, so Geschäftsführer Jens Holthausen auf Anfrage.

Die Arbeit in diesen Bereichen ist offenbar nicht durch die Cyberattacke beeinträchtigt. Gleichwohl könne die Verwaltung vereinbarte Dienstleistungen vor Ort derzeit nicht erbringen, heißt es auf der Website der Kommune.

Offiziell sprach Heinsberg anfangs von „einer technischen Störung vermutlich auf Grund eines Cyber-Angriffes“. Analog zu den Stadtwerken Detmold hat die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen (ZAC NRW) in der Zwischenzeit auch hier ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, bestätigte ein Sprecher der zuständigen Generalstaatsanwaltschaft Köln auf Anfrage dieser Redaktion.

Kommune und ZAC NRW würden sich eng austauschen, so der Sprecher weiter. Das Verfahren befinde sich gleichwohl noch in einem frühen Stadium. Aus ermittlungstaktischen Gründen seien keine weiteren Angaben möglich.

Auch die Pressestelle der Stadt konnte auf Anfrage nicht ins Detail gehen. Die Wasserversorgung jedenfalls sei nicht betroffen. Zum jetzigen Zeitpunkt sei zudem unklar, wann Verwaltung und Stadtwerke wieder in gewohntem Maße erreichbar seien.

Die Cybercrime-Abteilung der Generalstaatsanwaltschaft spricht von „durchgängigen“ Angriffen auf Einrichtungen des privaten und öffentlich-rechtlichen Sektors. Einen Schwerpunkt bei den Zielen könne die Behörde nicht ausmachen. Sie gehe davon aus, dass die Attacken „weniger bestimmten Institutionen, sondern vielmehr Sicherheitslücken in IT-Infrastrukturen“ gelten. Eine Statistik über betroffene Stadtwerke führt die ZAC NRW nicht.

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