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Energie & Management > Stromspeicher - Speicherbetreiber appellieren an die Bundesnetzagentur
Quelle: Trianel
Stromspeicher

Speicherbetreiber appellieren an die Bundesnetzagentur

150 Unternehmen wenden sich an die Regulierungsbehörde in Bonn. Sie fordern, die Netzentgeltbefreiung für Batteriespeicher beizubehalten.
Erst waren es 10 Unternehmen, nun sind es 150. Sie wenden sich gegen Pläne der Bundesnetzagentur, die gesetzliche Netzentgeltbefreiung für Speicher vorzeitig zu beenden. Das teilte die Aachener Stadtwerke-Kooperation Trianel mit.

Um das geht es: Am 16. Januar hat die Bundesnetzagentur ein Positionspapier zu Einspeiseentgelten für Speicher veröffentlicht. Darin stellt die Behörde eine Regelung im Energiewirtschaftsgesetz infrage, nach der unter anderem Batteriespeicher für 20 Jahre von Netzentgelten befreit werden, sofern sie vor August 2029 in Betrieb gehen.

Gegen diese Neuregelung wandten sich am 19. Februar zehn Speicherprojektierer in einer gemeinsamen Erklärung unter der Überschrift: „Ohne Vertrauensschutz für Speicher keine notwendigen Milliardeninvestitionen!“ Zu den Erstunterzeichnern zählen unter anderem Trianel, Leag, Iqony und Lichtblick.

Inzwischen hat die Initiative breite Unterstützung aus der Branche erhalten. Nach Angaben von Trianel gehören zu den Zweitunterzeichnern große Energieversorger wie Vattenfall, MVV Energie, die Dortmunder DEW21 und die Berliner Gasag. Auch zahlreiche kleine und mittlere Stadtwerke, etwa aus Elmshorn, Esslingen und Niesky, haben sich angeschlossen. Darüber hinaus unterstützen weitere Speicher- und Erneuerbare-Energien-Projektierer wie Abo Energy und Enertrag sowie Finanzakteure wie die GLS Bank den Appell.

Die Netzentgeltbefreiung für Batteriespeicher gilt seit mehreren Jahren und wurde 2023 vom Gesetzgeber von ursprünglich 2026 auf 2029 verlängert. Nach Darstellung der Bundesnetzagentur soll die 20-jährige Befreiung jedoch künftig nicht mehr gelten. Stattdessen sollen Speicher, die vor dem Stichtag ans Netz gehen, Einspeiseentgelte zahlen. Kritiker befürchten, dass dies in bereits laufende oder weit fortgeschrittene Projekte eingreift.

„Mit dem Plan, alle Speicher mit Netzentgelten – zudem in unbekannter Art und Höhe – zu belasten, wird bei zahlreichen bestehenden, in Realisierung befindlichen und geplanten Projekten nachträglich in die Geschäftsgrundlage eingegriffen“, wird Sven Becker zitiert, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel.

Die große Zahl der Unterstützer zeige, wie relevant das Thema für die Branche sei, so Becker weiter. Vertrauensschutz sei ein hohes Gut. Unternehmen und Finanzinvestoren benötigten Planungssicherheit. „Sollte die Bundesnetzagentur ihr Vorhaben durchziehen, wäre der Schaden für die Energiewende und für den Investitionsstandort Deutschland immens.“

Mittwoch, 4.03.2026, 17:17 Uhr
Stefan Sagmeister
Energie & Management > Stromspeicher - Speicherbetreiber appellieren an die Bundesnetzagentur
Quelle: Trianel
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Speicherbetreiber appellieren an die Bundesnetzagentur
150 Unternehmen wenden sich an die Regulierungsbehörde in Bonn. Sie fordern, die Netzentgeltbefreiung für Batteriespeicher beizubehalten.
Erst waren es 10 Unternehmen, nun sind es 150. Sie wenden sich gegen Pläne der Bundesnetzagentur, die gesetzliche Netzentgeltbefreiung für Speicher vorzeitig zu beenden. Das teilte die Aachener Stadtwerke-Kooperation Trianel mit.

Um das geht es: Am 16. Januar hat die Bundesnetzagentur ein Positionspapier zu Einspeiseentgelten für Speicher veröffentlicht. Darin stellt die Behörde eine Regelung im Energiewirtschaftsgesetz infrage, nach der unter anderem Batteriespeicher für 20 Jahre von Netzentgelten befreit werden, sofern sie vor August 2029 in Betrieb gehen.

Gegen diese Neuregelung wandten sich am 19. Februar zehn Speicherprojektierer in einer gemeinsamen Erklärung unter der Überschrift: „Ohne Vertrauensschutz für Speicher keine notwendigen Milliardeninvestitionen!“ Zu den Erstunterzeichnern zählen unter anderem Trianel, Leag, Iqony und Lichtblick.

Inzwischen hat die Initiative breite Unterstützung aus der Branche erhalten. Nach Angaben von Trianel gehören zu den Zweitunterzeichnern große Energieversorger wie Vattenfall, MVV Energie, die Dortmunder DEW21 und die Berliner Gasag. Auch zahlreiche kleine und mittlere Stadtwerke, etwa aus Elmshorn, Esslingen und Niesky, haben sich angeschlossen. Darüber hinaus unterstützen weitere Speicher- und Erneuerbare-Energien-Projektierer wie Abo Energy und Enertrag sowie Finanzakteure wie die GLS Bank den Appell.

Die Netzentgeltbefreiung für Batteriespeicher gilt seit mehreren Jahren und wurde 2023 vom Gesetzgeber von ursprünglich 2026 auf 2029 verlängert. Nach Darstellung der Bundesnetzagentur soll die 20-jährige Befreiung jedoch künftig nicht mehr gelten. Stattdessen sollen Speicher, die vor dem Stichtag ans Netz gehen, Einspeiseentgelte zahlen. Kritiker befürchten, dass dies in bereits laufende oder weit fortgeschrittene Projekte eingreift.

„Mit dem Plan, alle Speicher mit Netzentgelten – zudem in unbekannter Art und Höhe – zu belasten, wird bei zahlreichen bestehenden, in Realisierung befindlichen und geplanten Projekten nachträglich in die Geschäftsgrundlage eingegriffen“, wird Sven Becker zitiert, Sprecher der Geschäftsführung der Trianel.

Die große Zahl der Unterstützer zeige, wie relevant das Thema für die Branche sei, so Becker weiter. Vertrauensschutz sei ein hohes Gut. Unternehmen und Finanzinvestoren benötigten Planungssicherheit. „Sollte die Bundesnetzagentur ihr Vorhaben durchziehen, wäre der Schaden für die Energiewende und für den Investitionsstandort Deutschland immens.“

Mittwoch, 4.03.2026, 17:17 Uhr
Stefan Sagmeister

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