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Energie & Management > Regenerative - Zweiter Monat in Folge ohne negative Preise
Quelle: Fotolia / vencav
Regenerative

Zweiter Monat in Folge ohne negative Preise

Die Strom-Spotpreise sind auch im Dezember in jeder Viertelstunde positiv gewesen. Im Schnitt fielen sie, was die Marktwerte geförderten Ökostroms ebenfalls nach unten zog.
Vom 1. November bis zum 31. Dezember 2025 sind alle 5.856 Viertelstunden in der deutschen Day-ahead-Stromauktion zu positiven Preisen verauktioniert worden. Damit gab es zwei Monate hintereinander keine negativen Strompreise an der Börse Epex Spot, geht aus der Veröffentlichung der Dezember-Marktwerte für Ökostrom durch die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) hervor.

Diese Kontinuität dürfte selten sein, allerdings wird die Frage nach negativen Preisen bei Viertelstunden-Produkten erst erfasst, seit sie die neue Einheit in der Spot-Auktion ist. Am 1. Oktober vergangenen Jahres hatte Epex Spot von Stunden- auf Viertelstunden-Produkte umgestellt. Aber auch vorher kamen Monate ohne negative Stundenpreise selten vor, sie kamen nur in Februaren 2025 und 2023 vor, als wenig PV-Strom die Preise kaum kannibalisiert hat.

Die ÜNB verkaufen den geförderten Ökostrom vor allem von Millionen kleiner PV-Anlagen, die unter der Direktvermarktungs-Schwelle liegen, treuhänderisch an der Epex. Sie sind zur Vermarktung an einer Spotbörse gesetzlich verpflichtet. Daher spielt es keine Rolle, ob sie noch – bei negativen Preisen – dafür zahlen müssen, den Ökostrom loszuwerden. Sie zahlen auch nicht mit eigenem Geld drauf, sondern aus dem EEG-Konto, das sie auch nur treuhänderisch verwalten. Das Geld stammt zu einem kleinen Teil aus den Vermarktungserlösen und zum Löwenanteil aus Bundeszuschüssen. Das Fehlen negativer Preise schont also den Säckel des Bundes.

Selten: Solarstrom überflügelt Graustrom-Durchschnitt

Zwar ging es mit diesen Erlösen pro kWh im Dezember 2025 nie unter null, aber auch nicht weiter nach oben: Die Wind-Marktwerte sanken, nachdem sie sich im November relativ gut erholt hatten, wieder. Dafür stieg der Marktwert für geförderten Solarstrom gegenüber November nicht nur von gerundet 9,1 Cent/kWh auf 9,7 Cent/kWh, sondern er überflügelte damit sogar den allgemeinen Graustrom-Spotmarkt-Durchschnitt. Das kommt ebenfalls selten vor. Zuletzt war dies im Januar 2025 und im Dezember 2024 der Fall.

Der Graustrom-Durchschnitt sank nun von 10,2 Cent/kWh auf 9,4 Cent/kWh. Das bedeutet: Die Millionen Solaranlagen speisten im Dezember 2025 tendenziell zu jenen Viertelstunden ein, die überdurchschnittlich viel wert sind.

Der Marktwert von Offshore-Windstrom fiel gegenüber November 2025 von 9,1 Cent/kWh auf 8,6 Cent/kWh. Onshore-Windstrom gab von 8,9 Cent/kWh auf 8,3 Cent/kWh nach. Insgesamt war das Preisniveau im Vorjahres-Dezember 2024 höher gewesen, mit zweistelligem PV-Marktwert und Graustrom-Durchschnitt.

Die Zeitreihen der Monatsmarktwerte von Ökostrom von Januar 2011 bis Dezember 2025 stehen auf der Transparenzplattform der ÜNB.

Freitag, 9.01.2026, 16:16 Uhr
Georg Eble
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Die Strom-Spotpreise sind auch im Dezember in jeder Viertelstunde positiv gewesen. Im Schnitt fielen sie, was die Marktwerte geförderten Ökostroms ebenfalls nach unten zog.
Vom 1. November bis zum 31. Dezember 2025 sind alle 5.856 Viertelstunden in der deutschen Day-ahead-Stromauktion zu positiven Preisen verauktioniert worden. Damit gab es zwei Monate hintereinander keine negativen Strompreise an der Börse Epex Spot, geht aus der Veröffentlichung der Dezember-Marktwerte für Ökostrom durch die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) hervor.

Diese Kontinuität dürfte selten sein, allerdings wird die Frage nach negativen Preisen bei Viertelstunden-Produkten erst erfasst, seit sie die neue Einheit in der Spot-Auktion ist. Am 1. Oktober vergangenen Jahres hatte Epex Spot von Stunden- auf Viertelstunden-Produkte umgestellt. Aber auch vorher kamen Monate ohne negative Stundenpreise selten vor, sie kamen nur in Februaren 2025 und 2023 vor, als wenig PV-Strom die Preise kaum kannibalisiert hat.

Die ÜNB verkaufen den geförderten Ökostrom vor allem von Millionen kleiner PV-Anlagen, die unter der Direktvermarktungs-Schwelle liegen, treuhänderisch an der Epex. Sie sind zur Vermarktung an einer Spotbörse gesetzlich verpflichtet. Daher spielt es keine Rolle, ob sie noch – bei negativen Preisen – dafür zahlen müssen, den Ökostrom loszuwerden. Sie zahlen auch nicht mit eigenem Geld drauf, sondern aus dem EEG-Konto, das sie auch nur treuhänderisch verwalten. Das Geld stammt zu einem kleinen Teil aus den Vermarktungserlösen und zum Löwenanteil aus Bundeszuschüssen. Das Fehlen negativer Preise schont also den Säckel des Bundes.

Selten: Solarstrom überflügelt Graustrom-Durchschnitt

Zwar ging es mit diesen Erlösen pro kWh im Dezember 2025 nie unter null, aber auch nicht weiter nach oben: Die Wind-Marktwerte sanken, nachdem sie sich im November relativ gut erholt hatten, wieder. Dafür stieg der Marktwert für geförderten Solarstrom gegenüber November nicht nur von gerundet 9,1 Cent/kWh auf 9,7 Cent/kWh, sondern er überflügelte damit sogar den allgemeinen Graustrom-Spotmarkt-Durchschnitt. Das kommt ebenfalls selten vor. Zuletzt war dies im Januar 2025 und im Dezember 2024 der Fall.

Der Graustrom-Durchschnitt sank nun von 10,2 Cent/kWh auf 9,4 Cent/kWh. Das bedeutet: Die Millionen Solaranlagen speisten im Dezember 2025 tendenziell zu jenen Viertelstunden ein, die überdurchschnittlich viel wert sind.

Der Marktwert von Offshore-Windstrom fiel gegenüber November 2025 von 9,1 Cent/kWh auf 8,6 Cent/kWh. Onshore-Windstrom gab von 8,9 Cent/kWh auf 8,3 Cent/kWh nach. Insgesamt war das Preisniveau im Vorjahres-Dezember 2024 höher gewesen, mit zweistelligem PV-Marktwert und Graustrom-Durchschnitt.

Die Zeitreihen der Monatsmarktwerte von Ökostrom von Januar 2011 bis Dezember 2025 stehen auf der Transparenzplattform der ÜNB.

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Georg Eble

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