E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > Gas - Schwimmendes LNG-Terminal kommt zurück nach Deutschland
War schon mal da und kommt bald wieder: Die FSRU Energos Force im Hafen von Stade. Quelle: DET
Gas

Schwimmendes LNG-Terminal kommt zurück nach Deutschland

Von Stade nach Jordanien und zurück: Die FSRU Energos Force nimmt wieder Kurs auf Deutschland. Das fünfte schwimmende deutsche LNG-Terminal könnte damit in Betrieb gehen − endlich.
Mitten in der Diskussion über die bislang nur mäßig gefüllten Gasspeicher gibt es gute Neuigkeiten zur deutschen Gasinfrastruktur: Die Inbetriebnahme des fünften deutschen LNG-Terminals könnte tatsächlich noch vor Ende des Jahres gelingen. „Die Subcharter der FSRU Energos Force ist nun beendet und das Schiff befindet sich auf dem Rückweg“, heißt es auf Anfrage der Redaktion aus dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWE). „Die Ankunft der FSRU Energos Force in Stade ist für September geplant, womit der Inbetriebnahmeprozess des Terminals starten kann.“

Die Energos Force ist eines der ursprünglich fünf vom Bund gecharterten Terminalschiffe zur Speicherung und Regasifizierung von verflüssigtem Erdgas (Floating Storage and Regasification Unit, FSRU). Drei der Schiffe werden in Wilhelmshaven (I und II) und in Brunsbüttel von der bundeseigenen Deutschen Energy Terminal (DET) betrieben. Ein viertes betrieb die private Deutsche Regas – die nach wie vor in Mukran noch ein selbst gechartertes Terminalschiff betreibt − bis Anfang 2025. Das Schiff ist mittlerweile nach Ägypten subverchartert worden.

Die Energos Force hatte im Frühjahr 2024 schon einmal im damals neu errichteten Energie-Hafenbecken von Stade-Bützfleth (Niedersachsen) angelegt, ging aber nie in Betrieb. Ein Streit um die Fertigstellung der sogenannten Suprastruktur, die das Schiff mit der landseitigen Infrastruktur verbindet, verzögerte den Start. Die FSRU verließ die deutschen Gewässer wieder, Anfang Juli 2025 vermeldete das BMWE den Abschluss eines Subchartervertrags mit EGAS Ägypten, die die FSRU in Jordanien einsetzte (wir berichteten jeweils).

Erste LNG-Lieferung voraussichtlich im November

Der Streit um den Bau der Suprastruktur wurde im Herbst 2025 beigelegt. Die DET übernahm die Fertigstellung der Anlagen und veröffentlicht seither punktuell die Fortschritte in einem im Internet zugänglichen „Bautagebuch“. Im August wurden demnach die Verladearme der Suprastruktur kontrolliert und überholt. „Die Arbeiten an der Anlage (Suprastruktur) im Hafen von Bützfleth sowie an den Dokumentationsunterlagen des Terminals laufen derweil auf Hochtouren und im Zeitplan“, schreibt ein Sprecher der DET auf Anfrage der Redaktion. Derzeit liege der Fokus auf der Fertigstellung und der anschließenden Inbetriebnahmephase des Terminals.

Letztere war nach der Einigung im vergangenen Herbst von der DET ursprünglich auf „nicht vor dem zweiten Quartal 2026“ terminiert worden, zuletzt war in einer Mitteilung von BMWE und DET von September die Rede. Nun wird es konkreter: Der Inbetriebnahmeprozess soll noch in diesem Monat, unmittelbar nach Ankunft des Schiffes starten. Eine erste Lieferung von verflüssigtem Erdgas erwarte man dann im November, heißt es vonseiten der DET: „Parallel bereiten wir die Vermarktung der Kapazitäten für den Terminal jenseits der Inbetriebnahme vor und werden den Markt wie üblich frühzeitig über geplante Auktionen informieren.“

Die FSRU Energos Force verfügt über 174.000 Kubikmeter Speicherkapazität. Mittelfristig sollen die schwimmenden Terminals in Deutschland durch landbasierte Anlagen ersetzt werden. Das landbasierte Terminal in Stade soll voraussichtlich 2029 in Betrieb gehen. (kmt)

Mittwoch, 2.09.2026, 15:56 Uhr
Katia Meyer-Tien
Energie & Management > Gas - Schwimmendes LNG-Terminal kommt zurück nach Deutschland
War schon mal da und kommt bald wieder: Die FSRU Energos Force im Hafen von Stade. Quelle: DET
Gas
Schwimmendes LNG-Terminal kommt zurück nach Deutschland
Von Stade nach Jordanien und zurück: Die FSRU Energos Force nimmt wieder Kurs auf Deutschland. Das fünfte schwimmende deutsche LNG-Terminal könnte damit in Betrieb gehen − endlich.
Mitten in der Diskussion über die bislang nur mäßig gefüllten Gasspeicher gibt es gute Neuigkeiten zur deutschen Gasinfrastruktur: Die Inbetriebnahme des fünften deutschen LNG-Terminals könnte tatsächlich noch vor Ende des Jahres gelingen. „Die Subcharter der FSRU Energos Force ist nun beendet und das Schiff befindet sich auf dem Rückweg“, heißt es auf Anfrage der Redaktion aus dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWE). „Die Ankunft der FSRU Energos Force in Stade ist für September geplant, womit der Inbetriebnahmeprozess des Terminals starten kann.“

Die Energos Force ist eines der ursprünglich fünf vom Bund gecharterten Terminalschiffe zur Speicherung und Regasifizierung von verflüssigtem Erdgas (Floating Storage and Regasification Unit, FSRU). Drei der Schiffe werden in Wilhelmshaven (I und II) und in Brunsbüttel von der bundeseigenen Deutschen Energy Terminal (DET) betrieben. Ein viertes betrieb die private Deutsche Regas – die nach wie vor in Mukran noch ein selbst gechartertes Terminalschiff betreibt − bis Anfang 2025. Das Schiff ist mittlerweile nach Ägypten subverchartert worden.

Die Energos Force hatte im Frühjahr 2024 schon einmal im damals neu errichteten Energie-Hafenbecken von Stade-Bützfleth (Niedersachsen) angelegt, ging aber nie in Betrieb. Ein Streit um die Fertigstellung der sogenannten Suprastruktur, die das Schiff mit der landseitigen Infrastruktur verbindet, verzögerte den Start. Die FSRU verließ die deutschen Gewässer wieder, Anfang Juli 2025 vermeldete das BMWE den Abschluss eines Subchartervertrags mit EGAS Ägypten, die die FSRU in Jordanien einsetzte (wir berichteten jeweils).

Erste LNG-Lieferung voraussichtlich im November

Der Streit um den Bau der Suprastruktur wurde im Herbst 2025 beigelegt. Die DET übernahm die Fertigstellung der Anlagen und veröffentlicht seither punktuell die Fortschritte in einem im Internet zugänglichen „Bautagebuch“. Im August wurden demnach die Verladearme der Suprastruktur kontrolliert und überholt. „Die Arbeiten an der Anlage (Suprastruktur) im Hafen von Bützfleth sowie an den Dokumentationsunterlagen des Terminals laufen derweil auf Hochtouren und im Zeitplan“, schreibt ein Sprecher der DET auf Anfrage der Redaktion. Derzeit liege der Fokus auf der Fertigstellung und der anschließenden Inbetriebnahmephase des Terminals.

Letztere war nach der Einigung im vergangenen Herbst von der DET ursprünglich auf „nicht vor dem zweiten Quartal 2026“ terminiert worden, zuletzt war in einer Mitteilung von BMWE und DET von September die Rede. Nun wird es konkreter: Der Inbetriebnahmeprozess soll noch in diesem Monat, unmittelbar nach Ankunft des Schiffes starten. Eine erste Lieferung von verflüssigtem Erdgas erwarte man dann im November, heißt es vonseiten der DET: „Parallel bereiten wir die Vermarktung der Kapazitäten für den Terminal jenseits der Inbetriebnahme vor und werden den Markt wie üblich frühzeitig über geplante Auktionen informieren.“

Die FSRU Energos Force verfügt über 174.000 Kubikmeter Speicherkapazität. Mittelfristig sollen die schwimmenden Terminals in Deutschland durch landbasierte Anlagen ersetzt werden. Das landbasierte Terminal in Stade soll voraussichtlich 2029 in Betrieb gehen. (kmt)

Mittwoch, 2.09.2026, 15:56 Uhr
Katia Meyer-Tien

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.