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Energie & Management > Wasserstoff - H2-Direkt-Projekt kann starten
Quelle: iStock / Frank Harms
Wasserstoff

H2-Direkt-Projekt kann starten

Das Wasserstoff-Pilotprojekt „H2Direkt“ macht Fortschritte: Haushaltskunden im Testgebiet haben Verträge für eine Wärmeversorgung mit 100 Prozent Wasserstoff unterzeichnet.
Mit Vaillant steht der Kooperationspartner für die H2-Brennwertgeräte fest. H2 Direkt ist Teil des Leitprojekts „TransHyDE des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Das Forschungsvorhaben soll zeigen, wie bestehende Infrastrukturen für erneuerbare Gase genutzt werden können.

Im Forschungsprojekt H2 Direkt stellen Thüga und Energie Südbayern (ESB) zusammen mit der Energienetze Bayern einen bestehenden Gasnetzabschnitt im Markt Hohenwart im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen auf 100 Prozent Wasserstoff um. Zehn Haushalte im Siedlungsgebiet „Am Kerschberg II“ und ein Gewerbebetrieb sollen ab der Heizperiode 2023/2024 für zunächst rund 18 Monate mit Wasserstoff heizen. Die entsprechenden Verträge zwischen ESB und den Kundinnen und Kunden sind nun unterzeichnet, wie es in einer Mitteilung des Stadtwerkeverbundes Thüga heißt.

„Damit haben wir einen wichtigen Meilenstein geschafft. Die Offenheit und das Interesse unserer Kunden am Thema Wasserstoff im Wärmebereich ist die Grundlage für unsere enge Zusammenarbeit“, erklärte darin Mathias Stierstorfer von Energienetze Bayern, der bei H2 Direkt die Abstimmung mit den beteiligten Haushalten vor Ort koordiniert.

Blaupause für die deutsche Wärmeversorgung

Thüga-Innovationsmanagerin Beatrice Angleys sprach von einem Signal an die Politik, dass effiziente Wärmwende und Versorgungssicherheit bei Nutzung der vorhandenen Infrastruktur für erneuerbare Gase machbar seien. Aktuell gebe es hierzulande kein vergleichbares Projekt. „Wir schaffen eine Blaupause für die Wärmeversorgung in ganz Deutschland“, so Angleys.

Die Umstellung des Netzabschnitts auf reinen Wasserstoff kommt mit nur wenigen baulichen Maßnahmen an den Netzkomponenten aus. In den Haushalten werden die Heizungen gegen moderne H2-Brennwertgeräte getauscht. Hier verstärkt Vaillant das Innovationsprojekt und liefert 100-Prozent-H2-fähige Anlagen, die in den vergangenen vier Jahren entwickelt wurden.

Wie es seitens der Projektpartner heißt, sind die technischen Gegebenheiten vor Ort und der Bestand an Installationen bereits aufgenommen. Im nächsten Schritt gehe es unter anderem um die Detailplanung für die Umstellung des Netzes. Die regelwerkskonforme Abnahme des Ortsnetzes und der Inneninstallationen für den Betrieb mit Wasserstoff erfolge durch Sachverständige des Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW).

Außerdem steht der Standort für die Wasserstoff-Trailerstation und die Einspeiseanlage fest. Die Regens-Wagner-Stiftung, die in Hohenwart eine integrative Einrichtung betreibt, stellt dafür ein unbebautes Grundstück zur Verfügung. Der zum Einsatz kommenden grüne Wasserstoff wird in Tanks, sogenannten Trailern, geliefert.
 
Thermen, die mit 100 Prozent Wasserstoff arbeiten können,
kommen bei dem Projekt in Hohenwart zum Einsatz
Quelle: Vaillant

 

Freitag, 13.01.2023, 14:58 Uhr
Gnter Drewnitzky
Energie & Management > Wasserstoff - H2-Direkt-Projekt kann starten
Quelle: iStock / Frank Harms
Wasserstoff
H2-Direkt-Projekt kann starten
Das Wasserstoff-Pilotprojekt „H2Direkt“ macht Fortschritte: Haushaltskunden im Testgebiet haben Verträge für eine Wärmeversorgung mit 100 Prozent Wasserstoff unterzeichnet.
Mit Vaillant steht der Kooperationspartner für die H2-Brennwertgeräte fest. H2 Direkt ist Teil des Leitprojekts „TransHyDE des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Das Forschungsvorhaben soll zeigen, wie bestehende Infrastrukturen für erneuerbare Gase genutzt werden können.

Im Forschungsprojekt H2 Direkt stellen Thüga und Energie Südbayern (ESB) zusammen mit der Energienetze Bayern einen bestehenden Gasnetzabschnitt im Markt Hohenwart im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen auf 100 Prozent Wasserstoff um. Zehn Haushalte im Siedlungsgebiet „Am Kerschberg II“ und ein Gewerbebetrieb sollen ab der Heizperiode 2023/2024 für zunächst rund 18 Monate mit Wasserstoff heizen. Die entsprechenden Verträge zwischen ESB und den Kundinnen und Kunden sind nun unterzeichnet, wie es in einer Mitteilung des Stadtwerkeverbundes Thüga heißt.

„Damit haben wir einen wichtigen Meilenstein geschafft. Die Offenheit und das Interesse unserer Kunden am Thema Wasserstoff im Wärmebereich ist die Grundlage für unsere enge Zusammenarbeit“, erklärte darin Mathias Stierstorfer von Energienetze Bayern, der bei H2 Direkt die Abstimmung mit den beteiligten Haushalten vor Ort koordiniert.

Blaupause für die deutsche Wärmeversorgung

Thüga-Innovationsmanagerin Beatrice Angleys sprach von einem Signal an die Politik, dass effiziente Wärmwende und Versorgungssicherheit bei Nutzung der vorhandenen Infrastruktur für erneuerbare Gase machbar seien. Aktuell gebe es hierzulande kein vergleichbares Projekt. „Wir schaffen eine Blaupause für die Wärmeversorgung in ganz Deutschland“, so Angleys.

Die Umstellung des Netzabschnitts auf reinen Wasserstoff kommt mit nur wenigen baulichen Maßnahmen an den Netzkomponenten aus. In den Haushalten werden die Heizungen gegen moderne H2-Brennwertgeräte getauscht. Hier verstärkt Vaillant das Innovationsprojekt und liefert 100-Prozent-H2-fähige Anlagen, die in den vergangenen vier Jahren entwickelt wurden.

Wie es seitens der Projektpartner heißt, sind die technischen Gegebenheiten vor Ort und der Bestand an Installationen bereits aufgenommen. Im nächsten Schritt gehe es unter anderem um die Detailplanung für die Umstellung des Netzes. Die regelwerkskonforme Abnahme des Ortsnetzes und der Inneninstallationen für den Betrieb mit Wasserstoff erfolge durch Sachverständige des Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW).

Außerdem steht der Standort für die Wasserstoff-Trailerstation und die Einspeiseanlage fest. Die Regens-Wagner-Stiftung, die in Hohenwart eine integrative Einrichtung betreibt, stellt dafür ein unbebautes Grundstück zur Verfügung. Der zum Einsatz kommenden grüne Wasserstoff wird in Tanks, sogenannten Trailern, geliefert.
 
Thermen, die mit 100 Prozent Wasserstoff arbeiten können,
kommen bei dem Projekt in Hohenwart zum Einsatz
Quelle: Vaillant

 

Freitag, 13.01.2023, 14:58 Uhr
Gnter Drewnitzky

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