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Energie & Management > Elektrofahrzeuge - Konsortium erhält Zuschlag für E-Lkw-Ladenetz
Quelle: Jonas Rosenberger
Elektrofahrzeuge

Konsortium erhält Zuschlag für E-Lkw-Ladenetz

Ein Konsortium aus „Regioladen+“ und Lichtblick hat im Förderprogramm BASE BW zwei von drei Losen gewonnen. Geplant sind 14 Schnellladestandorte für E-Lkw in Baden-Württemberg.
Das Konsortium aus „Regioladen+“ – einem Ladeinfrastrukturbetreiber, der unter dem Dach der Thüga gegründet wurde – und „Lichtblick eMobility“ hat im Rahmen des Förderprogramms BASE BW des Landes Baden-Württemberg den Zuschlag für zwei von drei ausgeschriebenen Losen erhalten. Wie das Verkehrsministerium Anfang Juni mitteilte, übernimmt das Bündnis damit den Aufbau von 14 öffentlich zugänglichen Schnellladestandorten für batterieelektrische Lastwagen. Damit erreichte das Konsortium zugleich die maximale Zahl an Losen, die ein Antragsteller im Förderverfahren erhalten konnte.

Lichtblick übernimmt laut einer Mitteilung der Thüga die Vorfinanzierung des Vorhabens sowie den kommerziellen Betrieb der Ladeinfrastruktur. Für Planung, Bau und Beschaffung der Anlagen soll eine gemeinsame Projektgesellschaft gegründet werden. Den technischen Betrieb übernimmt Regioladen+. Die erfolgreiche Bewerbung sei das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Lichtblick, der Thüga-Gruppe und mehreren kommunalen Thüga-Partnerunternehmen gewesen. Diese hätten vor Ort Kontakte zu Flächeneigentümern, Speditionen und Logistikunternehmen genutzt, um geeignete Standorte zu identifizieren und die Voraussetzungen für die Ausschreibung zu schaffen.

Thüga-Vorstandsvize Matthias Cord erklärt, die Gruppe habe in den vergangenen Jahren den Ausbau der Ladeinfrastruktur konsequent vorangetrieben und verfüge bereits über rund 13.000 Ladepunkte für Pkw. Der Einstieg in die Ladeinfrastruktur für den Schwerlastverkehr sei daher ein logischer nächster Schritt. Zugleich wertet Cord den Zuschlag als Beleg dafür, dass die Thüga-Gruppe inzwischen auch an überregionalen Ausschreibungen aussichtsreich teilnehmen könne.

Mindestens 1,2 MW verfügbare Ladeleistung

„Nur sechs Wochen haben wir von der Beantragung bis zur Zusage gebraucht“, betont Miriam Stoff. Vor diesem Hintergrund lobt die Geschäftsführerin von Regioladen+ ausdrücklich die „schnelle und reibungslose Zusammenarbeit“ mit Lichtblick.

Nach Angaben der Unternehmen sollen die neuen Ladeparks innerhalb der kommenden zwei Jahre errichtet und schrittweise in Betrieb genommen werden. Vorgesehen sind pro Standort mindestens vier Ladepunkte sowie Batteriespeicher. Darüber hinaus sollen die Standorte so ausgelegt werden, dass bei entsprechender Nachfrage auch Megawatt Charging Systeme (MCS) für besonders hohe Ladeleistungen ergänzt werden können.

BASE BW („Basisladenetz für öffentliches Laden von E-Lkw im regionalen Straßennetz“) soll den Aufbau eines flächendeckenden Schnellladenetzes für schwere E-Lkw außerhalb der Bundesautobahnen unterstützen. Das Land hatte dafür Baden-Württemberg in drei Lose mit jeweils sieben Suchräumen unterteilt. In jedem Suchraum muss ein Ladepark errichtet werden. Zu den Mindestanforderungen gehören mindestens vier öffentlich zugängliche Lkw-Ladestellplätze mit CCS-Schnellladepunkten sowie eine Gesamtnennladeleistung von mindestens 1,2 MW je Standort. Die Ladeinfrastruktur muss zudem mindestens sechs Jahre betrieben und mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden. Die Vergabe erfolgte in einem wettbewerblichen Ausschreibungsverfahren.
 

Für das Programm sind insgesamt 21 Standorte vorgesehen, an denen mindestens 80 Ladepunkte entstehen sollen. Die Förderung wird als Festbetragsfinanzierung gewährt. Nach Angaben des Landes konnten die Gewinner je Los Fördermittel von bis zu vier Millionen Euro erhalten.

Dienstag, 9.06.2026, 15:17 Uhr
Fritz Wilhelm
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Ein Konsortium aus „Regioladen+“ und Lichtblick hat im Förderprogramm BASE BW zwei von drei Losen gewonnen. Geplant sind 14 Schnellladestandorte für E-Lkw in Baden-Württemberg.
Das Konsortium aus „Regioladen+“ – einem Ladeinfrastrukturbetreiber, der unter dem Dach der Thüga gegründet wurde – und „Lichtblick eMobility“ hat im Rahmen des Förderprogramms BASE BW des Landes Baden-Württemberg den Zuschlag für zwei von drei ausgeschriebenen Losen erhalten. Wie das Verkehrsministerium Anfang Juni mitteilte, übernimmt das Bündnis damit den Aufbau von 14 öffentlich zugänglichen Schnellladestandorten für batterieelektrische Lastwagen. Damit erreichte das Konsortium zugleich die maximale Zahl an Losen, die ein Antragsteller im Förderverfahren erhalten konnte.

Lichtblick übernimmt laut einer Mitteilung der Thüga die Vorfinanzierung des Vorhabens sowie den kommerziellen Betrieb der Ladeinfrastruktur. Für Planung, Bau und Beschaffung der Anlagen soll eine gemeinsame Projektgesellschaft gegründet werden. Den technischen Betrieb übernimmt Regioladen+. Die erfolgreiche Bewerbung sei das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen Lichtblick, der Thüga-Gruppe und mehreren kommunalen Thüga-Partnerunternehmen gewesen. Diese hätten vor Ort Kontakte zu Flächeneigentümern, Speditionen und Logistikunternehmen genutzt, um geeignete Standorte zu identifizieren und die Voraussetzungen für die Ausschreibung zu schaffen.

Thüga-Vorstandsvize Matthias Cord erklärt, die Gruppe habe in den vergangenen Jahren den Ausbau der Ladeinfrastruktur konsequent vorangetrieben und verfüge bereits über rund 13.000 Ladepunkte für Pkw. Der Einstieg in die Ladeinfrastruktur für den Schwerlastverkehr sei daher ein logischer nächster Schritt. Zugleich wertet Cord den Zuschlag als Beleg dafür, dass die Thüga-Gruppe inzwischen auch an überregionalen Ausschreibungen aussichtsreich teilnehmen könne.

Mindestens 1,2 MW verfügbare Ladeleistung

„Nur sechs Wochen haben wir von der Beantragung bis zur Zusage gebraucht“, betont Miriam Stoff. Vor diesem Hintergrund lobt die Geschäftsführerin von Regioladen+ ausdrücklich die „schnelle und reibungslose Zusammenarbeit“ mit Lichtblick.

Nach Angaben der Unternehmen sollen die neuen Ladeparks innerhalb der kommenden zwei Jahre errichtet und schrittweise in Betrieb genommen werden. Vorgesehen sind pro Standort mindestens vier Ladepunkte sowie Batteriespeicher. Darüber hinaus sollen die Standorte so ausgelegt werden, dass bei entsprechender Nachfrage auch Megawatt Charging Systeme (MCS) für besonders hohe Ladeleistungen ergänzt werden können.

BASE BW („Basisladenetz für öffentliches Laden von E-Lkw im regionalen Straßennetz“) soll den Aufbau eines flächendeckenden Schnellladenetzes für schwere E-Lkw außerhalb der Bundesautobahnen unterstützen. Das Land hatte dafür Baden-Württemberg in drei Lose mit jeweils sieben Suchräumen unterteilt. In jedem Suchraum muss ein Ladepark errichtet werden. Zu den Mindestanforderungen gehören mindestens vier öffentlich zugängliche Lkw-Ladestellplätze mit CCS-Schnellladepunkten sowie eine Gesamtnennladeleistung von mindestens 1,2 MW je Standort. Die Ladeinfrastruktur muss zudem mindestens sechs Jahre betrieben und mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt werden. Die Vergabe erfolgte in einem wettbewerblichen Ausschreibungsverfahren.
 

Für das Programm sind insgesamt 21 Standorte vorgesehen, an denen mindestens 80 Ladepunkte entstehen sollen. Die Förderung wird als Festbetragsfinanzierung gewährt. Nach Angaben des Landes konnten die Gewinner je Los Fördermittel von bis zu vier Millionen Euro erhalten.

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