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Im Juli ist der Elektroanteil bei den Pkw-Neuzulassungen auf 29,3 Prozent gestiegen. Vor allem der Privatmarkt legte zu, während der Flottenmarkt insgesamt verlor.
Elektroautos gewinnen im deutschen Pkw-Markt weiter an Gewicht, wie aktuelle Zahlen des Analyse- und Beratungshauses Dataforce mit Sitz in Frankfurt am Main zeigen. Im Juli 2026 erreichten Elektrofahrzeuge über alle Marktkanäle hinweg einen Anteil von 29,3 Prozent an den neu zugelassenen Fahrzeugen.
Besonders stark fiel die Entwicklung im Privatmarkt aus. Dort stiegen die Zulassungen von Elektroautos gegenüber Juli 2025 um 102 Prozent. Mit knapp 39 Prozent stellten sie zugleich die größte Antriebsgruppe.
Als mögliche Gründe für diese Entwicklung nennt Dataforce die Förderung von Elektroautos und die gestiegenen Kraftstoffpreise. Benziner verloren im Privatmarkt im Vergleich zum Vorjahresmonat 27 Prozent.
Der deutsche Pkw-Markt insgesamt wuchs im Juli um 1,2 Prozent beziehungsweise um 3.266 Fahrzeuge auf 268.068 Neuzulassungen. Der Privatmarkt legte um 8,0 Prozent zu, während der Flottenmarkt 2,9 Prozent verlor. Autovermieter steigerten ihre Zulassungen um 12,2 Prozent und der Fahrzeugbau wuchs um 5,7 Prozent. Im Fahrzeughandel sank das Volumen um 17,4 Prozent.
Elektroautos legen in Flotten zu
Bei den Antrieben zeigt sich im Flottengeschäft dennoch ein Plus für Elektroautos. Ihre Neuzulassungen lagen 31 Prozent über dem Wert von Juli 2025. Gleichzeitig gingen die Zulassungen von Benzinern um 15 Prozent und von Dieselfahrzeugen um 22 Prozent zurück. Das Wachstum der Elektroautos konnte diese Verluste laut Dataforce nicht ausgleichen.
Auch bei den Eigenzulassungen der Händler verschiebt sich der Antriebsmix. Elektroautos kamen im Juli auf einen Anteil von 20,4 Prozent, nach durchschnittlich 14,1 Prozent im bisherigen Jahresverlauf. Dataforce hält es deshalb für möglich, dass Händler ihr Angebot an Tageszulassungen stärker auf Elektrofahrzeuge ausrichten.
Transportermarkt entwickelt sich schwächer
Deutlich schwächer als der Pkw-Markt entwickelte sich der Markt für Transporter. Die Neuzulassungen gingen im Juli um 7 Prozent zurück. Der Privatmarkt und der Fahrzeughandel verloren jeweils 11 Prozent, Autovermieter 10 Prozent. Flotten meldeten ein Minus von 4 Prozent. Nur der Fahrzeugbau legte um 17 Prozent zu. Dataforce sieht darin einen Hinweis auf Eigenzulassungen, die das Marktvolumen stützen.
„Der Pkw-Markt und die Transporter entwickeln sich aktuell konträr“, resümiert Julian Litzinger, Automotive Analyst bei Dataforce. Bei Transportern mache sich die wirtschaftliche Anspannung deutlicher bemerkbar. Im Pkw-Markt wirkten dagegen Förderung und hohe Kraftstoffpreise als Treiber der Elektrifizierung. Zugleich bleibe der Flottenmarkt hinter seinen Möglichkeiten zurück. (ds)
Dienstag, 11.08.2026, 16:01 Uhr
Davina Spohn
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