Der Offshore-Windpark Nordergründe. Quelle: Skyborn
Skyborn Renewables hat für den Offshore-Windpark Nordergründe ein PPA mit „InCommodities“ geschlossen. Für den dänischen Partner ist es das erste Offshore-Windgeschäft.
Skyborn Renewables hat für den Offshore-Windpark Nordergründe in der deutschen Nordsee einen Stromabnahmevertrag mit „InCommodities Asset Management“ geschlossen. Das dänische Unternehmen nimmt im Rahmen des Power Purchase Agreements (PPA) den erzeugten Strom und die Herkunftsnachweise ab. Zudem übernimmt Incommodities das Bilanzkreismanagement für den Windpark und damit die Bewirtschaftung von Abweichungen zwischen prognostizierter und tatsächlicher Stromerzeugung. Dies geht aus einer aktuellen Mitteilung von Skyborn hervor.
Für das dänische Investmenthaus ist die Vereinbarung nach eigenen Angaben das erste Geschäft im Offshore-Windbereich. Das Unternehmen ist bislang vor allem im Asset Management für Onshore-Wind- und Solarparks aktiv. Neben dem Eintritt in den deutschen Markt im Jahr 2022 hat Incommodities sein Geschäft auch auf weitere europäische Märkte ausgeweitet.
Der Offshore-Windpark Nordergründe liegt rund 13 Kilometer vor der niedersächsischen Küste in der deutschen Nordsee. Die Anlage besteht aus 18 Windenergieanlagen des Typs Senvion 6.2M126 mit einer Gesamtleistung von 110,7 MW und ist seit 2017 in Betrieb. In den Planungsunterlagen für den Netzanschluss wurde die erwartete jährliche Stromerzeugung mit rund 440 GWh angegeben.
Nordergründe soll rund 440 GWh Strom pro Jahr erzeugen
Nordergründe war Skyborn zufolge das erste deutsche Offshore-Windprojekt, bei dem sämtliche wesentlichen Komponenten von heimischen Herstellern geliefert und installiert wurden. Angaben zur Laufzeit des nun geschlossenen PPA oder zu den vereinbarten Preisen machten die Unternehmen nicht.
Skyborn hatte Nordergründe 2026 vollständig übernommen und ist seither alleiniger Eigentümer des Windparks. Finanzvorstand Christian Zaum verwies darauf, dass bei länger laufenden Offshore-Windparks neben dem technischen Betrieb zunehmend auch die Vermarktungsstruktur an Bedeutung gewinne. Für Incommodities bezeichnete Vertriebschef Andreas Juul Jensen die Vereinbarung als Meilenstein, weil Stromabnahme, Herkunftsnachweise und Bilanzierung erstmals für ein Offshore-Projekt gebündelt würden.
Skyborn ist auf die Entwicklung, den Bau, und den Betrieb von Offshore-Windprojekten spezialisiert. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen über 1,4 GW Offshore-Windleistung in Betrieb und weitere 2,1 GW im Bau. Der Projektentwickler gehört zum Portfolio von Global Infrastructure Partners (GIP), das Teil der Investmentgesellschaft Black Rock ist.
Incommodities Asset Management ist die auf erneuerbare Energien ausgerichtete Einheit der in Aarhus ansässigen Incommodities-Gruppe. In Deutschland stehen nach Unternehmensangaben derzeit Verträge für Anlagen mit zusammen etwa 2,1 GW unter Management. (fw)
Freitag, 25.09.2026, 16:17 Uhr
Fritz Wilhelm
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