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Energie & Management > Bilanz - Rolls-Royce macht fast 1 Milliarde Euro Gewinn
12-Zylinder-Gasmotor der MTU-Baureihe 4.000. Quelle: Rolls-Royce Power Systems AG
Bilanz

Rolls-Royce macht fast 1 Milliarde Euro Gewinn

Der Maschinenbauer Rolls-Royce Power Systems hat den Gewinn im Jahr 2025 um 50 Prozent gesteigert. Einer der Wachstumstreiber seien Energielösungen für Rechenzentren, heißt es.
Wachstum auf breiter Front: Energieerzeugung, Verteidigung, Marine, Batteriespeicher und Service nennt der Großmotorenhersteller Rolls-Royce Power Systems als seine zentralen Geschäftsfelder. Bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für 2025 hat das Management jetzt Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe für die Modernisierung und den Ausbau von Produktionsstätten angekündigt. Die Bilanz zeigt: Die Zeiten könnten für das Unternehmen kaum besser sein.

Unter dem Strich steht für das zurückliegende Jahr ein bereinigter Betriebsgewinn in Höhe von 995 Millionen Euro Buche. Das sind 333 Millionen Euro mehr als 2024. Der bereinigte Umsatz fällt mit 5,72 Milliarden Euro um 19 Prozent höher aus als im Jahr davor. Der Maschinenbauer profitiert nach eigenen Angaben von zwei Wachstumstreibern. Zum einen von Lösungen für die Energieversorgung großer Rechenzentren. Zum anderen lässt die Rüstungswirtschaft das Geschäft brummen.

Neue Produktionsstätte in Friedrichshafen

„In den vergangenen drei Jahren haben wir den Umsatz um 50 Prozent gesteigert, die Umsatzrendite mehr als verdoppelt und den Gewinn verdreifacht“, wird der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Jörg Stratmann, in einer Mitteilung zitiert. Die Auftragslage und strategische Ausrichtung sicherten ab, „dass wir unseren Wachstumskurs auch in den kommenden Jahren konsequent fortsetzen“, so der Chef. Der Auftragseingang im Jahr 2025 beziffert das Rolls-Royce auf 7,14 Milliarden Euro – ein Plus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das Werk 1 und das Werk 2 beim Hauptsitz in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) sollen neu aufgestellt werden, beide arbeiten dem Vernehmen nach an der Kapazitätsgrenze. Zudem soll ein drittes Werk entstehen, 2028 soll es fertig sein, unter anderem sollen dort die Gasmotoren der Baureihe 4.000 montiert werden. Auch an anderen deutschen Standorten will die Technikschmiede investieren, so etwa in Magdeburg und Ruhstorf (Niederbayern).

In Deutschland will Rolls-Royce mit Gasmotoren-Kraftwerken einen Beitrag zur Kraftwerksstrategie der Bundesregierung leisten. In erster Linie schweben der Politik Großkraftwerke mit Gasturbinen. Doch die Manager in Friedrichshafen sehen Chancen für ihre Gasmotorenkraftwerke. „Versorgungssicherheit muss nicht zwingend durch große Kombikraftwerke mit mehreren hundert MW gewährleistet werden“, betonte Michael Stipa, Senior Vice President Geschäftsentwicklung & Produktmanagement Stationäre Energielösungen bei Rolls-Royce Power Systems auf der Messe E-world.

Plus der Muttergesellschaft

Der Wachstumskurs spiegelt sich auch in Größe der Belegschaft deutlich wider. 700 neue Mitarbeitende zählt das Unternehmen im vergangenen Jahr. Im laufenden Jahr sollen über 1.000 Stellen besetzt werden.

Kräftig gewachsen ist auch die Bilanz der britischen Mutter. Die Rolls-Royce Holdings PLC weist für 2025 einen Umsatz in Höhe von 23,4 Milliarden Euro aus. 2024 lag er bei 20,85 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn beträgt 3,5 Milliarden Euro (2024: 2,88 Milliarden Euro). Für das laufende Jahr rechnen die Briten mit einem Betriebsgewinn zwischen 4,7 und 4,9 Milliarden Euro.

Freitag, 27.02.2026, 16:24 Uhr
Manfred Fischer
Energie & Management > Bilanz - Rolls-Royce macht fast 1 Milliarde Euro Gewinn
12-Zylinder-Gasmotor der MTU-Baureihe 4.000. Quelle: Rolls-Royce Power Systems AG
Bilanz
Rolls-Royce macht fast 1 Milliarde Euro Gewinn
Der Maschinenbauer Rolls-Royce Power Systems hat den Gewinn im Jahr 2025 um 50 Prozent gesteigert. Einer der Wachstumstreiber seien Energielösungen für Rechenzentren, heißt es.
Wachstum auf breiter Front: Energieerzeugung, Verteidigung, Marine, Batteriespeicher und Service nennt der Großmotorenhersteller Rolls-Royce Power Systems als seine zentralen Geschäftsfelder. Bei der Vorstellung der Geschäftszahlen für 2025 hat das Management jetzt Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe für die Modernisierung und den Ausbau von Produktionsstätten angekündigt. Die Bilanz zeigt: Die Zeiten könnten für das Unternehmen kaum besser sein.

Unter dem Strich steht für das zurückliegende Jahr ein bereinigter Betriebsgewinn in Höhe von 995 Millionen Euro Buche. Das sind 333 Millionen Euro mehr als 2024. Der bereinigte Umsatz fällt mit 5,72 Milliarden Euro um 19 Prozent höher aus als im Jahr davor. Der Maschinenbauer profitiert nach eigenen Angaben von zwei Wachstumstreibern. Zum einen von Lösungen für die Energieversorgung großer Rechenzentren. Zum anderen lässt die Rüstungswirtschaft das Geschäft brummen.

Neue Produktionsstätte in Friedrichshafen

„In den vergangenen drei Jahren haben wir den Umsatz um 50 Prozent gesteigert, die Umsatzrendite mehr als verdoppelt und den Gewinn verdreifacht“, wird der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Jörg Stratmann, in einer Mitteilung zitiert. Die Auftragslage und strategische Ausrichtung sicherten ab, „dass wir unseren Wachstumskurs auch in den kommenden Jahren konsequent fortsetzen“, so der Chef. Der Auftragseingang im Jahr 2025 beziffert das Rolls-Royce auf 7,14 Milliarden Euro – ein Plus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das Werk 1 und das Werk 2 beim Hauptsitz in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) sollen neu aufgestellt werden, beide arbeiten dem Vernehmen nach an der Kapazitätsgrenze. Zudem soll ein drittes Werk entstehen, 2028 soll es fertig sein, unter anderem sollen dort die Gasmotoren der Baureihe 4.000 montiert werden. Auch an anderen deutschen Standorten will die Technikschmiede investieren, so etwa in Magdeburg und Ruhstorf (Niederbayern).

In Deutschland will Rolls-Royce mit Gasmotoren-Kraftwerken einen Beitrag zur Kraftwerksstrategie der Bundesregierung leisten. In erster Linie schweben der Politik Großkraftwerke mit Gasturbinen. Doch die Manager in Friedrichshafen sehen Chancen für ihre Gasmotorenkraftwerke. „Versorgungssicherheit muss nicht zwingend durch große Kombikraftwerke mit mehreren hundert MW gewährleistet werden“, betonte Michael Stipa, Senior Vice President Geschäftsentwicklung & Produktmanagement Stationäre Energielösungen bei Rolls-Royce Power Systems auf der Messe E-world.

Plus der Muttergesellschaft

Der Wachstumskurs spiegelt sich auch in Größe der Belegschaft deutlich wider. 700 neue Mitarbeitende zählt das Unternehmen im vergangenen Jahr. Im laufenden Jahr sollen über 1.000 Stellen besetzt werden.

Kräftig gewachsen ist auch die Bilanz der britischen Mutter. Die Rolls-Royce Holdings PLC weist für 2025 einen Umsatz in Höhe von 23,4 Milliarden Euro aus. 2024 lag er bei 20,85 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn beträgt 3,5 Milliarden Euro (2024: 2,88 Milliarden Euro). Für das laufende Jahr rechnen die Briten mit einem Betriebsgewinn zwischen 4,7 und 4,9 Milliarden Euro.

Freitag, 27.02.2026, 16:24 Uhr
Manfred Fischer

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