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Energie & Management > Stromnetz - Kiwigrid kooperiert mit Tibber bei Vermarktung von Flexibilitäten
Quelle: Kiwigrid
Stromnetz

Kiwigrid kooperiert mit Tibber bei Vermarktung von Flexibilitäten

Über die Energy-IoT-Plattform von Kiwigrid sollen künftig Flexibilitäten dezentraler Energieanlagen vermarktet werden können. Kooperationspartner ist der Stromanbieter Tibber.
Kiwigrid erweitert seine Energy-IoT-Plattform um Funktionen für virtuelle Kraftwerke. Damit sollen dezentrale Erzeugungs-, Speicher- und Verbrauchsanlagen wie Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen oder Elektrofahrzeuge künftig nicht nur gesteuert und optimiert, sondern auch für die Vermarktung von Flexibilitäten im Energiemarkt genutzt werden können. Das Unternehmen will das Angebot erstmals auf der Smarter E Europe in München vorstellen.

Zum Auftakt kooperiert Kiwigrid mit dem Stromanbieter Tibber. Kunden von Tibber sollen die Möglichkeit erhalten, die Flexibilität ihrer Energieanlagen ökonomisch zu nutzen und dafür Vergütungen zu erhalten.

Kiwigrid verweist darauf, dass 2025 rund fünf Prozent der deutschen Stromproduktion abgeregelt werden mussten. Mit dem Ausbau der Photovoltaik nehme die Zahl der Stunden zu, in denen das Stromangebot die Nachfrage übersteige. Dies kann zu negativen Börsenstrompreisen und Belastungen der Stromnetze führen.

Nach Angaben des Unternehmens soll die Plattform Energieversorgern ermöglichen, Direktvermarktungs- und Flexibilitätsangebote für Endkunden bereitzustellen. Als Zielmarke nennt Kiwigrid den Beginn des Jahres 2027. Die technische Infrastruktur soll dabei die automatisierte Vermarktung von Flexibilitäten übernehmen, sofern die jeweiligen Anlagenbetreiber zustimmen.

Das Unternehmen betont, die Plattform sei herstelleroffen angelegt. Nutzer sollen nicht an bestimmte Messstellenbetreiber, Stromlieferanten oder Gerätehersteller gebunden werden. Energieversorger und Installationsbetriebe könnten die Infrastruktur nutzen, ohne eigene Technologien für virtuelle Kraftwerke entwickeln zu müssen. Dadurch sollen unter anderem Kooperationen zwischen Stadtwerken und lokalen Installationsunternehmen erleichtert werden.

Jan Lehmann, Vice President Strategy bei Kiwigrid, sieht in offenen Systemen eine Voraussetzung für die stärkere Nutzung von Flexibilitäten im Energiesystem. Die Plattform solle eine technische Grundlage schaffen, auf der verschiedene Marktakteure entsprechende Angebote entwickeln könnten. Als Ausgangsbasis verweist Kiwigrid auf nach eigenen Angaben rund 100.000 installierte eigene Energiemanagementsysteme.

Das Unternehmen entwickelt und betreibt seine Plattform in Europa. Vor diesem Hintergrund hebt Kiwigrid die Bedeutung von Anforderungen an Datensicherheit und regulatorische Vorgaben hervor, etwa die Vorgaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Sicherheitsanforderungen im Cyber-Physical-Systems-Umfeld sowie die europäische NIS-2-Richtlinie.

Mittwoch, 3.06.2026, 14:45 Uhr
Fritz Wilhelm
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Quelle: Kiwigrid
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Kiwigrid kooperiert mit Tibber bei Vermarktung von Flexibilitäten
Über die Energy-IoT-Plattform von Kiwigrid sollen künftig Flexibilitäten dezentraler Energieanlagen vermarktet werden können. Kooperationspartner ist der Stromanbieter Tibber.
Kiwigrid erweitert seine Energy-IoT-Plattform um Funktionen für virtuelle Kraftwerke. Damit sollen dezentrale Erzeugungs-, Speicher- und Verbrauchsanlagen wie Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher, Wärmepumpen oder Elektrofahrzeuge künftig nicht nur gesteuert und optimiert, sondern auch für die Vermarktung von Flexibilitäten im Energiemarkt genutzt werden können. Das Unternehmen will das Angebot erstmals auf der Smarter E Europe in München vorstellen.

Zum Auftakt kooperiert Kiwigrid mit dem Stromanbieter Tibber. Kunden von Tibber sollen die Möglichkeit erhalten, die Flexibilität ihrer Energieanlagen ökonomisch zu nutzen und dafür Vergütungen zu erhalten.

Kiwigrid verweist darauf, dass 2025 rund fünf Prozent der deutschen Stromproduktion abgeregelt werden mussten. Mit dem Ausbau der Photovoltaik nehme die Zahl der Stunden zu, in denen das Stromangebot die Nachfrage übersteige. Dies kann zu negativen Börsenstrompreisen und Belastungen der Stromnetze führen.

Nach Angaben des Unternehmens soll die Plattform Energieversorgern ermöglichen, Direktvermarktungs- und Flexibilitätsangebote für Endkunden bereitzustellen. Als Zielmarke nennt Kiwigrid den Beginn des Jahres 2027. Die technische Infrastruktur soll dabei die automatisierte Vermarktung von Flexibilitäten übernehmen, sofern die jeweiligen Anlagenbetreiber zustimmen.

Das Unternehmen betont, die Plattform sei herstelleroffen angelegt. Nutzer sollen nicht an bestimmte Messstellenbetreiber, Stromlieferanten oder Gerätehersteller gebunden werden. Energieversorger und Installationsbetriebe könnten die Infrastruktur nutzen, ohne eigene Technologien für virtuelle Kraftwerke entwickeln zu müssen. Dadurch sollen unter anderem Kooperationen zwischen Stadtwerken und lokalen Installationsunternehmen erleichtert werden.

Jan Lehmann, Vice President Strategy bei Kiwigrid, sieht in offenen Systemen eine Voraussetzung für die stärkere Nutzung von Flexibilitäten im Energiesystem. Die Plattform solle eine technische Grundlage schaffen, auf der verschiedene Marktakteure entsprechende Angebote entwickeln könnten. Als Ausgangsbasis verweist Kiwigrid auf nach eigenen Angaben rund 100.000 installierte eigene Energiemanagementsysteme.

Das Unternehmen entwickelt und betreibt seine Plattform in Europa. Vor diesem Hintergrund hebt Kiwigrid die Bedeutung von Anforderungen an Datensicherheit und regulatorische Vorgaben hervor, etwa die Vorgaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Sicherheitsanforderungen im Cyber-Physical-Systems-Umfeld sowie die europäische NIS-2-Richtlinie.

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