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Die Stadtwerke Neumünster und die Stadtwerke SH bündeln in ihr Glasfaser-Geschäft in einer gemeinsamen Telekommunikationsgesellschaft.
Neues Gemeinschaftsunternehmen in der schleswig-holsteinischen Kommunalversorger-Landschaft: Die Stadtwerke Neumünster (SWN) und die Stadtwerke SH legen ihr Glasfaser-Geschäft in der „NordConnect GmbH“ zusammen. Wie die beiden Unternehmen mitteilen, ist die Gesellschaft am 4. Dezember gegründet worden. Sie soll sich um den Betrieb der Glasfasernetze kümmern und den Vertrieb von Internet-, Telefon- und TV-Produkten sowie den Kundenservice bündeln.
Eigentümer der Netzinfrastruktur bleiben die jeweiligen kommunalen Unternehmen, die ihre Netze langfristig an Nord Connect verpachten, heißt es. Der Firmensitz von Nord Connect befindet sich in Neumünster. 88 Prozent der Anteile an dem Unternehmen halten die SWN, 12 Prozent die Stadtwerke SH.
Insgesamt sollen dem Vernehmen nach rund 150 Mitarbeitende in die neue Gesellschaft wechseln, darunter etwa 130 Beschäftigte von SWN und 20 von den Stadtwerken SH. Der Wechsel der Mitarbeitenden sei für den Sommer 2026 vorgesehen, heißt es weiter.
Gemeinsame Marke
Die Leitung der gemeinsamen Tochter haben Fabian Bühring, Geschäftsführer der SWN Glasfaser Beteiligungen GmbH & Co. KG, und Bernd Reichelt, Geschäftsführer der Stadtwerke SH.
Kundinnen und Kunden würden künftig unter der gemeinsamen Marke „GIGA5“ betreut. Bestehende Kundinnen und Kunden sollen ihre Leistungen unverändert nutzen können, in weiteren Versorgungsgebieten sei eine schrittweise Vereinheitlichung der Angebote geplant. Nord Connect, so die Stadtwerke, sei offen für weitere kommunale Partner. Nach Angaben der Gesellschaft liegen bereits Interessenbekundungen anderer Kommunalversorger vor.
Ziel der Gesellschaft sei es, technische und kaufmännische Kompetenzen zu bündeln und Leistungen landesweit einheitlich anzubieten. „Mit Nord Connect schaffen wir eine starke, kommunale Plattform für leistungsfähige Glasfasernetze in Schleswig-Holstein“, wird SWN-Geschäftsführer Michael Böddeker in einer Unternehmensmitteilung zitiert. Für Stadtwerke-SH-Chef Bernd Reichelt ist es „ein wichtiger Schritt für die digitale Infrastruktur im Land“.
Montag, 12.01.2026, 13:05 Uhr
Manfred Fischer
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