Regensburg betankt die Busse nur noch mit HVO100. Quelle: das Stadtwerk.Regensburg
Regensburgs Versorger hat eine verbesserte Ökobilanz im Verkehrssektor. Es geht dabei weniger um die Elektrifizierung der Busflotte, sondern um den Ersatz des fossilen Diesel-Sprits.
Ein Jahr nach dem vollständigen Schwenk beim Kraftstoff im öffentlichen Nahverkehr legt „das Stadtwerk.Regensburg“ eine Zwischenrechnung vor. Seit Juni 2025 fahren die Verbrenner-Busse ausnahmslos mit HVO100, der klimafreundlicheren Diesel-Variante. 6.000 Tonnen fossiler CO2-Emissionen habe der Versorger dadurch eingespart, heißt es in einer Mitteilung.
Dies ergibt sich aus dem Einsatz von insgesamt 2,3 Millionen Litern des zum Beispiel aus Altfetten hergestellten Antriebsmittels. Fossiler Diesel komme nicht mehr in die Tanks. Deshalb sei auch die Belastung der Luft mit Feinstäuben und Kohlenmonoxid zurückgegangen, um bis zu 30 Prozent bzw. bis zu 25 Prozent.
Auf ihrer Website geben die Stadtwerke an, 116 Busse im Einsatz zu haben; 45 davon, also mehr als ein Drittel, verfügen über Elektroantriebe. Die Elektrifizierung der Flotte bleibe in den nächsten Jahren das zentrale Ziel, so die Oberpfälzer. Der Umstieg auf biogenen Diesel für die Verbrenner ist für den Übergang eine Möglichkeit, „die Klimabilanz unseres ÖPNV bereits heute spürbar zu verbessern“, so Geschäftsführer Manfred Koller.
Beim HVO100 ist allerdings nicht alles grün, was glänzt. Die Herkunft der Altfette oder mögliche Anteile von Palmöl am Kraftstoff stehen in der Kritik. Regensburg versucht zumindest beim zweiten Punkt, auf Nummer sicher zu gehen. Ein unabhängiges Prüfunternehmen teste das HVO100 auf Palmöl-Rückstände, heißt es in der Mitteilung. (vs)
Montag, 10.08.2026, 16:17 Uhr
Volker Stephan
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