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Energie & Management > Stromnetz - Netze BW kämpft um den Ruf des Netzgebiets Hechingen
Quelle: Katia Meyer-Tien
Stromnetz

Netze BW kämpft um den Ruf des Netzgebiets Hechingen

Eine Stadt zu Füßen der Burg Hohenzollern ist bemüht, der wiederholten Stromausfälle Herr werden. Gefordert sind dabei vor allem die Netze BW als Partner der Stadtwerke Hechingen.
Die ständige Verfügbarkeit des Stroms ist für viele eine Selbstverständlichkeit. Am Westrand der Schwäbischen Alb allerdings kämpfen die Verantwortlichen gegen den Ruf an, dass Stromausfälle eher die Regel denn die Ausnahme sind. 

Die Netze BW sahen sich am 18. Mai veranlasst, an die Öffentlichkeit zu treten. Nach Störungen im Leitungssystem, die örtliche Medien als „massiv“ und – über Wochen – „gehäuft“ bezeichnen, sei die Stromversorgung in Hechingen wieder „vollständig hergestellt“, heißt es in einer Mitteilung, die dieser Redaktion vorliegt.

Netze BW ist eine Tochter des Karlsruher Energiekonzerns EnBW und auch in der drittgrößten Stadt des Zollernalbkreises der Verteilnetzbetreiber. Beim Stromnetz in Hechingen arbeiten die Netze BW mit den örtlichen Stadtwerken zusammen. Diese regeln den kaufmännischen Teil der Betriebsführung, Netze BW den technischen Part. Bei den aktuellen Problemen seien die Netze BW im „engen und konstruktiven Austausch mit den Stadtwerken Hechingen“, so eine Sprecherin auf Anfrage.

Sanierung und Ausbau der Leitungen kosten viel Geld

Die Leitungen im Umkreis der Burg Hohenzollern geraten seit Jahren immer wieder in die Schlagzeilen. An einem Tag im Juli 2022 waren mehr als 30.000 Menschen über Stunden ohne Strom. Zwei Jahre später waren Reparaturarbeiten an defekten Kabeln nach einem Stromausfall erst nach dem betreffenden Wochenende behoben. Dies sind größere Ausreißer.

Und jetzt im Frühjahr 2026 sind die Menschen im Großraum Hechingen erneut einem Stresstest ausgesetzt. Auch Kommunen wie Haigerloch, Horb und Rottenburg sind ab und an ohne Elektrizität. Die wiederholten Ausfälle deuten auf einen hohen Sanierungsbedarf im Netzgebiet hin, an den Leitungen und an weiterer Infrastruktur. Die Stadtwerke Hechingen sahen sich laut Medienberichten nun veranlasst, „Druck“ beim Netzbetreiber zu machen.

Netze BW spricht in der Mitteilung davon, „mit hoher Priorität“ daran zu arbeiten, die Ursachen der Stromausfälle weiter zu analysieren und die Versorgung langfristig zu stabilisieren. Die jüngsten Ausfälle schreibt das Unternehmen zum Beispiel einem defekten Transformator einer Ortsnetzstation zu. Dazu kommen defekte Leitungsverbindungen, die durch Erdschlüsse überhöhte Spannungen verursachen.

Die Zuverlässigkeit des Netzes wolle Netze BW nun „nachhaltig sichern“. Technische Einrichtungen, die unter Spannungsschwankungen leiden, wolle das Unternehmen bei Bedarf gezielt austauschen. Wenn vorbeugende Maßnahmen allerdings nichts ausrichten können, will Netze BW auf andere Weise helfen: mit Notstromaggregaten, die die Stromversorgung beschleunigt wiederherstellen sollen.

Netze BW weist im Zusammenhang darauf hin, in die Funktionsfähigkeit und den Ausbau der Stromleitungen zu investieren. Bis 2030 gibt das Unternehmen dafür 900 Millionen Euro pro Jahr aus, bezogen auf das gesamte Stromnetz mit seinen rund 100.000 Kilometern im Hoch-, Mittel- und Niederspannungsbereich.

Donnerstag, 21.05.2026, 16:58 Uhr
Volker Stephan
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Quelle: Katia Meyer-Tien
Stromnetz
Netze BW kämpft um den Ruf des Netzgebiets Hechingen
Eine Stadt zu Füßen der Burg Hohenzollern ist bemüht, der wiederholten Stromausfälle Herr werden. Gefordert sind dabei vor allem die Netze BW als Partner der Stadtwerke Hechingen.
Die ständige Verfügbarkeit des Stroms ist für viele eine Selbstverständlichkeit. Am Westrand der Schwäbischen Alb allerdings kämpfen die Verantwortlichen gegen den Ruf an, dass Stromausfälle eher die Regel denn die Ausnahme sind. 

Die Netze BW sahen sich am 18. Mai veranlasst, an die Öffentlichkeit zu treten. Nach Störungen im Leitungssystem, die örtliche Medien als „massiv“ und – über Wochen – „gehäuft“ bezeichnen, sei die Stromversorgung in Hechingen wieder „vollständig hergestellt“, heißt es in einer Mitteilung, die dieser Redaktion vorliegt.

Netze BW ist eine Tochter des Karlsruher Energiekonzerns EnBW und auch in der drittgrößten Stadt des Zollernalbkreises der Verteilnetzbetreiber. Beim Stromnetz in Hechingen arbeiten die Netze BW mit den örtlichen Stadtwerken zusammen. Diese regeln den kaufmännischen Teil der Betriebsführung, Netze BW den technischen Part. Bei den aktuellen Problemen seien die Netze BW im „engen und konstruktiven Austausch mit den Stadtwerken Hechingen“, so eine Sprecherin auf Anfrage.

Sanierung und Ausbau der Leitungen kosten viel Geld

Die Leitungen im Umkreis der Burg Hohenzollern geraten seit Jahren immer wieder in die Schlagzeilen. An einem Tag im Juli 2022 waren mehr als 30.000 Menschen über Stunden ohne Strom. Zwei Jahre später waren Reparaturarbeiten an defekten Kabeln nach einem Stromausfall erst nach dem betreffenden Wochenende behoben. Dies sind größere Ausreißer.

Und jetzt im Frühjahr 2026 sind die Menschen im Großraum Hechingen erneut einem Stresstest ausgesetzt. Auch Kommunen wie Haigerloch, Horb und Rottenburg sind ab und an ohne Elektrizität. Die wiederholten Ausfälle deuten auf einen hohen Sanierungsbedarf im Netzgebiet hin, an den Leitungen und an weiterer Infrastruktur. Die Stadtwerke Hechingen sahen sich laut Medienberichten nun veranlasst, „Druck“ beim Netzbetreiber zu machen.

Netze BW spricht in der Mitteilung davon, „mit hoher Priorität“ daran zu arbeiten, die Ursachen der Stromausfälle weiter zu analysieren und die Versorgung langfristig zu stabilisieren. Die jüngsten Ausfälle schreibt das Unternehmen zum Beispiel einem defekten Transformator einer Ortsnetzstation zu. Dazu kommen defekte Leitungsverbindungen, die durch Erdschlüsse überhöhte Spannungen verursachen.

Die Zuverlässigkeit des Netzes wolle Netze BW nun „nachhaltig sichern“. Technische Einrichtungen, die unter Spannungsschwankungen leiden, wolle das Unternehmen bei Bedarf gezielt austauschen. Wenn vorbeugende Maßnahmen allerdings nichts ausrichten können, will Netze BW auf andere Weise helfen: mit Notstromaggregaten, die die Stromversorgung beschleunigt wiederherstellen sollen.

Netze BW weist im Zusammenhang darauf hin, in die Funktionsfähigkeit und den Ausbau der Stromleitungen zu investieren. Bis 2030 gibt das Unternehmen dafür 900 Millionen Euro pro Jahr aus, bezogen auf das gesamte Stromnetz mit seinen rund 100.000 Kilometern im Hoch-, Mittel- und Niederspannungsbereich.

Donnerstag, 21.05.2026, 16:58 Uhr
Volker Stephan

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