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Energie & Management > Stromspeicher - N-Ergie vergibt Auftrag für Großbatteriespeicher
Das modernisierte Umspannwerk bei Winterschneidbach. Quelle: N-Ergie
Stromspeicher

N-Ergie vergibt Auftrag für Großbatteriespeicher

Der Nürnberger Regionalversorger bekommt einen netzdienlichen Batteriespeicher mit einer Leistung von 20 MW.
Das Wettbewerberfeld war groß. Mehr als 20 Unternehmen haben sich nach Angaben von N-Ergie auf die Ausschreibung eines netzdienlichen Batteriespeichers beworben. Der Energieversorger lässt nahe seines Umspannwerks im Ansbacher Ortsteil Winterschneidbach einen Speicher mit einer ein Ein- und Ausspeiseleistung von 20 MW und einer Kapazität 100.000 kWh. Den Zuschlag erhalten der Infrastruktur-Entwickler Max Solar. Die Bauarbeiten sollen in der zweiten Jahreshälfte starten, teilt N-Ergie mit.

Ein netzdienlicher Speicher muss – so die Definition – aktiv dazu beitragen, das Netz zu entlasten. Entscheidend ist neben der Dimensionierung vor allem die Fahrweise des Speichers, die durch Vorgaben des Netzbetreibers gezielt gelenkt wird. Ein netzdienlicher Speicher muss so konzipiert sein, so N-Ergie, das er über vier bis fünf Stunden mit maximaler Leistung den Bezug aufrechterhalten und die Mittagsspitze der PV-Erzeugung zu einem Großteil aufnehmen kann. Regulatorisch ist in Bayern zudem die Ausschreibung nach Paragraf 11a EnWG eine Voraussetzung für den Nachweis der Netzdienlichkeit, wie ein Unternehmenssprecher erklärt.

Weitere Ausschreibungen geplant

„In unserem stark durch Photovoltaik geprägten Netz werden sie Mittagsspitzen abfedern, während wir parallel das Netz weiter deutlich ausbauen“, sagt Kerstin Fröhlich, Geschäftsführerin der N-Ergie Netz GmbH, über netzdienliche Batteriespeicher. „Der netzdienliche Betrieb von Batteriespeichern ist ein notwendiger und lohnender Kompromiss.“

Im April vergangenen Jahres hatte der Versorger den Anschluss neuer Solaranlagen ab 30 kW gestoppt. Die Maßnahme betraf größere Teile des gesamten Netzgebiets in Mittelfranken und den angrenzenden Regierungsbezirken. Kleinere Dachanlagen oder Balkonkraftwerke waren ausgenommen (wir berichteten).
 

Aktuell zählt die Netztochter der Nürnberger Regionalversorgers mehr als 120.000 erneuerbare Stromerzeugungsanlagen an ihrem Verteilnetz. Das Stromnetz misst circa 29.000 Kilometer. Ausgehend von den Erfahrungswerten aus dem Pilotprojekt in Winterschneidbach, wolle man weitere Ausschreibungen für den Betrieb von netzdienlichen Batteriespeichern in den Blick, heißt es.

Mittwoch, 18.03.2026, 14:52 Uhr
Manfred Fischer
Energie & Management > Stromspeicher - N-Ergie vergibt Auftrag für Großbatteriespeicher
Das modernisierte Umspannwerk bei Winterschneidbach. Quelle: N-Ergie
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N-Ergie vergibt Auftrag für Großbatteriespeicher
Der Nürnberger Regionalversorger bekommt einen netzdienlichen Batteriespeicher mit einer Leistung von 20 MW.
Das Wettbewerberfeld war groß. Mehr als 20 Unternehmen haben sich nach Angaben von N-Ergie auf die Ausschreibung eines netzdienlichen Batteriespeichers beworben. Der Energieversorger lässt nahe seines Umspannwerks im Ansbacher Ortsteil Winterschneidbach einen Speicher mit einer ein Ein- und Ausspeiseleistung von 20 MW und einer Kapazität 100.000 kWh. Den Zuschlag erhalten der Infrastruktur-Entwickler Max Solar. Die Bauarbeiten sollen in der zweiten Jahreshälfte starten, teilt N-Ergie mit.

Ein netzdienlicher Speicher muss – so die Definition – aktiv dazu beitragen, das Netz zu entlasten. Entscheidend ist neben der Dimensionierung vor allem die Fahrweise des Speichers, die durch Vorgaben des Netzbetreibers gezielt gelenkt wird. Ein netzdienlicher Speicher muss so konzipiert sein, so N-Ergie, das er über vier bis fünf Stunden mit maximaler Leistung den Bezug aufrechterhalten und die Mittagsspitze der PV-Erzeugung zu einem Großteil aufnehmen kann. Regulatorisch ist in Bayern zudem die Ausschreibung nach Paragraf 11a EnWG eine Voraussetzung für den Nachweis der Netzdienlichkeit, wie ein Unternehmenssprecher erklärt.

Weitere Ausschreibungen geplant

„In unserem stark durch Photovoltaik geprägten Netz werden sie Mittagsspitzen abfedern, während wir parallel das Netz weiter deutlich ausbauen“, sagt Kerstin Fröhlich, Geschäftsführerin der N-Ergie Netz GmbH, über netzdienliche Batteriespeicher. „Der netzdienliche Betrieb von Batteriespeichern ist ein notwendiger und lohnender Kompromiss.“

Im April vergangenen Jahres hatte der Versorger den Anschluss neuer Solaranlagen ab 30 kW gestoppt. Die Maßnahme betraf größere Teile des gesamten Netzgebiets in Mittelfranken und den angrenzenden Regierungsbezirken. Kleinere Dachanlagen oder Balkonkraftwerke waren ausgenommen (wir berichteten).
 

Aktuell zählt die Netztochter der Nürnberger Regionalversorgers mehr als 120.000 erneuerbare Stromerzeugungsanlagen an ihrem Verteilnetz. Das Stromnetz misst circa 29.000 Kilometer. Ausgehend von den Erfahrungswerten aus dem Pilotprojekt in Winterschneidbach, wolle man weitere Ausschreibungen für den Betrieb von netzdienlichen Batteriespeichern in den Blick, heißt es.

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