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Energie & Management > Wärme - Thermondo kooperiert mit Kommunen für Wärmewende
Installation einer Wärmepumpe. Quelle: Shutterstock / JPC-PROD
Wärme

Thermondo kooperiert mit Kommunen für Wärmewende

Der Heizungs- und Photovoltaikanbieter Thermondo arbeitet künftig direkt mit Kommunen und Stadtwerken zusammen, um die kommunale Wärmeplanung im Eigenheimbestand umzusetzen.
Die kommunale Wärmeplanung kommt in Deutschland nur langsam voran. Der Berliner Heizungs- und Photovoltaikanbieter Thermondo will deshalb künftig Städte, Gemeinden und Stadtwerke bei der praktischen Umsetzung unterstützen. Das Unternehmen erweitert sein Geschäftsmodell und bietet kommunalen Akteuren an, den Einbau von Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern und Wallboxen im Eigenheimbestand zu übernehmen.

Laut Thermondo richtet sich das Angebot insbesondere an Kommunen, die ihre Wärmeplanung bereits begonnen haben oder künftig auf dezentrale Versorgungslösungen setzen wollen. Dafür hat das Unternehmen nach eigenen Angaben einen eigenen Geschäftsbereich aufgebaut und erste Kooperationen gestartet.

Ein erstes Projekt läuft seit Mai in Leinfelden-Echterdingen in Baden-Württemberg. Die Stadt hatte gemeinsam mit dem Technologieunternehmen Vreed und dem Stadtplanungsbüro MVV Regioplan eine Bündelungsaktion für Wärmepumpen initiiert. Mehrere Haushalte können sich dabei koordiniert für einen Heizungstausch entscheiden. Nach Angaben von Thermondo setzte sich das Unternehmen in einem Auswahlverfahren gegen mehr als 20 Wettbewerber durch und wurde gemeinsam mit einem regionalen Handwerksbetrieb als Installationspartner ausgewählt.

Im Rahmen der laufenden Aktion erhalten derzeit mehr als 160 Interessenten Angebote für Wärmepumpen. Eine zweistellige Zahl von Hauseigentümern hat laut Thermondo bereits einen Auftrag erteilt. Die Installationen sollen in den kommenden Wochen erfolgen.

Pilotprojekt in Baden-Württemberg

Bereits im Jahr 2025 hatte die Thermondo-Tochter Febesol an einem ähnlichen Projekt in Leinfelden-Echterdingen teilgenommen. Nach Unternehmensangaben installierte Febesol dort knapp 100 Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Wallboxen.

Felix Plog, Geschäftsführer von Thermondo, sieht die größte Herausforderung der kommunalen Wärmeplanung nicht in der Erstellung der Konzepte, sondern in deren Umsetzung. Mit digitalen Prozessen, festangestellten Teams und standardisierten Abläufen wolle das Unternehmen Kommunen dabei unterstützen, die Energiewende im Gebäudebestand schneller voranzubringen.

Das Unternehmen wirbt damit, dass Städte und Gemeinden von einer Entlastung bei Planung und Beratung sowie der Interaktion mit den Bürgern profitieren könnten. Stadtwerke könnten ihr Angebot erweitern, ohne eigene Handwerkskapazitäten aufbauen zu müssen. Hauseigentümer erhielten Beratung, Fördermittelservice, Installation und Wartung aus einer Hand.

Als Hintergrund verweist Thermondo auf den politischen Rahmen der Wärmeplanung. Mit der geplanten Novelle des Wärmeplanungsgesetzes sollen Kommunen mit bis zu 15.000 Einwohnern künftig vereinfachte Verfahren nutzen können. In vielen dieser Gemeinden werde die Wärmepumpe aufgrund fehlender Fernwärmepotenziale die zentrale Technologie für die Wärmeversorgung sein.

Das Unternehmen sieht darin ein erhebliches Marktpotenzial. Nach Angaben des Bundesamtes für Bau-, Stadt- und Raumordnung hatten Ende 2025 erst 13 Prozent der Kommunen ihre Wärmeplanung abgeschlossen. Weitere 48 Prozent befanden sich zu diesem Zeitpunkt in der Bearbeitung.

Dienstag, 16.06.2026, 15:34 Uhr
Susanne Harmsen
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Installation einer Wärmepumpe. Quelle: Shutterstock / JPC-PROD
Wärme
Thermondo kooperiert mit Kommunen für Wärmewende
Der Heizungs- und Photovoltaikanbieter Thermondo arbeitet künftig direkt mit Kommunen und Stadtwerken zusammen, um die kommunale Wärmeplanung im Eigenheimbestand umzusetzen.
Die kommunale Wärmeplanung kommt in Deutschland nur langsam voran. Der Berliner Heizungs- und Photovoltaikanbieter Thermondo will deshalb künftig Städte, Gemeinden und Stadtwerke bei der praktischen Umsetzung unterstützen. Das Unternehmen erweitert sein Geschäftsmodell und bietet kommunalen Akteuren an, den Einbau von Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern und Wallboxen im Eigenheimbestand zu übernehmen.

Laut Thermondo richtet sich das Angebot insbesondere an Kommunen, die ihre Wärmeplanung bereits begonnen haben oder künftig auf dezentrale Versorgungslösungen setzen wollen. Dafür hat das Unternehmen nach eigenen Angaben einen eigenen Geschäftsbereich aufgebaut und erste Kooperationen gestartet.

Ein erstes Projekt läuft seit Mai in Leinfelden-Echterdingen in Baden-Württemberg. Die Stadt hatte gemeinsam mit dem Technologieunternehmen Vreed und dem Stadtplanungsbüro MVV Regioplan eine Bündelungsaktion für Wärmepumpen initiiert. Mehrere Haushalte können sich dabei koordiniert für einen Heizungstausch entscheiden. Nach Angaben von Thermondo setzte sich das Unternehmen in einem Auswahlverfahren gegen mehr als 20 Wettbewerber durch und wurde gemeinsam mit einem regionalen Handwerksbetrieb als Installationspartner ausgewählt.

Im Rahmen der laufenden Aktion erhalten derzeit mehr als 160 Interessenten Angebote für Wärmepumpen. Eine zweistellige Zahl von Hauseigentümern hat laut Thermondo bereits einen Auftrag erteilt. Die Installationen sollen in den kommenden Wochen erfolgen.

Pilotprojekt in Baden-Württemberg

Bereits im Jahr 2025 hatte die Thermondo-Tochter Febesol an einem ähnlichen Projekt in Leinfelden-Echterdingen teilgenommen. Nach Unternehmensangaben installierte Febesol dort knapp 100 Photovoltaikanlagen, Batteriespeicher und Wallboxen.

Felix Plog, Geschäftsführer von Thermondo, sieht die größte Herausforderung der kommunalen Wärmeplanung nicht in der Erstellung der Konzepte, sondern in deren Umsetzung. Mit digitalen Prozessen, festangestellten Teams und standardisierten Abläufen wolle das Unternehmen Kommunen dabei unterstützen, die Energiewende im Gebäudebestand schneller voranzubringen.

Das Unternehmen wirbt damit, dass Städte und Gemeinden von einer Entlastung bei Planung und Beratung sowie der Interaktion mit den Bürgern profitieren könnten. Stadtwerke könnten ihr Angebot erweitern, ohne eigene Handwerkskapazitäten aufbauen zu müssen. Hauseigentümer erhielten Beratung, Fördermittelservice, Installation und Wartung aus einer Hand.

Als Hintergrund verweist Thermondo auf den politischen Rahmen der Wärmeplanung. Mit der geplanten Novelle des Wärmeplanungsgesetzes sollen Kommunen mit bis zu 15.000 Einwohnern künftig vereinfachte Verfahren nutzen können. In vielen dieser Gemeinden werde die Wärmepumpe aufgrund fehlender Fernwärmepotenziale die zentrale Technologie für die Wärmeversorgung sein.

Das Unternehmen sieht darin ein erhebliches Marktpotenzial. Nach Angaben des Bundesamtes für Bau-, Stadt- und Raumordnung hatten Ende 2025 erst 13 Prozent der Kommunen ihre Wärmeplanung abgeschlossen. Weitere 48 Prozent befanden sich zu diesem Zeitpunkt in der Bearbeitung.

Dienstag, 16.06.2026, 15:34 Uhr
Susanne Harmsen

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