Jens Seedorff scheidet als Werkleiter Konzernentwicklung aus. Quelle: Stadtwerke Norderstedt
An der Stadtgrenze zu Hamburg ist eine gut dotierte Leitungsposition zu vergeben. Die Stadtwerke Norderstedt sind auf der Suche nach einem Ersatz für den ausscheidenden CEO.
Im Führungstrio der Stadtwerke Norderstedt Gruppe wird in absehbarer Zeit eine Stelle frei. Jens Seedorff scheidet aus Altersgründen im Jahr 2027 aus. Der Eigenbetrieb aus dem Süden Schleswig-Holsteins regelt aktuell die Nachfolge, noch sind Bewerbungen möglich.
Seedorff ist als CEO verantwortlich für den Bereich der Konzernentwicklung und zugleich erster Werkleiter. Er arbeitet in der Unternehmensleitung mit Arne Mietzner (Werkleiter Kommunikation) und Nico Schellmann (Werkleiter Energie) zusammen. Die Stellenausschreibung im Internet gibt als Ende der Bewerbungsfrist den 3. Juni an, eine Personalberatungsfirma ist in den Auswahlprozess eingeschaltet.
Der jüngste verfügbare Geschäftsbericht für das Jahr 2024 wies Seedorff als Höchstverdiener im Werkleiter-Bunde aus, mit gut 228.000 Euro an Gesamtbezügen. Das sind rund 12.000 Euro beziehungsweise 13.000 Euro mehr als die anderen Werkleiter verdienten. In jenem Jahr wies Norderstedt einen Überschuss in Höhe von rund 7 Millionen Euro aus und beschäftigte knapp 400 Menschen.
Der regionale Versorger vor den Toren Hamburgs sieht sich laut Annonce in einem „fundamentalen Wandel“ begriffen. Der neue Werkleiter soll daher mithelfen, den Weg vom „klassischen Commodity-Versorger hin zu einem IT-getriebenen Infrastruktur- und Servicedienstleister“ zu gehen.
Die Aufgabenbereiche in der Konzernentwicklung sind vielfältig. Zur strategischen und operativen Entwicklung der Unternehmensgruppe kommt ferner die Co-Geschäftsführung der Telekommunikationstochter „wilhelm.tel GmbH“ mit dem Ausbau des Glasfasernetzes.
Dazu liegt die langfristige Wirtschafts- und Investitionsplanung sowie die Finanzhoheit in den Händen der neuen Führungskraft. Aufbrechen soll der oder die CEO darüber hinaus die „ressortorientierte Struktur“ zugunsten einer „modernen, funktionalen Unternehmensführung“.
Dienstag, 5.05.2026, 16:39 Uhr
Volker Stephan
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