E&M exklusiv Newsletter:
E&M gratis testen:
Energie & Management > Regulierung - Neues Meldeportal der Bundesnetzagentur ab Juli
Quelle: Shutterstock / nitpicker
Regulierung

Neues Meldeportal der Bundesnetzagentur ab Juli

Die Bundesnetzagentur führt mit dem Data Hub ein zentrales Portal für Datenmeldungen im Energiesektor ein. Ab Juli 2026 startet der schrittweise Betrieb und beendet die Excel-Tabellen.
Die Bundesnetzagentur führt mit dem BNetzA Data Hub einen zentralen Eingangskanal für Datenmeldungen ein. Nach Angaben der Behörde soll das Portal zunächst für Datenerhebungen und Regulierungsaufgaben im Energiebereich genutzt werden. Langfristig ist vorgesehen, den Data Hub auch auf weitere Regulierungsbereiche auszuweiten.

Der Start ist für den 31. Juli 2026 vorgesehen. In der ersten Phase stehe das Portal zunächst mit eingeschränktem Funktionsumfang zur Verfügung. So sollen beispielsweise Web-Formulare noch nicht vollständig nutzbar sein, so die Behörde. Den vollständigen Funktionsumfang plant die Agentur zum 30. November 2026 bereitzustellen.

Mit dem Data Hub will die Behörde die bislang unterschiedlichen Meldewege bündeln. Daten wurden bisher unter anderem über Excel-Dateien, einzelne Web-Formulare oder verschiedene Erhebungsplattformen übermittelt. Künftig soll Unternehmen ein einheitlicher Zugang für sämtliche Datenerhebungen zur Verfügung stehen.

Anbindung ans Unternehmenskonto bei ELSTER 

Für die Anmeldung sei kein separates Nutzerkonto erforderlich. Unternehmen greifen über das ELSTER-Unternehmenskonto „Mein Unternehmenskonto“ (MuK) auf den Data Hub zu. Bei der ersten Anmeldung wird automatisch eine Zugriffsanfrage an die Bundesnetzagentur übermittelt. Nach der Freigabe durch die Behörde bleibe der Zugang dauerhaft bestehen. Die Kommunikation zwischen Unternehmen und Bundesnetzagentur soll überwiegend über das mit dem Konto verknüpfte ELSTER-Postfach 2.0 erfolgen.

Je nach Datenerhebung sollen Unternehmen zwischen zwei Übermittlungswegen wählen können. Daten lassen sich entweder manuell über ein Web-Formular erfassen oder automatisiert über eine REST-API im JSON-Format übermitteln.

Laut Bundesnetzagentur sollen die jeweils verfügbaren Meldekanäle transparent im Portal dargestellt werden. Welche Variante genutzt wird, können Unternehmen grundsätzlich selbst entscheiden. Bei umfangreichen oder regelmäßig wiederkehrenden Meldungen dürfte die automatisierte Übermittlung über die Programmierschnittstelle jedoch Vorteile bieten.

Neue Aufgaben für Energieunternehmen

Für Energieunternehmen ergeben sich daraus auch organisatorische Anforderungen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur nutzt der Data Hub das Marktstammdatenregister (MaStR) als Stammdatenquelle. Unternehmen sollten deshalb sicherstellen, dass ihre Betriebsnummer korrekt mit der MaStR-Nummer verknüpft ist. Andernfalls könnten künftige Datenmeldungen nicht eindeutig zugeordnet werden.

Mehrere Mitarbeitende eines Unternehmens können gleichzeitig an derselben Datenerhebung arbeiten. Die Bundesnetzagentur sieht jedoch vor, dass jeweils nur eine Person eine einzelne Formularseite gleichzeitig bearbeiten kann. Bereits übermittelte Daten lassen sich anschließend exportieren.

Der Data Hub soll Unternehmen außerdem einen Überblick über laufende und abgeschlossene Erhebungen bieten. Nach Angaben der Behörde werden offene Aufgaben, Fristen und bereits abgeschlossene Meldungen zentral angezeigt. Abgeschlossene Erhebungen bleiben dauerhaft einsehbar und können für Dokumentationszwecke genutzt werden.

Data Hub wird in einer BSI-zertifizierten Cloud betrieben

Die Bundesnetzagentur betont, dass der Schutz der übermittelten Daten zu den zentralen Anforderungen des Systems gehört. Der Data Hub werde in einer nach BSI C5:2020 zertifizierten Cloud-Infrastruktur innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums betrieben. Sämtliche Daten würden sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung verschlüsselt. Ergänzend setzt die Behörde nach eigenen Angaben auf organisatorische Sicherheitsmaßnahmen sowie Vertraulichkeitsvereinbarungen mit externen Dienstleistern.

Für Energieunternehmen gewinnt die Einführung des Data Hub bereits im Jahr 2026 an Bedeutung. Nach Angaben der Bundesnetzagentur sollen künftige Datenerhebungen, darunter auch der Monitoringbericht, über das neue Portal abgewickelt werden.

Unternehmen, die bislang noch kein ELSTER-Unternehmenskonto oder Organisationszertifikat eingerichtet haben oder ihre Stammdaten im Marktstammdatenregister überprüfen müssen, sollten diese Vorbereitungen deshalb rechtzeitig abschließen, rät die Behörde.

„Wer 2027 reibungslos melden will, muss die Prozesse jetzt ausrichten – fachlich, organisatorisch und technisch“, rät Marcel Linnemann, Teamleiter Netzwirtschaft
bei der Enervie Vernetzt GmbH.

Alle Informationen zum Data-Hub auf der Webseite der Bundesnetzagentur.

Montag, 29.06.2026, 14:55 Uhr
Susanne Harmsen
Energie & Management > Regulierung - Neues Meldeportal der Bundesnetzagentur ab Juli
Quelle: Shutterstock / nitpicker
Regulierung
Neues Meldeportal der Bundesnetzagentur ab Juli
Die Bundesnetzagentur führt mit dem Data Hub ein zentrales Portal für Datenmeldungen im Energiesektor ein. Ab Juli 2026 startet der schrittweise Betrieb und beendet die Excel-Tabellen.
Die Bundesnetzagentur führt mit dem BNetzA Data Hub einen zentralen Eingangskanal für Datenmeldungen ein. Nach Angaben der Behörde soll das Portal zunächst für Datenerhebungen und Regulierungsaufgaben im Energiebereich genutzt werden. Langfristig ist vorgesehen, den Data Hub auch auf weitere Regulierungsbereiche auszuweiten.

Der Start ist für den 31. Juli 2026 vorgesehen. In der ersten Phase stehe das Portal zunächst mit eingeschränktem Funktionsumfang zur Verfügung. So sollen beispielsweise Web-Formulare noch nicht vollständig nutzbar sein, so die Behörde. Den vollständigen Funktionsumfang plant die Agentur zum 30. November 2026 bereitzustellen.

Mit dem Data Hub will die Behörde die bislang unterschiedlichen Meldewege bündeln. Daten wurden bisher unter anderem über Excel-Dateien, einzelne Web-Formulare oder verschiedene Erhebungsplattformen übermittelt. Künftig soll Unternehmen ein einheitlicher Zugang für sämtliche Datenerhebungen zur Verfügung stehen.

Anbindung ans Unternehmenskonto bei ELSTER 

Für die Anmeldung sei kein separates Nutzerkonto erforderlich. Unternehmen greifen über das ELSTER-Unternehmenskonto „Mein Unternehmenskonto“ (MuK) auf den Data Hub zu. Bei der ersten Anmeldung wird automatisch eine Zugriffsanfrage an die Bundesnetzagentur übermittelt. Nach der Freigabe durch die Behörde bleibe der Zugang dauerhaft bestehen. Die Kommunikation zwischen Unternehmen und Bundesnetzagentur soll überwiegend über das mit dem Konto verknüpfte ELSTER-Postfach 2.0 erfolgen.

Je nach Datenerhebung sollen Unternehmen zwischen zwei Übermittlungswegen wählen können. Daten lassen sich entweder manuell über ein Web-Formular erfassen oder automatisiert über eine REST-API im JSON-Format übermitteln.

Laut Bundesnetzagentur sollen die jeweils verfügbaren Meldekanäle transparent im Portal dargestellt werden. Welche Variante genutzt wird, können Unternehmen grundsätzlich selbst entscheiden. Bei umfangreichen oder regelmäßig wiederkehrenden Meldungen dürfte die automatisierte Übermittlung über die Programmierschnittstelle jedoch Vorteile bieten.

Neue Aufgaben für Energieunternehmen

Für Energieunternehmen ergeben sich daraus auch organisatorische Anforderungen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur nutzt der Data Hub das Marktstammdatenregister (MaStR) als Stammdatenquelle. Unternehmen sollten deshalb sicherstellen, dass ihre Betriebsnummer korrekt mit der MaStR-Nummer verknüpft ist. Andernfalls könnten künftige Datenmeldungen nicht eindeutig zugeordnet werden.

Mehrere Mitarbeitende eines Unternehmens können gleichzeitig an derselben Datenerhebung arbeiten. Die Bundesnetzagentur sieht jedoch vor, dass jeweils nur eine Person eine einzelne Formularseite gleichzeitig bearbeiten kann. Bereits übermittelte Daten lassen sich anschließend exportieren.

Der Data Hub soll Unternehmen außerdem einen Überblick über laufende und abgeschlossene Erhebungen bieten. Nach Angaben der Behörde werden offene Aufgaben, Fristen und bereits abgeschlossene Meldungen zentral angezeigt. Abgeschlossene Erhebungen bleiben dauerhaft einsehbar und können für Dokumentationszwecke genutzt werden.

Data Hub wird in einer BSI-zertifizierten Cloud betrieben

Die Bundesnetzagentur betont, dass der Schutz der übermittelten Daten zu den zentralen Anforderungen des Systems gehört. Der Data Hub werde in einer nach BSI C5:2020 zertifizierten Cloud-Infrastruktur innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums betrieben. Sämtliche Daten würden sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung verschlüsselt. Ergänzend setzt die Behörde nach eigenen Angaben auf organisatorische Sicherheitsmaßnahmen sowie Vertraulichkeitsvereinbarungen mit externen Dienstleistern.

Für Energieunternehmen gewinnt die Einführung des Data Hub bereits im Jahr 2026 an Bedeutung. Nach Angaben der Bundesnetzagentur sollen künftige Datenerhebungen, darunter auch der Monitoringbericht, über das neue Portal abgewickelt werden.

Unternehmen, die bislang noch kein ELSTER-Unternehmenskonto oder Organisationszertifikat eingerichtet haben oder ihre Stammdaten im Marktstammdatenregister überprüfen müssen, sollten diese Vorbereitungen deshalb rechtzeitig abschließen, rät die Behörde.

„Wer 2027 reibungslos melden will, muss die Prozesse jetzt ausrichten – fachlich, organisatorisch und technisch“, rät Marcel Linnemann, Teamleiter Netzwirtschaft
bei der Enervie Vernetzt GmbH.

Alle Informationen zum Data-Hub auf der Webseite der Bundesnetzagentur.

Montag, 29.06.2026, 14:55 Uhr
Susanne Harmsen

Haben Sie Interesse an Content oder Mehrfachzugängen für Ihr Unternehmen?

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zur Nutzung von E&M-Inhalten oder den verschiedenen Abonnement-Paketen haben.
Das E&M-Vertriebsteam freut sich unter Tel. 08152 / 93 11-77 oder unter vertrieb@energie-und-management.de über Ihre Anfrage.