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Energie & Management > Holz - Österreich: Pelletheizungen mit deutlich schwächerem Ausbau
Quelle: Shutterstock / tchara
Holz

Österreich: Pelletheizungen mit deutlich schwächerem Ausbau

Österreichweit lag die Zahl der Neuanlagen 2025 bei 18.032 Stück und damit um knapp 25 Prozent unter dem Wert des Jahres 2024. Rückgänge wurden in allen neun Bundesländern verzeichnet. 
In Österreich waren mit Stand März 2026 insgesamt 230.364 Pelletheizungen installiert, um 7,3 Prozent mehr als Ende 2025, meldet der Branchenverband Propellets Austria. Neu installiert wurden 2025 insgesamt 18.032 Anlagen, um 5.949 Stück oder 24,8 Prozent weniger als 2024. Rückgänge gab es in allen neun Bundesländern.

Die erste Stelle belegte Oberösterreich mit 3.862 Neuanlagen, was gegenüber 2024 einem Rückgang um 1.391 Stück oder 26,5 Prozent entspricht. An der zweiten Stelle lag Niederösterreich, wo 3.832 Anlagen installiert wurden, um 1.741 Stück oder 31,2 Prozent weniger als 2024. Auf den dritten Platz kam die Steiermark mit 3.160 neuen Pelletheizungen. Zum Vergleich: 2024 waren dort 4.464 Neuanlagen oder 1.304 Stück respektive 29,2 Prozent mehr Pelletheizungen installiert worden. Die wenigsten Neuinstallationen verzeichnete Wien, das zugleich Bundeshauptstadt und Bundesland ist, mit 83 Stück. Schon 2024 hatte die Bundeshauptstadt mit 142 Neuanlagen das österreichweite Schlusslicht gebildet. 

Für heuer rechnet Propellets Austria mit einem weiteren Rückgang der neu installierten Pelletheizungen um rund 11,3 Prozent auf etwa 16.000 Stück. Eine Aufschlüsselung nach Bundesländern legte der Verband nicht vor.

Politischer Deal 

Aus der Pelletbranche hieß es gegenüber der Redaktion, der deutlich schwächere Ausbau erfolge gewissermaßen zwangsläufig, weil erheblich weniger Fördermittel zur Verfügung stünden. In der vorigen Legislaturperiode habe es einen politischen Deal zwischen den damaligen Regierungsparteien, den Konservativen (Österreichische Volkspartei, ÖVP) und den Grünen, gegeben. Die Grünen mit der von ihnen gestellten Energieministerin Leonore Gewessler hätten akzeptiert, in das „Erneuerbare-Wärme-Gesetz“ (EWG) kein fixes Datum für den Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen aufzunehmen. Im Gegenzug habe ihnen die ÖVP gleichsam „Fördermittel ohne Ende“ für den freiwilligen Ausstieg zugebilligt. Dies führte dazu, dass der Bund zeitweilig bis zu 75 Prozent der Kosten für den Umstieg eines Haushalts von einer Öl- oder Gasheizung auf eine Pelletanlage übernahm. „Jetzt ist die Gewessler-Zeit zu Ende, der Geldsegen ist vorbei“, konstatierte ein Insider. 

Insgesamt betrachtet, lag Niederösterreich im Jahr 2025 mit 62.347 Stück oder einem Anteil von 27,1 Prozent am österreichweiten Bestand an Pelletheizungen an der Spitze der neun Bundesländer, gefolgt von Oberösterreich mit 51.981 Stück (22,5 Prozent) sowie der Steiermark mit 44.223 Stück (19,2 Prozent). Die wenigsten Pelletheizungen fanden sich mit 2.119 Stück oder 0,9 Prozent in Wien. Für das Jahresende 2026 erwartet Propellets Austria einen österreichweiten Bestand von rund 239.800 Stück. Dies wäre gegenüber 2025 ein Zuwachs um 4,8 Prozent. Zum Vergleich: Von 2023 auf 2024 hatte der Zuwachs 6,8 Prozent betragen.

Mittwoch, 8.04.2026, 15:42 Uhr
Klaus Fischer
Energie & Management > Holz - Österreich: Pelletheizungen mit deutlich schwächerem Ausbau
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Holz
Österreich: Pelletheizungen mit deutlich schwächerem Ausbau
Österreichweit lag die Zahl der Neuanlagen 2025 bei 18.032 Stück und damit um knapp 25 Prozent unter dem Wert des Jahres 2024. Rückgänge wurden in allen neun Bundesländern verzeichnet. 
In Österreich waren mit Stand März 2026 insgesamt 230.364 Pelletheizungen installiert, um 7,3 Prozent mehr als Ende 2025, meldet der Branchenverband Propellets Austria. Neu installiert wurden 2025 insgesamt 18.032 Anlagen, um 5.949 Stück oder 24,8 Prozent weniger als 2024. Rückgänge gab es in allen neun Bundesländern.

Die erste Stelle belegte Oberösterreich mit 3.862 Neuanlagen, was gegenüber 2024 einem Rückgang um 1.391 Stück oder 26,5 Prozent entspricht. An der zweiten Stelle lag Niederösterreich, wo 3.832 Anlagen installiert wurden, um 1.741 Stück oder 31,2 Prozent weniger als 2024. Auf den dritten Platz kam die Steiermark mit 3.160 neuen Pelletheizungen. Zum Vergleich: 2024 waren dort 4.464 Neuanlagen oder 1.304 Stück respektive 29,2 Prozent mehr Pelletheizungen installiert worden. Die wenigsten Neuinstallationen verzeichnete Wien, das zugleich Bundeshauptstadt und Bundesland ist, mit 83 Stück. Schon 2024 hatte die Bundeshauptstadt mit 142 Neuanlagen das österreichweite Schlusslicht gebildet. 

Für heuer rechnet Propellets Austria mit einem weiteren Rückgang der neu installierten Pelletheizungen um rund 11,3 Prozent auf etwa 16.000 Stück. Eine Aufschlüsselung nach Bundesländern legte der Verband nicht vor.

Politischer Deal 

Aus der Pelletbranche hieß es gegenüber der Redaktion, der deutlich schwächere Ausbau erfolge gewissermaßen zwangsläufig, weil erheblich weniger Fördermittel zur Verfügung stünden. In der vorigen Legislaturperiode habe es einen politischen Deal zwischen den damaligen Regierungsparteien, den Konservativen (Österreichische Volkspartei, ÖVP) und den Grünen, gegeben. Die Grünen mit der von ihnen gestellten Energieministerin Leonore Gewessler hätten akzeptiert, in das „Erneuerbare-Wärme-Gesetz“ (EWG) kein fixes Datum für den Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen aufzunehmen. Im Gegenzug habe ihnen die ÖVP gleichsam „Fördermittel ohne Ende“ für den freiwilligen Ausstieg zugebilligt. Dies führte dazu, dass der Bund zeitweilig bis zu 75 Prozent der Kosten für den Umstieg eines Haushalts von einer Öl- oder Gasheizung auf eine Pelletanlage übernahm. „Jetzt ist die Gewessler-Zeit zu Ende, der Geldsegen ist vorbei“, konstatierte ein Insider. 

Insgesamt betrachtet, lag Niederösterreich im Jahr 2025 mit 62.347 Stück oder einem Anteil von 27,1 Prozent am österreichweiten Bestand an Pelletheizungen an der Spitze der neun Bundesländer, gefolgt von Oberösterreich mit 51.981 Stück (22,5 Prozent) sowie der Steiermark mit 44.223 Stück (19,2 Prozent). Die wenigsten Pelletheizungen fanden sich mit 2.119 Stück oder 0,9 Prozent in Wien. Für das Jahresende 2026 erwartet Propellets Austria einen österreichweiten Bestand von rund 239.800 Stück. Dies wäre gegenüber 2025 ein Zuwachs um 4,8 Prozent. Zum Vergleich: Von 2023 auf 2024 hatte der Zuwachs 6,8 Prozent betragen.

Mittwoch, 8.04.2026, 15:42 Uhr
Klaus Fischer

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