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Energie & Management > Windkraft Onshore - Burgenland: Leistungsstärkster Windpark Österreichs eröffnet
Quelle: Shutterstock / Jacques Tarnero
Windkraft Onshore

Burgenland: Leistungsstärkster Windpark Österreichs eröffnet

Die von der Burgenland Energie realisierte Anlage etwa 45 Kilometer südöstlich von Wien kommt nach einem Repowering auf 122 MW. Sie kann rund 72.000 Haushalte versorgen. 
 
Den mit 122 MW bislang leistungsstärksten Windpark Österreichs nahm die Burgenland Energie am 18. Februar in Weiden am Neusiedlersee etwa 45 Kilometer südöstlich von Wien in Betrieb. Nach Angaben des Unternehmens beläuft sich dessen jährliche Stromproduktion auf etwa 251 Millionen kWh. Rechnerisch reicht dies aus, um rund 72.000 Haushalte mit dem österreichischen Durchschnittsbedarf von 3.500 kWh pro Jahr zu versorgen.

Die Burgenland Energie ersetzte in Weiden 44 Windräder mit einer Gesamtleistung von 79 MW durch 23 Neuanlagen und steigerte damit die Kapazität des Windparks um etwa 54 Prozent. Ein Sprecher des Unternehmens teilte der Redaktion mit, das Repoweringprojekt habe rund drei Jahre in Anspruch genommen. Zu den Kosten wollte er sich aus Wettbewerbsgründen nicht äußern. Nach Angaben aus der Windenergiebranche ist bei Vorhaben dieser Größenordnung in Österreich zurzeit mit etwa 100 bis 200 Millionen Euro zu rechnen. 

Die Netzanbindung erfolgt über das etwa fünf Kilometer nordwestlich von Weiden gelegene Umspannwerk Neusiedl am See. Die abgebauten Windräder übernimmt deren Produzent und stellt sie für ein Windparkprojekt in Osteuropa zur Verfügung. 

Der in Weiden erzeugte Strom wird den Kunden für einen auf 20 Jahre fixierten Nettopreis von 10 Cent/kWh angeboten. Dies ist der Regulierungsbehörde E-Control zufolge ein der derzeitigen Marktlage angemessener Preis. Angebote in einer Höhe ab etwa 14 Cent/kWh seien dem gegenüber eher hoch bemessen. 

Umfassender Ausbau 

Dem Sprecher der Burgenland Energie zufolge ist die Erneuerung von Weiden Teil einer umfassenden Kampagne, im Zuge derer die Burgenland Energie bis Ende des heurigen Jahres rund 700 Millionen Euro in den Ausbau der Windkraft und der Photovoltaik investiert. Von diesem Betrag entfallen etwa 350 Millionen Euro auf Mittel, die Europäische Investitionsbank gemeinsam mit einem Konsortium österreichischer sowie deutscher Banken, darunter der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), zur Verfügung stellt. 

Schwerpunkt der Windkraft 

Das Burgenland und das benachbarte Niederösterreich sind die Schwerpunkte der Stromerzeugung mittels Windkraft in Österreich. Nach Angaben der Interessengemeinschaft Windkraft (IG Windkraft) waren Ende 2024 im Burgenland 428 Anlagen mit 1.370 MW Leistung am Netz. Bis Ende des Jahres soll sich die Zahl auf 449 Anlagen mit 1.500 MW erhöhen. Der Anteil des Burgenlands an der Gesamtzahl der Windräder würde damit bei knapp 30 Prozent liegen, der Anteil an der Leistung bei 33 Prozent. 

Donnerstag, 19.02.2026, 12:33 Uhr
Klaus Fischer
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Burgenland: Leistungsstärkster Windpark Österreichs eröffnet
Die von der Burgenland Energie realisierte Anlage etwa 45 Kilometer südöstlich von Wien kommt nach einem Repowering auf 122 MW. Sie kann rund 72.000 Haushalte versorgen. 
 
Den mit 122 MW bislang leistungsstärksten Windpark Österreichs nahm die Burgenland Energie am 18. Februar in Weiden am Neusiedlersee etwa 45 Kilometer südöstlich von Wien in Betrieb. Nach Angaben des Unternehmens beläuft sich dessen jährliche Stromproduktion auf etwa 251 Millionen kWh. Rechnerisch reicht dies aus, um rund 72.000 Haushalte mit dem österreichischen Durchschnittsbedarf von 3.500 kWh pro Jahr zu versorgen.

Die Burgenland Energie ersetzte in Weiden 44 Windräder mit einer Gesamtleistung von 79 MW durch 23 Neuanlagen und steigerte damit die Kapazität des Windparks um etwa 54 Prozent. Ein Sprecher des Unternehmens teilte der Redaktion mit, das Repoweringprojekt habe rund drei Jahre in Anspruch genommen. Zu den Kosten wollte er sich aus Wettbewerbsgründen nicht äußern. Nach Angaben aus der Windenergiebranche ist bei Vorhaben dieser Größenordnung in Österreich zurzeit mit etwa 100 bis 200 Millionen Euro zu rechnen. 

Die Netzanbindung erfolgt über das etwa fünf Kilometer nordwestlich von Weiden gelegene Umspannwerk Neusiedl am See. Die abgebauten Windräder übernimmt deren Produzent und stellt sie für ein Windparkprojekt in Osteuropa zur Verfügung. 

Der in Weiden erzeugte Strom wird den Kunden für einen auf 20 Jahre fixierten Nettopreis von 10 Cent/kWh angeboten. Dies ist der Regulierungsbehörde E-Control zufolge ein der derzeitigen Marktlage angemessener Preis. Angebote in einer Höhe ab etwa 14 Cent/kWh seien dem gegenüber eher hoch bemessen. 

Umfassender Ausbau 

Dem Sprecher der Burgenland Energie zufolge ist die Erneuerung von Weiden Teil einer umfassenden Kampagne, im Zuge derer die Burgenland Energie bis Ende des heurigen Jahres rund 700 Millionen Euro in den Ausbau der Windkraft und der Photovoltaik investiert. Von diesem Betrag entfallen etwa 350 Millionen Euro auf Mittel, die Europäische Investitionsbank gemeinsam mit einem Konsortium österreichischer sowie deutscher Banken, darunter der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), zur Verfügung stellt. 

Schwerpunkt der Windkraft 

Das Burgenland und das benachbarte Niederösterreich sind die Schwerpunkte der Stromerzeugung mittels Windkraft in Österreich. Nach Angaben der Interessengemeinschaft Windkraft (IG Windkraft) waren Ende 2024 im Burgenland 428 Anlagen mit 1.370 MW Leistung am Netz. Bis Ende des Jahres soll sich die Zahl auf 449 Anlagen mit 1.500 MW erhöhen. Der Anteil des Burgenlands an der Gesamtzahl der Windräder würde damit bei knapp 30 Prozent liegen, der Anteil an der Leistung bei 33 Prozent. 

Donnerstag, 19.02.2026, 12:33 Uhr
Klaus Fischer

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